Ordnung C O L E O P T E R A

BiotaArthropodaHexapodaInsecta
Von Arved Lompe
Wer sich eine Weile intensiver mit Käfern beschäftigt hat, braucht normalerweise keine Bestimmungstabelle der Familien mehr. Die Tabellen sind daher nach rein praktischen Gesichtspunkten und zumeist sekundären Merkmalen aufgebaut. Sie repräsentieren nicht die vermutete Verwandschaft der Arten. In den klassischen Familiengruppen (z.B. Heteromera, Phytophaga) sind daher auch solche Familien aufgeführt, die dort natürlicherweise nicht hingehören.
Die Tabelle folgt weitgehend den traditionellen Trennungsgängen - im deutschen Sprachraum Ganglbauer, Reitter und zuletzt Freude-Harde-Lohse Band I - ist aber in vielen Punkten angepaßt um in erster Linie solche Ausnahmen zu berücksichtigen, die dem Nichteingeweihten manche Bestimmung unnötig erschweren würde. Sie umfaßt nur die in Europa vorkommenden Familien. - Der Begriff "Tarsenschema" beschreibt die Anzahl der Tarsenglieder an den Vorder-, Mittel- und Hinterbeinen (in dieser Reihenfolge). Dieses Merkmal ist in der Regel gut zu beurteilen, erfordert aber manchmal - besonders bei kleinen Formen - eine sehr sorgfältige, mitunter sogar mikroskopische Untersuchung am eingebetteten Präparat. - Deutsche Namen wurden nur verwendet, wenn sie im normalen Sprachgebrauch eingebürgert sind, z.B. Maikäfer, Schröter. Kunstnamen wie 'Sechspunktiger Scheibenläufer' oder ähnlich, die in den letzten Jahren Mode geworden sind, werden hier genausowenig verwendet wie sogenannte EDV-Schlüsselzahlen.
#1
AdephagaDie ersten drei Hinterleibssternite sind miteinander verwachsen, ihre Trennungsnähte sind meist nur schwach, manchmal aber deutlich angedeutet; die Hinterhüften durchsetzen das erste Sternit in der Mitte vollständig und ragen über dessen Hinterrand hinaus [Abb. 1]; letzteres ist meist nur als ein mehr oder weniger umfangreiches Rudiment an den Seiten des Körpers erkennbar, bei den sehr seltenen Rhysodidae, auch als kleines Dreieck zwischen den Hüften [Abb. 2]. Die Flügel, wenn verhanden, sind nach dem Adephagentyp [Abb. 3] gebaut, der sich durch das Vorhandensein mindestens einiger Queradern auszeichnet, welche die Längsadern hie und da im rechten Winkel verbinden und somit Zellen bilden. Alle Tarsen sind bis auf wenige Ausnahmen 5-gliedrig. Hierher die großen Familien der Laufkäfer [Abb. 4] [Abb. 5] [Abb. 6] und Schwimmkäfer [Abb. 7]. Hierher gehören auch die Haliplidae, > 2 mm große Wasserbewohner, bei denen die Hinterhüften als große Platten ausgebildet sind, die die ersten Abdominalsternite verdecken [Abb. 8] [Abb. 9] und somit die Beurteilung der oben angegebenen Merkmale erschweren.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
→ 2-Des erste Hinterleibssternit wird nicht vollständig von den Hinterhüften durchsetzt, der Hinterrand desselben ist hinter den Hüften erkennbar [Abb. 10]; oder er ist von den Hinterhüften durchsetzt, dann sind aber die drei ersten Sternite nicht verwachsen. Die Flügel sind, wenn vorhanden, nach dem Staphyliniden- oder Cantharidentyp gebaut [Abb. 11]. Beim Staphylinidentyp sind nur ausgesprochene Längsadern vorhanden. Beim Cantharidentyp ist die Medialader gegabelt; die ziemlich in der Mitte der Flügel gelegene Medialader ist doppelt, ihre Äste verbinden sich weit vor dem Außenrande miteinander und laufen von da zum Außenrand als einfache Ader aus. Hierher gehören auch die Clambidae, ca. 1 mm große Käferchen, bei denen die Hinterhüften als große Platten ausgebildet sind [Abb. 12], so daß die angegeben Merkmale nicht ohne weiteres zu sehen sind. Polyphaga
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#2
Larvenförmige Imagines; weder Flügeldecken noch Flügel sind vorhanden, auch keine Andeutungen davon [Abb. 13]. Zum Teil in anderen Insekten parasitierend. Diese Tiere sind nur für Fachleute als Käfer zu erkennen und hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt (nur ♀). ...3
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Abb. 13
→ 7-Nicht larvenförmig oder wenigstens mit angedeuteten Flügeldecken
#3
StylopidaeParasitisch zwischen den Hinterleibsringen anderer Insekten, ohne Beine (♀ ♀ ) [Abb. 14]. Die Stylopidae werden heute als Familie der Ordnung Strepsiptera betrachtet. Die Stylopidae standen im Freude-Harde-Lohse nur noch aus historischen Gründen. Auf der Website >>>https://www.wildbienen.de/wbi-p611.htm finden Sie weitere Informationen über diese interessanten Insekten.
