Gattung Abax Bonnelli 1810

CarabidaeHarpalinaePterostichini
Von Arved Lompe (n. E. Reitter, L. Ganglbauer, E Schauberger, H. Freude, R. Jeannel)
Schauberger, E. (1927): Revision.- Col.Centralbl. 2:121-134.
Magrini, P. & Degiovanni, A. (2013): Note sul genere Abax Bonelli, 1810, con descrizione di una nuova specie delle Dolomiti (Coleoptera, Carabidae) - Giornale Italiano di Entomologia, 13(58):271-282 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Magrini&degiovanni2013 Abax benellii.pdf"
11-25 mm große, meist tief schwarze Carabiden. Von Pterostichus durch das Fehlen von Porenpunkten im 3. Zwischenraum der Flügeldecken, von Molops durch oberseits unbehaarte Tarsen und erst vom 4. Glied an behaarte Fühler verschieden. Die ♂ haben verbreiterte Vordertarsen und sind meist glänzender als die ♀. Der Status einiger Arten und Unterarten wird von verschiedenen Autoren unterschiedlich betrachtet.
#1
schueppeli schueppeli Palliardi, 1825Fundmeldungen🗺Coleoweb schueppeli rendschmidtii (Germar), 1839🗺ColeowebDer Flügeldeckenbasalrand ist unvollständig oder fehlt fast ganz. (Untergattung Abacopercus Ganglbauer 1892). Flügeldecken mit abwechselnd breiteren, schwach erhöhten, und schmaleren, etwas tiefer liegenden Zwischenräumen, Punktreihen breit bis sehr fein. 7. Zwischenraum fast über die gesamte Länge gekielt [Abb. 1]. Größte Art, 18-25 mm. D: Vom Balkan, den Karpaten, über die Slowakei bis Südschlesien und Mähren verbreitet. In Mitteleuropa nur eine Form mit schlankeren, gestreckteren Flügeldecken und schmäleren, weniger erhöhten abwechselnden Intervallen [Abb. 2].
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Flügeldeckenbasalrand überall scharf. Flügeldeckenzwischenräume mit Ausnahme des meist kielförmigen 7. etwa gleich breit und gewölbt,
#2
→ 37. Flügeldeckenzwischenraum an der Schulter nicht kielförmig erhaben. (Untergattung Pterostichoabax Schauberger 1927).
→ 4-7. Flügeldeckenzwischenraum wenigstens an der Schulter etwas kielförmig erhaben. Beine immer schwarz. Basal- und Seitenrand der Flügeldecken bilden an der Schulter einen Winkel, meist sogar ein überstehendes Zähnchen (Untergattung Abax s.str.).
#3
beckenhauptii (Duftschmid, 1812)Fundmeldungen🗺Coleoweb8. Zwischenraum der Flügeldecken in der Mitte mindestens halb so breit wie der 7.. Etwas größer, weniger schlank und flacher. Der Flügeldeckenbasalrand biegt im Bogen in den Flügeldeckenseitenrand um, ohne Schulterwinkel oder -zähnchen. Beine meistens rötlich. 13-17 mm [Abb. 3]. D: Montan bis alpin in den Südostalpen, Jugoslawien, Norditalien. In Mitteleuropa die Nominatrasse, nur in Kärnten (Karawanken) und Steiermark.
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Abb. 3
ecchelii Bertolini, 1887🗺Coleoweb-8. Zwischenraum der Flügeldecken in der Mitte schmal, kielförmig, höchstens halb so breit wie der 7.. Etwas kleiner, schlanker und gewölbter. D: Italien: Lessinische und Venetianische Alpen.
#4
→ 5Basaleindrücke des Halsschildes glatt, unpunktiert, meist auch die Flügeldeckenstreifen ohne Punkte.
→ 4a-Basaleindrücke des Halsschildes zu einer breiten Grube zusammengeflossen, diese im Grunde gerunzelt oder grob und scharf punktiert. Die Flügeldeckenstreifen ebenfalls deutlich punktiert, die Zwischenräume beim ♂ stärker, beim ♀ schwächer gewölbt. Aedoeagus [Abb. 4]. 13-18 mm. Waldbewohner tiefer Gebirgslagen und des Vorlandes. carinatus
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Abb. 4
#4a
carinatus carinatus (Duftschmid, 1812)Fundmeldungen🗺ColeowebZwischenräume der Flügeldeckenstreifen flach [Abb. 5]. D: Östlich verbreitet, nach Müller im Karst von Krain und Triest, Nordistrien, Fiume. Östliches Mitteleuropa: Slovakei, Tschechien, Ostbayern.
