Gattung Aleochara Grav.

ColeopteraStaphylinidaeAleocharinaeAleocharini
Von Arved Lompe (n. Z. Likovský, J. Vogel) }Literaturverzeichnis ⇒
Durch 5-gliedrige Kiefertaster und 4-gliedrige Lippentaster sowie die bedornten Außenkanten der Vorder- und Mittelschienen sehr ausgezeichnet. 1,5-9 mm lange, robuste Arten von gewöhnlich recht übereinstimmender Gestalt. Körper +/- spindelförmig, Halsschild breit und gewölbt, Flügeldecken kurz, so daß die Epimeren der Hinterbrust die Hinterecken der Flügeldecken weit überragen. Hintertarsen gestreckt, Glied 1 mindestens so lang wie Glied 2 und 3 zusammen. Oberseite mit Ausnahme weniger, nur an den Küsten vorkommender Arten, glänzend.
Soweit bekannt entwickeln sich die Larven halbparasitisch in Fliegenpuparien. Das ist vermutlich der Grund der für Staphyliniden ungewöhnlich starken individuellen Größenunterschiede. Die meisten Arten leben in tierischen und pflanzlichen Faulstoffen; mehrere Arten finden sich ausschließlich in Nestern unterirdisch lebender Säugetiere wie Dachs (Meles), Maulwurf (Talpa), Hamster (Cricetus), Ziesel (Spermophilus), Murmeltier (Marmota) und Wildkaninchen (Oryctolagus). Die Abtrennung von Rheochara, Emplenota und Polystomota als selbständige Gattungen wird von den Fachtaxonomen unterschiedlich gehandhabt; sie werden deshalb hier nochmals berücksichtigt.
#1
→ 2Seitenrand der Flügeldecken und der Hinterbrust stärker divergierend [Abb. 1].
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Abb. 1
→ 49-Seitenrand der Flügeldecken und der Hinterbrust weniger stark divergierend [Abb. 2] [Abb. 3]. Vorderkörper mit dichter Mikroskulptur, matt oder wenig glänzend [Abb. 4].
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
#2
→ 45Die glatte und unpunktierte Längsmitte des Halsschilds wird jederseits von einer Reihe größerer Punkte begrenzt [Abb. 5] [Abb. 6]. Untergattung Coprochara Mulsant, Rey, 1874.
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 4-Halsschild ohne Punktreihen, meistens gleichmäßig punktiert.
#4
Rheochara Mulsant & Rey, 1875🗺ColeowebHalsschild sehr schwach quer, höchstens um ein Fünftel breiter als lang; Kopf sehr groß, fast so breit wie der Halsschild [Abb. 7]; Augen klein. Beine auffallend lang [Abb. 8]. Körper rotbraun bis pechschwarz. Das 4. sichtbare Tergit leicht aber deutlich quer eingedrückt. Untergattung
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Abb. 7
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Abb. 8
→ 3-Halsschild deutlich quer, Kopf kleiner.
#3
Ceranota Stephens, 1839🗺Coleoweb1. bis 4. vollständiges Tergit an der Basis quer eingedrückt [Abb. 9]. Flügeldecken rotbraun, rot oder gelbrot. Beim ♂ und oftmals auch beim ♀ trägt das 1. vollständige Tergit einen Höcker. Untergattung
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Abb. 9
→ 5-Nur das 1. bis 3. vollständige Tergit an der Basis quer eingedrückt; wenn auf dem 4. vollständigen Tergit ein Basaleindruck angedeutet ist, ist er immer deutlich schwächer als die der vorhergehenden Tergite. Im Zweifelsfall sind zwischen der Punktur des Halsschilds auf der Scheibe jederseits zwei größere, aber wenig prononzierte Punkte.
#5
→ 6Mittelbrust ungekielt [Abb. 10]. Mittlere Fühlerglieder oft sehr breit, > 2 x so breit wie lang.
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Abb. 10
→ 13-Mittelbrust mit Längskiel [Abb. 11]. [Abb. 12] Fühler schmäler.