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Abb. 14
→ 4-Freilebend, mit Beinen
#4
Thylodrias Motschulsky, 1839🗺ColeowebAuf dem Scheitel befindet sich ein Punktauge (Ocellus) [Abb. 15]. Fühler 9-gliedrig. Um 5 mm. In Häusern, Insektensammlungen und ähnlichen Lebensräumen. (♀) Dermestidae, Gattung
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Abb. 15
→ 5-Ohne Ocellus [Abb. 16]. Fühler 11-gliedrig. 4-11 mm. Im Freien, räuberisch.
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Abb. 16
#5
Ripiphoridae Gemminger, 1870🗺ColeowebHintertarsen 4-gliedrig. Kopf breit und rundlich, nicht vom Halsschild überdeckt. Augen sehr klein. Halsschild trapezförmig. Ca. 5 mm. (=Rhipiphoridae)
→ 6-Hintertarsen 5-gliedrig. Kopf frei oder vom Halsschild überdeckt. Halsschild quer oder nach vorne ausgezogen, nicht trapezförmig.
#6
Drilidae Blanchard, 1845🗺ColeowebKopf frei, nicht vom Halsschild überdeckt. Fühler vor den Augen unter dem Seitenrand der Stirn eingelenkt. Beine dick und plump, Trochanteren groß. 4. Tarsenglied mit ungeteiltem Lappen. Körper kurz braun behaart [Abb. 17]. Ca. 10-15 mm. Im Freiland an feuchten Stellen, Larvenentwicklung in Schnecken. (♀)
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Abb. 17
Lampyridae Latreille, 1817🗺Coleoweb-Kopf unter dem Halsschild verborgen. Fühler am Vorderrand der Stirn eingelenkt. Beine schlanker mit kleinen Trochanteren. Körper nicht behaart, Abdomen mit Leuchtorgan an der Unterseite. 4. Tarsenglied mit geteiltem Lappen. 8-20 mm. (♀)
#7
StylopidaeKlein, etwa 3 mm, fliegenartig; die Vorderflügel (= Flügeldecken der Käfer) sind zu schwingkolbenartigen Läppchen reduziert (die also im Gegensatz zu den Fliegen vor den Hautflügeln stehen). Die Flügel verhältnismäßig groß mit wenigen Längsadern. [Abb. 18] (♂♂). Die Stylopidae werden heute als Familie der Ordnung Strepsiptera betrachtet.
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Abb. 18
→ 8-Nicht fliegenförmig, Flügeldecken nicht schwingkölbchenartig.
#8
Lamellicornia3 -7 Endglieder der Fühler blatt- oder lamellenartig verbreitert [Abb. 19] [Abb. 20]. Meist größere Tiere über 2,5 mm. Hierher so bekannte Arten wie Mai- und Junikäfer [Abb. 21], Mistkäfer [Abb. 22], Rosenkäfer [Abb. 23], Hirschkäfer [Abb. 24], Schröter [Abb. 25] [Abb. 26] u.a.. Familiengruppe
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
Phloeotribus Latreille, 1797🗺Coleoweb-Nur 1,8-2,5 mm groß, kurz, zylindrisch. Fühler mit langem Schaft und 3-gliedriger, fächerförmig geblätterter Keule [Abb. 27]. >>>Scolytidae Gattung
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Abb. 27
→ 9-Fühlerbildung anders, manchmal aber mit langen Fortsätzen an den Fühlergliedern [Abb. 28], diese dann aber nicht quer blattartig verbreitert oder die Tarsenformel anders als 5-5-5.
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Abb. 28
#9
→ 13Flügeldecken stark oder etwas verkürzt; zumindest ein Teil des vorletzten Tergits bleibt unbedeckt [Abb. 29] [Abb. 30]. (Vorsicht: oft ragt bei aufgequollenen oder präparierten Tieren das Abdomen etwas unter den Flügeldecken vor, letztere scheinen aber nicht verkürzt. Solche Fälle sind hier nicht gemeint.)