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Abb. 5
carinatus carinatus (Duftschmid, 1812)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Streifen der Flügeldecken stärker punktiert und die inneren Zwischenräume ± rippenförmig. D: Südliches und westliches Mitteleuropa, nördlich bis Südholland. (=carinatus porcatus (Duftschmid, 1812))
carinatus carinatus (Duftschmid, 1812)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Eine viel größere und gestrecktere Form dieser Art mit feineren Punktstreifen und flacheren Zwischenräumen der Flügeldecken, kommt im Banat vor. Übergänge zur ssp. latus Dejean 1828, welche Rasse Müller falsch deutet, sollen in Slowenien (im Gebiet von Laibach) vorkommen, dringen aber nicht bis Mitteleuropa vor. (=carinatus latus Dejean, 1828)
carinatus sulcatus Fiori, 1899🗺Coleoweb-Eine größere Form mit zum Teil kielförmigen Zwischenräumen neben der Naht in Venetien. Die Frage der Subspecies bei dieser und anderen Arten der Gattung Abax ist noch ungeklärt; je nach Bearbeiter werden bestimmte Formen als ssp. bewertet oder nicht.
#5
→ 6Klauenglieder der Tarsen unten mit Haarborsten
→ 9-Klauenglieder der Tarsen unten ohne Haarborsten
#6
oblongus (Dejean, 1831)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild zur Basis stark verengt, herzförmig, an der Basis kaum breiter als am Vorderrand. Körper schlank und flach [Abb. 6]. Schulterzahn klein und stumpf. Seitenrandkehle der Flügeldecken hinter der Schulter schmal und der Seitenrand erst hinter der Mitte schwach aufgebogen. 16-17 mm. D: Endemisch in den Tessiner und Bergamasker Alpen.
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Abb. 6
-Halschild an der Basis viel breiter als am Vorderrand, quer viereckig. Körper breiter, robuster. Schulterzahn spitz und stark vorspringend. Die Seitenrandkehle der Flügeldecken bereits unmittelbar hinter der Schulter breit und der Seitenrand stark aufgebogen. ...7
#7
→ 8Größere Arten, 18-21 mm.
→ 7a-Kleiner, 12-17 mm. Halsschild jederseits mit 2 weniger lang und scharf ausgeprägten Basaleindrücken, dessen innerer vorn meist deutlich länger ist als der äußere, der Seitenrand an den Vorderecken ± deutlich abgeflacht. Größte Halsschildbreite vor der Mitte. Penisspitze am Ende gleichmäßig breit abgerundet, der Unterrand mit einem kräftigen, spitzen Zahn.
#7a
pilleri Csiki, 1916Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild in der Mitte am breitesten, nach hinten gleichmäßig gerundet verengt [Abb. 7]. Penisspitze kurz und breit [Abb. 8], seitlich betrachtet gerade. D: In den Dolomiten, Lessinischen und Judicarischen Alpen.
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Abb. 7
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Abb. 8
→ 7b-Halsschild vor der Mitte oder im vorderen Drittel am breitesten.
#7b
exaratus (Dejean, 1828)🗺ColeowebDie Seiten des Halsschilds vor den Hinterecken schwach ausgeschweift, schmäler, zur Basis stärker verengt,. Penisspitze lang [Abb. 9], in der Seitenansicht gebogen. D: Montan in Nordwestitalien, Schweiz: Walliser Alpen. Nominatform.
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Abb. 9
baenningeri Schauberger, 1927Fundmeldungen🗺Coleoweb-Die Seiten des Halsschilds vor den Hinterwinkeln fast parallelseitig [Abb. 10], Penisspitze lang und in Seitenansicht gerade [Abb. 11] [Abb. 12]. D: Bergamasker Alpen, Tessin.