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Abb. 11
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Abb. 12
#6
→ 7Fühler dick, ihr 6. bis 10. Glied im Bereich der Pubeszenz mehr als 2,5 x so breit wie lang [Abb. 13].
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Abb. 13
→ 10-Fühler schlanker, ihr 6. bis 10. Glied dort höchstens 2,5 x so breit wie lang.
#7
→ 83. Fühlerglied länger als das 2.. Größere Arten von 3-9 mm. Untergattung Aleochara s.str..
→ 11-3. Fühlerglied so lang wie das 2.. Kleinere Arten von 2-4 mm. Untergattung Heterochara Mulsant, Rey, 1874.
#8
→ 9Flügeldecken wenig dicht rauh punktiert, die Punktzwischenräume größer als die Punktdurchmesser.
curtula (Goeze, 1777)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken sehr dicht rauh punktiert, die Zwischenräume so groß wie die Punktdurchmesser oder kleiner. Schwarz, goldgelb behaart, Flügeldecken rotbraun, an den Seiten schwärzlich; Fühler Basis, Taster, Beine und letzte Tergite braun [Abb. 14]. Spermatheka [Abb. 15]. 4-8 mm. B: Auf Äsern. D: Gemein. Die Beschreibung der Punktgröße und -dichte trifft nur pei punktförmiger Beleuchtung, wie sie ja meistens vorhanden ist, zu; bei flächiger Beleuchtung sind die Zwischenräume größer als die Punkte [Abb. 16].
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
#9
lata Grav., 1802🗺ColeowebFlügeldecken schwarz. Hinterleib dichter punktiert. Körper größer und breiter. Schwarz, schwarz behaart, Beine pechschwarz, Tarsen heller. 5-9 mm. B: Auf Aas selten und nur stellenweise, aber dann oft zahlreich. D: Aus manchen Gebieten noch nicht gemeldet.
laticornis Kraatz, 1856Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken rot, blutrot oder braunrot. Hinterleib spärlicher punktiert. Körper kleiner und schlanker. Schwarz, Flügeldecken höchstens am Schildchen bräunlich angedunkelt, Fühler braunrot, Beine und Hinterleibsspitze pechbraun. 3-7 mm. D: Südeuropa; in Mitteleuropa nur im Süden und der Mitte, in der Ebene noch nicht gefunden.
#10
haematoptera Kraatz, 1858🗺Coleoweb5. Fühlerglied deutlich breiter und kürzer als das 4. Glied, doppelt so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken rot bis gelbrot, an den Seiten und an der Basis schwärzlich [Abb. 17]; Fühlerbasis manchmal rotbraun, Beine pechbraun, Knie und Tarsen rötlich. Spermatheka [Abb. 18]. 2,5-6 mm. (Untergattung Xenochara) B: An sandigen Flußufern D: In der Mitte und im Süden häufig, in der Ebene sehr selten oder fehlend. (=crassicornis Lacordaire, 1835 nec Gyllenhal, 1827) (=haematodes ssp.ripicola Mulsant Rey, 1874)
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Abb. 17
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Abb. 18
brevipennis Grav., 1806Fundmeldungen🗺Coleoweb-5. Fühlerglied etwas länger und wenig breiter als Glied 4, etwa so breit wie lang [Abb. 19]. Schwarz, goldgelb behaart, Flügeldecken manchmal dunkelbraun, Fühlerbasis, Taster und Beine dunkel rotbraun [Abb. 20]. Aedoeagus [Abb. 21], Spermatheka [Abb. 22]. 3-6 mm. (Untergattung Euryodma Reitter, 1909). B: Hygrophile Art an Sumpfstellen und im Genist. B: Überall, aber nicht häufig. Kleine Stücke dieser Art wurden als var. curta Sahlberg, 1834 beschrieben.