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Abb. 29
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Abb. 30
→ 10-Flügeldecken nicht verkürzt, bedecken den ganzen Hinterleib. Manchmal ist das letzte Tergit (Pygidium) nicht ganz bedeckt oder ganz frei, dann reichen aber die Flügeldecken bis zu seinem vorderen Rand.
#10
HeteromeraTarsenschema 5-5-4. Hierher die Familiengruppe der Heteromera sowie andere Familien, in denen Arten mit der Tarsenformel 5-5-4, oft nur bei einem der Geschlechter, vorkommen.
→ 11-Tarsenschema anders.
#11
Anoplus Germar, 1820🗺ColeowebAlle Tarsen ohne Klauenglieder, enden mit dem gelappten 3. Glied. Kopf rüsselförmig verlängert [Abb. 31]. Curculionidae, Gattung
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Abb. 31
→ 11a-Tarsen mit Klauengliedern.
#11a
→ 11bAlle Tarsen 4-gliedrig, das 3. Glied breit 2-lappig. Bei hoher Vergrößerung (40-100fach) erkennt man aber an der Basis des Klauengliedes oft ein winziges abgeteiltes Glied, das zwischen den Seitenlappen des 3. Gliedes verborgen ist. [Abb. 32]. Hierher die Phytophaga und andere mit der Tarsenformel 4-4-4 und breit zweilappigem 3. Glied.
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Abb. 32
Ptilodactylidae Laporte, 1836🗺Coleoweb-Tarsen pseudotetramer, das 4. Glied sehr klein und im 3. versteckt und dieses vom 2. überdeckt. [Abb. 33]. Fühler gekämmt (♂ [Abb. 34]) oder gesägt (♀ [Abb. 35]).
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Abb. 33
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Abb. 34
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Abb. 35
→ 12-Tarsen anders gebildet.
#11b
RhynchophoraKopf mit deutlichem Rüssel, dieser rund oder auch breit, spatel- bis plattenförmig [Abb. 36] [Abb. 37] [Abb. 38] [Abb. 39]. Siehe
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Abb. 36
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Abb. 37
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Abb. 38
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Abb. 39
Phytophaga-Ohne Rüssel oder plattenartig verbreitertem Vorderkopf [Abb. 40] [Abb. 41].
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Abb. 40
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Abb. 41
#12
Tarsen-5-5-5Tarsenschema deutlich 5-5-5. Bei kleinen Tieren ist das Zählen der Tarsenglieder mitunter schwierig und eine hohe Vergrößerung (40-100-fach) erforderlich. Im Zweifelsfalle verfolge man beide Alternativen.
→ 32-Tarsenschema niedriger als 5-5-5
#13
→ 14Flügeldecken lassen mindestens 4 Hinterleibssegmente unbedeckt [Abb. 30].
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Abb. 30
→ 21-Flügeldecken lassen höchstens 3 Hinterleibssegmente unbedeckt [Abb. 29].
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Abb. 29
#14
Platypsyllus Ritsema, 1869🗺ColeowebFühler auf 3 Glieder reduziert. Abgeplattet, augenlos. Auf Bibern lebend. [Abb. 42] [Abb. 43] Leptinidae, Gattung
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Abb. 42
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Abb. 43
→ 15-Fühler normal, mindestens 9-gliedrig. Fast stets mit Augen.
#15
Cerambycidae Latreille, 1802🗺ColeowebAugen ± nierenförmig um die Fühlerwurzeln gebogen. Kopf mit nach unten geneigten Mundwerkzeugen. Die Flügel ragen in Ruhestellung lang unter den verkürzten Flügeldecken vor und überdecken die Hinterleibstergite ± vollständig [Abb. 44] (Necydalini und Molorchini)
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Abb. 44
→ 16-Augen nicht um die Fühlerwurzeln gebogen. Kopf mit gerade vorgestreckten Mundwerkzeugen. Flügel in Ruhelage unter den Flügeldecken zusammengefaltet verborgen. (Vorsicht: es kommt vor, daß Tiere beim Abtöten die Flügel vorstrecken und nicht mehr zusammenlegen können.)
#16
Pselaphinae Latreille, 1802🗺ColeowebHinterleib nicht biegsam, kurz und hochgewölbt, meist viel breiter als der Halsschild [Abb. 45]. Tarsen 3gliedrig [Abb. 46]. Endglieder der Fühler und Palpen oft stark vergrößert oder mit Auszeichnungen [Abb. 47]. Kleine Tiere unter 3 mm. Familie Staphylinidae, Unterfamilie
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Abb. 45
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Abb. 46
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Abb. 47
→ 17-Hinterleib beweglich oder weich, meist langgestreckt. Tiere von 1,5-50 mm.