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#8
parallelepipedus (Piller & Mitterpacher, 1783)Fundmeldungen🗺Coleoweb parallelepipedus lombardus Fiori, 1896🗺Coleoweb parallelepipedus contractus Heer, 1841Fundmeldungen🗺ColeowebKörper breit [Abb. 13], Halsschildseitenrand wulstig verdickt. Flügeldecken an der Basis nur wenig breiter als der Halsschild; zur Spitze nur flach abwärts gebogen, Furchen fein, hinten nicht deutlich vertieft, Intervalle ziemlich flach. Halsschild in der Mitte am breitesten, nach hinten wenig verengt [Abb. 14]; mit 2 langen, geraden Basaleindrücken, der äußere vorn kaum kürzer als der innere. Penis an der Spitze spatelförmig, die Unterseite ohne oder mit einer schwachen Andeutung eines Vorsprungs [Abb. 15]. B: Typischer Bewohner von Buchenwäldern, besonders in den Alpen. D: Europa, in Mitteleuropa mit Ausnahme des Nordens häufig. Anmerkung: Südlich der Alpen zahlreiche Unterarten. Darunter für das Tessin eine Form bei der der Apikalteil des Penis eine winklige Erweiterung aufweist: Halsschild nach hinten deutlich verengt, die größte Breite vor der Mitte [Abb. 16]. Aedoeagus wie bei der Stammform. D: Italien, Frankreich.
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
fiorii Jakobson, 1907🗺Coleoweb-Dem vorigen ähnlich, aber von schlankerem, mehr parallelseitigem Körperbau; die Flügeldecken länger. Apikalteil des Penis am unteren Ende mit einem sehr starken zahnförmigen Vorsprung. D: Schweiz: Tessin.
#9
→ 10Die Punktreihe im 8. Streifen der Flügeldecken ist in der Mitte breit unterbrochen. Spanien, Pyrenäen.
→ 11-Punktreihe im 8. Streifen nicht breit unterbrochen, sondern die Punkte in der Mitte gleichmäßig oder weitläufiger gestellt als vorne und hinten.
#10
pyrenaeus Dejean, 1828🗺Coleoweb♂ ohne Eindruck auf dem Analsternit. 16-20 mm. D: Pyrenäen und Nordostspanien.
sexualis Faimaire, 1881🗺Coleoweb-♂ mit deutlichem Eindruck auf dem Analsternit. D: Spanien, Katalonien.
#11
continuus Baudi, 1876🗺Coleoweb continuus wuesthoffi Schauberger, 1925🗺ColeowebDie Punkte im 8. Streifen der Flügeldecken sind auch in der Mitte gleichmäßig dicht nebeneinander gestellt. Größere, gestreckte Art mit breiterem Kopf und kräftig vorspringendem Schulterzahn. ♂ oberseits glänzend schwarz, ♀ mit matten Flügeldecken. 16-19 mm. D: Norditalien: Piemont. Anmerkung: Etwas kürzer und breiter ist eine ssp. die nach Norden das Tessin erreicht. ssp.
→ 12-Die Punkte im 8. Streifen der Flügeldecken sind in der Mitte viel weitläufiger gestellt als vorne und hinten. Kleinere, kürzer gebaute Arten mit kleinerem Kopf und nicht oder kaum vorspringendem Schulterzahn. Beide Geschlechter oberseits glänzend.
#12
parallelus (Duftschmid, 1812)Fundmeldungen🗺ColeowebLänglichoval [Abb. 17]. Halsschild zur Basis deutlich verengt, diese deutlich schmaler als die Flügeldeckenbasis. Beide Geschlechter glänzend schwarz. 13-17 mm. D: Von England und Nordostfrankreich über Mitteleuropa ohne den Nordosten bis zur Ukraine verbreitet. Im südlichen Mitteleuropa meist häufig in Gebirgswäldern.
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Abb. 17
ovalis (Duftschmid, 1812)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kurzoval [Abb. 18]. Halsschild nach vorn stark, zur Basis kaum verengt, diese nur geringfügig schmaler als die Flügeldeckenbasis. Beide Geschlechter glänzend schwarz. Aedoeagus [Abb. 19] [Abb. 20]. 11-15 mm. B: Waldbewohner, vorwiegend im Gebirge, aber auch in der Ebene. D: Von Frankreich über Mittel- und Südosteuropa bis zur Ukraine verbreitet. In Mitteleuropa mit Ausnahme von Nordostdeutschland überall, meist nicht selten.
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
Enthaltene Taxabaenningeri beckenhauptii carinatus continuus ecchelii exaratus fiorii oblongus ovalis parallelepipedus parallelus pilleri pyrenaeus schueppeli sexualis
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 01.07.2026 - 12:51:07
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