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
#11
→ 12Halsschild deutlich schmäler als die Flügeldecken. Hinterrand der Flügeldecken neben den Hinterecken nicht ausgeschweift.
spissicornis Er., 1839🗺Coleoweb-Halsschild so breit wie die Flügeldecken. Hinterrand der Flügeldecken deutlich ausgeschweift. Dunkel pechbraun, Halsschild oft rotbraun, Flügeldecken hell rotbraun bis pechbraun, Hinterrand der Hinterleibstergite und Hinterleibsspitze heller, Fühlerbasis, Taster und Beine gelbrot. 2-3,5 mm. D: In Mitteleuropa an xerothermen Stellen nur vereinzelte reliktäre Fundorte im Osten und Süden.
#12
bellonata Krása, 1922🗺Coleoweb5. Fühlerglied nur wenig breiter als das 4., doppelt so breit wie lang. Schwarz, goldgelb behaart, Flügeldecken braungelb, um das Schildchen und an den Seiten breit angedunkelt, Fühlerbasis, Beine und Hinterleibsspitze braungelb. 2,5-3 mm. D: Im Donaugebiet sehr selten; Niederösterreich, Mähren, Slowakei, Südosteuropa. (=moczarskii Scheerpeltz, 1923)
clavicornis Redtenbacher, 1849🗺Coleoweb-5. Fühlerglied fast doppelt so breit wie das 4., dreimal so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken hell braunrot bis gelbrot, Halsschildseiten rötlich durchscheinend, Fühlerbasis, Taster, Beine und Hinterleibsspitze gelbrot. 2,5-4 mm. D: Mediterrane Art; in Mitteleuropa in Niederösterreich, Böhmen, Mähren und der Slowakei vereinzelt.
#13
→ 14Flügeldecken auffallend dicht, sehr rauh raspelig punktiert [Abb. 23], die Punktzwischenräume kaum so groß wie die Punktdurchmesser.
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Abb. 23
→ 16-Flügeldecken spärlicher punktiert [Abb. 24], die Zwischenräume größer als die Punktdurchmesser. Dieses Merkmal ist manchmal schwer zu beurteilen, weil die Art der Beleuchtung das Aussehen sehr stark beeinflußt; vergleichen!
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Abb. 24
#14
→ 15Halsschild deutlich feiner als die Flügeldecken punktiert. Untergattung Baryodma Thomson, 1858.
puberula Klug, 1833🗺Coleoweb-Halsschild fast so grob wie die Flügeldecken punktiert. Untergattung Xenochara Mulsant Rey, 1874. Pechbraun, Halsschild und Hinterrand der Tergite rotbraun, Flügeldecken gelbbraun, an den Seiten und um das Schildchen angedunkelt, Taster und Beine rotgelb. 3-4 mm. D: Kosmopolitische, in Europa sehr seltene Adventivart; vielfach synanthrop im südlichen und mittleren Mitteleuropa.
#15
intricata Mannerheim, 1831Fundmeldungen🗺ColeowebHintere Tergite deutlich gröber und spärlicher als die vorderen in der Basishälfte punktiert. Hinterleib nach hinten verengt [Abb. 25]. Schwarz, Flügeldecken neben der Naht jederseits mit einer dreieckigen braunroten Makel [Abb. 23], selten nur am Hinterrand rötlich, Fühlerbasis und Beine rotgelb, Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 26], Spermatheka [Abb. 27]. 3,5-5 mm. B: Koprophile Art. D: Früher häufig, heute mancherorts selten. Bei var. croatica Penecke, 1901 sind die Flügeldecken einfarbig schwarz.
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Abb. 25
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Abb. 23
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Abb. 26
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Abb. 27
milleri Kraatz, 1862🗺Coleoweb-Hinterleib gleichmäßig dicht und fein punktiert. Schwarz, Flügeldeckenhinterrand rotgelb, Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun, Tarsen heller. 3-5 mm. B: Koprophile Art. D: In Mitteleuropa im Südosten sehr selten, könnte auch im Westen gefunden werden, da aus Frankreich und den Niederlanden bekannt.
#16
→ 17Vordere Tergite sehr dicht punktiert [Abb. 28]. Flügeldeckenhinterrand neben den Hinterecken nicht ausgeschweift. Hinterleib fast parallel. Untergattung Isochara Bernhauer, 1901.