#17
Lampyridae Latreille, 1817🗺ColeowebKopf unter dem nach vorn flach halbkreisförmig erweiterten Halsschild verborgen [Abb. 48]. Augen auffallend groß. Mit Leuchtorgan auf der Unterseite des Abdomens.
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Abb. 48
→ 18-Anders, Kopf nicht unter dem Halsschild verborgen
#18
→ 19Tarsenschema 5-5-4
→ 20-Tarsenschema anders
#19
Ripiphoridae Gemminger, 1870🗺ColeowebHalsschildbasis so breit wie die Flügeldeckenbasis. Fühler gleichmäßig gesägt (♀ ) oder gekämmt (♂ ). [Abb. 49]. (=Rhipiphoridae)
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Abb. 49
Meloidae Gyllenhal, 1810🗺Coleoweb-Halsschildbasis schmaler als die Flügeldeckenbasis [Abb. 50]. Fühler einfach, in der Mitte verdickt oder völlig unregelmäßig [Abb. 51].
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Abb. 50
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Abb. 51
#20
Silphidae Latreille, 1807🗺ColeowebGroße Käfer von 13 mm und darüber, von normaler Gestalt, einfarbig schwarz oder Flügeldecken mit 2 roten Querbinden oder roten Epipleuren [Abb. 29]. Fühler mit knopfartig abgesetzter, 4gliedriger Keule oder 5-6 mäßig vergrößerten, ± gestielten Endgliedern, deren letzte 3 gelb gefärbt sind. Basalglied der Fühler ± schaftförmig verlängert. (Necrophorus und Necrodes)
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Abb. 29
Staphylinidae Latreille, 1802🗺Coleoweb-Flügeldecken nicht klaffend. Meist kleine, sehr langgestreckte Käfer, nur ausnahmsweise mit schaftförmigem 1. Fühlerglied, dann aber sehr schlank und viel kleiner. [Abb. 30].
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Abb. 30
Omalisidae Lacordaire, 1857🗺Coleoweb-Flügeldecken an der Naht klaffend, nach außen über den Rand der Hinterbrust herabgebogen, am Ende zugespitzt und netzartig skulptiert. Kopf quer, Fühler kurz. Unterflügel von den Flügeldecken nicht ganz bedeckt. (♀♀)
#21
Pselaphinae Latreille, 1802🗺Coleoweb1. sichtbares Hinterleibstergit sehr groß, die beiden anderen klein. Fühler nur 6gliedrig, das Endglied verdickt, zylindrisch, vorn abgestutzt. Flügeldecken mit Haarbüscheln im Bereich der hinteren Außenwinkel. Bei Ameisen lebend. [Abb. 52]. (Clavigerini)
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Abb. 52
→ 22-Merkmale nicht zutreffend.
#22
Limnebius Leach, 1815🗺ColeowebKiefertaster länger als die Fühler; kleine, dunkel gefärbte Wasserbewohner [Abb. 53]. Hydrophilidae, Hydraeninae; ♂ von
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Abb. 53
→ 23-Fühler länger als die Kiefertaster, Landbewohner
#23
→ 24Fühler mit kurzer, knopfartiger Keule aus höchstens 4 Gliedern [Abb. 54] [Abb. 55].
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Abb. 54
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Abb. 55
→ 26-Fühler ohne solche knopfartige Keule
#24
Nicrophorus F., 1775🗺ColeowebDie knopfartige Keule besteht aus 4 gut abgesetzten Gliedern [Abb. 29]. Fam. Silphidae, Gattung (=Necrophorus F.)
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Abb. 29
Monotomidae Laporte, 1840🗺Coleoweb-Die Keule besteht aus nur einem Glied, an dessen Spitze die Reste der letzten Gliederals Ringelung erkennbar sind. Körper lang, parallelseitig [Abb. 56].
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Abb. 56
→ 25-Die knopfartige Keule besteht aus 3 (selten 2) Gliedern, das Endglied zuweilen geringelt [Abb. 54] [Abb. 55]
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Abb. 54
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Abb. 55
#25
Histeridae Gyllenhal, 1808🗺ColeowebFühler ± deutlich gekniet, mit schaftförmig verlängertem Basalglied. Die Vorderschienen mit einer +/- ausgeprägten Furche zum Einlegen der Tarsen. Kleine und große Arten von 1-14 mm. [Abb. 57].
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Abb. 57
Nitidulidae Latreille, 1802🗺Coleoweb-Fühler nicht gekniet, ohne auffallend langes Basalglied. Vorderschienen ohne Tarsenfurche. Kleine Arten bis 3 mm. [Abb. 58]. Hier im Sinne Reitters, FHL u.a.; die Familie ist heute neu geordnet. Näheres siehe dort.
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Abb. 58
#26
Staphylinidae Latreille, 1802🗺ColeowebAuf dem Scheitel befinden sich 2 augenartige glatte Knöpfe (früher als Ocellen angesehen) [Abb. 59] [Abb. 60]. (Omaliinae).
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Abb. 59
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Abb. 60
→ 27-Ohne solche glatte Knöpfe auf dem Scheitel
#27
→ 28Körper kurz, hochgewölbt.
→ 29-Körper ± länglich flach oder lang zylindrisch und hochgewölbt
#28
→ 28aKörper beschuppt oder behaart, matt; etwas eiförmig mit großem, steil stehendem Pygidium. Kopf klein, oft mit stark nierenförmigen Augen. [Abb. 61].
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Abb. 61
Scaphidiinae Latreille, 1807🗺Coleoweb-Körper glatt und glänzend. [Abb. 62]. Familie Staphylinidae, Unterfamilie Früher eigene Familie, heute als Unterfamilie der Staphylinidae betrachtet.
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Abb. 62
#28a
BruchidaeFlügeldecken mit Längsstreifen, Schildchen deutlich sichtbar.
Urodontidae-Flügeldecken, abgesehen von einem zuweilen erkennbaren Sutural- und Marginalstreifen ohne Längsstreifung. Schildchen nicht erkennbar Familie
#29
Lymexylidae Fleming, 1821🗺ColeowebKörper auffallend langgestreckt, zylindrisch [Abb. 63] [Abb. 64]. Tarsen so lang wie die Schienen, gleichmäßig dünn und rund. ♂ mit stark erweiterten, fächerförmigen Kiefertastern [Abb. 65]. (=Lymexylonidae)
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Abb. 63
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Abb. 64
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Abb. 65
→ 30-Körper abgeflacht. Tarsen kürzer als die Schienen.
#30
Necrodes Leach, 1815🗺ColeowebKräftige Käfer von 15 mm Größe und mehr. Kopf hinter den Augen halsartig abgeschnürt. Schwarz bis braunschwarz [Abb. 66]. Familie Silphidae, Gattung
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Abb. 66
→ 31-Zarte, weiche Käfer. Kopf nicht so stark abgeschnürt, Käfer meist bunt oder schlank.
#31
Cantharidae🗺ColeowebOberlippe nicht sichtbar, Fühler entspringen dicht neben den Augen [Abb. 67] [Abb. 68]. Flügeldecken selten mit Punktreihen.
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Abb. 67
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Abb. 68
Malachiidae Fleming, 1821🗺Coleoweb-Oberlippe stets deutlich sichtbar. Fühler entspringen ein gutes Stück innerseits der Augen [Abb. 69] [Abb. 70]
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Abb. 69
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Abb. 70
#32
Heteromera Stilbus Seidlitz, 1872🗺ColeowebTarsenschema 5-5-4. Siehe Bei kleinen, fast halbkugeligen glänzenden Tieren [Abb. 71] siehe Phalacridae, Gattung
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Abb. 71
Troglops Erichson, 1840🗺Coleoweb-Tarsenschema 4-5-5, Vordertarsen [Abb. 72]. Familie Malachiidae, ♂ [Abb. 73] der Gattung
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Abb. 72
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Abb. 73
→ 33-Tarsenschema oder Habitus anders
#33
→ 34Tarsenschema 5-4-4.
→ 35-Tarsenschema anders.
#34
Cymbiodyta Bedel, 1881🗺ColeowebFühler kürzer als die Kiefertaster [Abb. 74], Mitteltarsen [Abb. 75]. Familie Hydrophilidae, Gattung
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Abb. 74
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Abb. 75
→ 34a-Fühler bedeutend länger als die Kiefertaster [Abb. 76].
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Abb. 76
#34a
Anisotoma Panzer, 1797🗺ColeowebDie Fühler bilden eine 5-gliedrige Keule, bei der das 2. Glied so klein wie das letzte Geißelglied ist [Abb. 77]. Familie Leiodidae, ♀ der Gattung
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Abb. 77
Phloiophilidae Kiesenwetter, 1863🗺Coleoweb-Fühler mit lockerer 3-gliedriger Keule [Abb. 78]. Halsschildseitenrand gekerbt. (Tarsen 5-gliedrig, aber an den Mittel- und Hintertarsen ist das 1. Glied so klein, daß es leicht übersehen werden kann.)
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Abb. 78
#35
Agaricophagus W. L. E. Schmidt, 1841🗺ColeowebTarsenschema 4-3-3, Mitteltarsen [Abb. 79] [Abb. 80]. Familie Leiodidae, Gattung
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Abb. 79
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Abb. 80
→ 36-Tarsenschema anders
#36
→ 37Tarsenschema 4-4-4
Mycetophagidae Leach, 1815🗺Coleoweb-Tarsenschema 3-4-4 Habitus [Abb. 81] (♂) der
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Abb. 81
→ 53-Tarsenschema 3-3-3. Hier sehr kleine Formen.
#37
Derodontidae LeConte, 1861🗺ColeowebKopf mit einem glatten Knopf jederseits neben den Komplexaugen (früher als Ocellus bezeichnet) [Abb. 82] [Abb. 83].
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Abb. 82
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Abb. 83
→ 38-Kopf ohne solche Knöpfe
#38
Clambidae Fischer von Waldheim, 1821🗺ColeowebDie Schenkeldecken der Hinterhüften sind als große Platten ausgebildet, unter die die Hinterbeine weitgehend eingezogen werden können [Abb. 12] [Abb. 84]. Käfer unter 2 mm, mit Kugelvermögen.
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Abb. 12
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Abb. 84
→ 39-Ohne solche Schenkeldecken
#39
→ 40Kopf unter dem Halsschild verborgen, selten bleibt ein schmaler Streifen desselben von oben sichtbar
→ 43-Kopf und wenigstens Teile der Augen von oben oder vorn sichtbar.
#40
Chaetophora Kirby & Spence, 1817🗺ColeowebFühler mit 2gliedriger Keule und 2 dicken Basalgliedern [Abb. 85] [Abb. 86]. Familie Byrrhidae, Gattung
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Abb. 85
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Abb. 86
→ 41-Fühler mit mehr als 2 größeren Endgliedern und höchstens 1 verdickten Basalglied
#41
Psoa Herbst, 1797🗺ColeowebÜber 5 mm, schlank [Abb. 87]. Familie Bostrichidae, Gattung
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Abb. 87
→ 42-Unter 3 mm, rundlich
#42
Georissus Latreille, 1809🗺ColeowebHalsschild bedeckt den Kopf vollständig. Die Vorderhüften bilden große quere Platten [Abb. 88] [Abb. 89]. Familie Hydrophilidae, Unterfamilie Hydrochinae, Gattung
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Abb. 88
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Abb. 89
Corylophidae LeConte, 1852🗺Coleoweb-Halsschild vorn leicht ausgeschnitten, so daß der Kopfrand von oben sichtbar ist [Abb. 90]. Vorderhüften anders gebildet.
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Abb. 90
#43
Heteroceridae MacLeay, 1825🗺ColeowebFühler kurz, mit gesägter, 7-gliedriger Keule. Vorder- und Mittelschienen verbreitert und bedornt [Abb. 91].
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Abb. 91
→ 44-Fühler anders
#44
→ 453. Tarsenglied im gelappten 2. versteckt [Abb. 92]
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Abb. 92
→ 46-3. Tarsenglied frei, das 2. nicht gelappt [Abb. 93]
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Abb. 93
#45
Coccinellidae Latreille, 1807🗺ColeowebEndglied der Kiefertaster beilförmig abgeflacht [Abb. 94]. Fühler kurz und fein [Abb. 95]. 1. Bauchsternit meist mit deutlichen Schenkellinien.
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Abb. 94
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Abb. 95
→ 45a-Endglied der Kiefertaster drehrund, eiförmig oder zugespitzt [Abb. 96]. Fühler kräftiger und länger. 1. Bauchsternit ohne Schenkellinien.
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Abb. 96
#45a
→ 45bSehr kleine (<2 mm), kurze, runde und hochgewölbte Käfer.
Endomychidae Leach, 1815🗺Coleoweb-Größere, meist gestreckte und weniger stark gewölbte Käfer [Abb. 97]., andernfalls Tarsen 3-gliedrig und Halsschildbasis in der Mitte gerandet. Schildchen meist sichtbar.
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Abb. 97
#45b
Alexiidae Imhoff, 1856🗺ColeowebTarsen deutlich 4-gliedrig [Abb. 98]. Schildchen nicht oder schlecht sichtbar, Halsschild ohne Auszeichnungen, die Basis ungerandet. Die Seitenlappen der Hinterbrust berühren vorn die breit umgeschlagenen Epipleuren der Flügeldecken. Die angrenzenden Episternen der Hinterbrust vorn zugespitzt, nach hinten erweitert.
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Abb. 98
Delphastus Casey, 1899🗺Coleoweb-Tarsen 3-gliedrig. Fühler 9-gliedrig mit keulenförmigem Endglied [Abb. 99]. Hierher zur Schädlingsbekämpfung importierte Coccinelliden mit spindelförmigem Endglied der Kiefertaster [Abb. 100]. Habitus [Abb. 101]. Familie Coccinellidae, Gattung
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Abb. 99
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Abb. 100
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Abb. 101
#46
Tetrabrachys Kapur, 1948🗺ColeowebEndglied der Kiefertaster stark dreieckig beilförmig [Abb. 94] [Abb. 102]. Familie Coccinellidae, Gattung (=Lithophilus Fröhlich)
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Abb. 94
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Abb. 102
→ 47-Endglied der Kiefertaster nicht beilförmig
#47
→ 48Vorderhüften klein, kugelig, Hinterhüften quer [Abb. 103].
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Abb. 103
→ 49-Vorderhüften größer, etwas oval oder quer
#48
Prostomidae C. G. Thomson, 1859🗺ColeowebKopf so breit oder breiter als der Halsschild; Kiefer stehen um Kopflänge +/- parallel nach vorn vor [Abb. 104].
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Abb. 104
→ 48a-Kopf schmaler als der Halsschild; Kiefer stehen nicht parallel vor [Abb. 105]. Colydiidae im Sinne der älteren Autoren.
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Abb. 105
#48a
Cerylonidae Billberg, 1820🗺ColeowebLetztes Glied der Kiefertaster nadelförmig, klein, viel dünner als das vorletzte. Fühlereinlenkung von oben sichtbar. Trochanteren lang. Clypealnaht fehlend. Habitus [Abb. 106] [Abb. 107].
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Abb. 106
murmidius_ovalis_hab.jpg
Abb. 107
Zopheridae Solier, 1834🗺Coleoweb-Lertztes Glied der Kiefertaster so groß oder größer als das vorletzte. Clypealnaht vorhanden. Hierher alle Gattungen die nach Ansicht der älteren Autoren zu den Colydiidae gehörten und inzwischen in andere Familien gestellt wurden.
#49
→ 50Hinterhüften breit getrennt [Abb. 108]
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Abb. 108
→ 51-Hinterhüften schmal getrennt [Abb. 109]
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Abb. 109
#50
CybocephalidaeKörper rundlich, mit Kugelvermögen. Stets unter 1,5 mm.
Endomychidae Leach, 1815🗺Coleoweb-Körper mäßig gewölbt, mit deutlicher Seitenrandkante. Nur Sphaerosoma unter 1,5 mm. Habitus [Abb. 110]
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Abb. 110
#51
Ciidae Leach, 1819🗺ColeowebKlauenglied der Tarsen lang, meist länger als die vorhergehenden Glieder zusammen [Abb. 93]. Körper ± zylindrisch [Abb. 111]. (=Cisidae)
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Abb. 93
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Abb. 111
→ 52-Klauenglied der Tarsen nicht auffallend länger als die anderen Tarsenglieder. Körper mehr oval oder abgeflacht.
#52
Leiodidae Fleming, 1821🗺ColeowebOberseite glatt, unbehaart [Abb. 112]. Hinterleib mit 6 sichtbaren Sterniten [Abb. 113]. Das 7. Fühlerglied oft größer als das 8.. (=Liodidae)
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Abb. 112
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Abb. 113
Mycetophagidae Leach, 1815🗺Coleoweb-Deutlich behaart. Hinterleib mit 5 sichtbaren Sterniten [Abb. 114]. Das 7. Fühlerglied nicht größer als das 8.. [Abb. 81] (♀ ♀ )
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Abb. 114
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Abb. 81
#53
Ptiliidae Erichson, 1845🗺ColeowebWinzige Käfer von höchstens 1,2 mm. Oval, flach gewölbt. Fühler haardünn mit lang bewimperten Mittelgliedern; Flügel federartig mit breitem Kiel und langen Wimpern (nicht immer vorgestreckt wie in der [Abb. 115]); [Abb. 116].
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Abb. 115
oligella_foveolata_hfl.jpg
Abb. 116
→ 54-Anders
#54
Sphaeriusidae Erichson, 1845🗺ColeowebNur 0,6-0,7 mm, hochgewölbt, kurz elliptisch [Abb. 117]. Abdomen mit nur 3 sichtbaren Sterniten. Vorderschenkel gezähnt. Vorderschienen verbreitert und vorn schräg ausgeschnitten [Abb. 118]. (=Microsporidae) Anmerkung: Die Tarsen werden als 3gliedrig angegeben, weil angeblich nur undeutliche Trennungsnähte vorhanden seien. Sie machen aber einen deutlich 5-gliedrigen Eindruck.
microsporus_acaroides_hab.jpg
Abb. 117
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Abb. 118
→ 55-Größer. Abdomen mit mehr als 3 sichtbaren Sterniten
#55
Zopheridae Solier, 1834🗺ColeowebOhne Augen [Abb. 119]. (Langelandia, Anommatus)
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Abb. 119
→ 56-Mit Augen
#56
→ 57Halsschild von den Flügeldecken deutlich abgesetzt. Fühler lang und dünn.
→ 59-Halsschild von den Flügeldecken wenig abgesetzt, an der Basis breit. Kontur mehr geschlossen, oval.
#57
Dasycerinae Reitter, 1887🗺ColeowebFühler vom 3. Glied haarförmig, fein und dünn; die beiden Basalglieder kugelförmig; die drei oder vier letzten Glieder knotenförmig; mit langen, sperrig abstehenden Wimperhaaren [Abb. 120]. Abdomen mit 6 freiliegenden Sterniten. Familie Staphylinidae, Unterfamilie
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Abb. 120
→ 58-Fühler normal, ohne sperrige Wimperhaare. Abdomen mit 5 freiliegenden Sterniten.
#58
Latridiidae Erichson, 1842🗺ColeowebVordere Hüfthöhlen hinten geschlossen, Trochanteren kurz. Fühler fast immer 11-gliederig und von oben sichtbar an den Vorderecken der Stirn eingefügt [Abb. 121].
stephostethus angusticollis_hab.jpg
Abb. 121
Merophysiinae Seidlitz, 1872🗺Coleoweb Holoparamecus Curtis, 1833🗺Coleoweb-Vordere Hüfthöhlen hinten offen, Trochanteren verlängert, Fühler meist mit weniger als 11 Gliedern und immer unter dem Seitenrand der Stirn eingefügt [Abb. 122]. In Mitteleuropa bisher nur Gattung
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Abb. 122
#59
Leiodidae Fleming, 1821🗺ColeowebVordere Hüfthöhlen hinten geschlossen. Hinterhüften schmal getrennt [Abb. 113].
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Abb. 113
→ 60-Vordere Hüfthöhlen hinten offen.
#60
Endomychidae Leach, 1815🗺ColeowebHochgewölbt, rund oder rundoval, Coccinelliden-ähnlich: Halsschild an der Basis so breit wie die Flügeldeckenbasis. Hinterhüften breit getrennt [Abb. 108]. (Mychophilus, Clemmus)
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Abb. 108
Merophysiinae Seidlitz, 1872🗺Coleoweb-Gestrecktere und flachere Arten, ein deutlicherer Einschnitt zwischen Halsschild und Flügeldecken [Abb. 123].
merophysia_oblonga_hab.jpg
Abb. 123
Enthaltene TaxaAdephagaAgaricophagusAlexiidaeAnisotomaAnoplusBruchidaeCantharidaeCerambycidaeCerylonidaeChaetophoraCiidaeClambidaeCoccinellidaeCorylophidaeCybocephalidaeCymbiodytaDasycerinaeDelphastusDerodontidaeDrilidaeEndomychidaeGeorissusHeteroceridaeHeteromeraHisteridaeHoloparamecusLamellicorniaLampyridaeLatridiidaeLeiodidaeLimnebiusLymexylidaeMalachiidaeMeloidaeMerophysiinaeMonotomidaeMycetophagidaeNecrodesNicrophorusNitidulidaeOmalisidaePhloeotribusPhloiophilidaePhytophagaPlatypsyllusProstomidaePselaphinaePsoaPtiliidaePtilodactylidaeRhynchophoraRipiphoridaeScaphidiinaeSilphidaeSphaeriusidaeStaphylinidaeStilbusStylopidae Tarsen-5-5-5TetrabrachysThylodriasTroglopsUrodontidaeZopheridae
Erstellt am: 05.08.2002 · Letzte Aktualisierung: 09.06.2026 - 00:12:22
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