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Abb. 28
→ 18-Vordere Tergite spärlicher, niemals gedrängt punktiert. Hinterleib nach hinten wenigstens schwach verengt. Untergattung Polychara Mulsant Rey, 1874.
#17
tristis Grav., 1806Fundmeldungen🗺ColeowebHinterleib auf den vorderen Tergiten deutlich dichter als auf den hinteren punktiert. Schwarz, Flügeldecken hinten in der Nähe der Naht mit unregelmäßiger roter bis gelbroter Makel [Abb. 29]; diese kann manchmal einen größeren Teil der Flügeldecken einnehmen. Beine pechbraun, Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 30] [Abb. 31]. Spermatheka [Abb. 32]. 4,5-6 mm. B: Koprophile Art. D: Nicht häufig, im Norden nur noch selten.
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Abb. 29
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
moesta Grav., 1802🗺Coleoweb-Hinterleib auf den vorderen Tergiten so fein und dicht wie auf den hinteren punktiert. Schwarz, Flügeldecken rotgelb bis braungelb, an der Basis und um die Naht angedunkelt bis geschwärzt, an den Seiten braun; manchmal einfarbig. Fühlerbasis, Taster und Beine braunrot, Tarsen heller. 3-5 mm. B: Koprophile Art. D: In Mitteleuropa seltener als tristis, im Norden nur sehr selten oder fehlend.
#18
→ 19Flügeldecken bei ausgefärbten Stücken schwarz oder schwarzbraun, höchstens am Hinterrand heller durchscheinend.
→ 31-Flügeldecken anders gefärbt. Vorsicht! Bei beiden Gruppen kommen abweichend gefärbte Tiere vor!
#19
→ 20Hinterleib in den Querfurchen der vorderen Tergite fein punktiert oder glatt.
→ 26-Hinterleib in den Querfurchen der vorderen Tergite grob punktiert.
#20
→ 21Basis des 4. Gliedes der Kiefertaster verdickt [Abb. 33] [Abb. 34] [Abb. 35]. 4. und 5. Kiefertasterglied zusammen so lang wie 2/3 des 3. Gliedes oder länger.
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Abb. 33
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Abb. 34
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Abb. 35
→ 23-Basis des 4. Glied nicht verdickt [Abb. 36] [Abb. 37]. 4. und 5. Kiefertasterglied erscheinen bei getrockneten Tieren zusammen halb so lang wie Glied 3 oder kürzer. Die Längenangaben gelten für getrocknete Tiere, bei ihnen ist das 4. Glied etwas nach innen in die Spitze des 3. Gliedes hineingezogen [Abb. 37] und erscheint daher kürzer als bei frischen Tieren [Abb. 38].
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Abb. 36
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Abb. 37
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Abb. 37
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Abb. 38
#21
→ 223. Kiefertasterglied von der Basis an schwächer erweitert, etwa doppelt so lang wie am Ende breit [Abb. 34]. Penis [Abb. 39]; deutlich kürzer als die Parameren.
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Abb. 34
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Abb. 39
sparsa Heer, 1839Fundmeldungen🗺Coleoweb-3. Kiefertasterglied von der Basis an stark konisch erweitert, ca. 1,5 x wenig länger als am Ende breit [Abb. 33] [Abb. 35]. Penis fast so lang wie die Parameren, die Häkchen des Innensackes schwach gekrümmt [Abb. 40] [Abb. 41]; Aedoeagus [Abb. 42] [Abb. 43], Spermatheka [Abb. 44]. Schwarz, Flügeldecken manchmal bräunlich durchscheinend. Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun. 2-5 mm. B: In Baumhöhlen, an Saftfluß etc.. D: Überall häufig.
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Abb. 33
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Abb. 35
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Abb. 40
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Abb. 41
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Abb. 42
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Abb. 43
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Abb. 44
#22
stichai Likovsky, 1965🗺ColeowebHäkchen des Penisinnensackes stark gekrümmt [Abb. 45]. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 39]. Schwarz, Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun, Tarsen heller. 3-4,5 mm. D: Sehr selten, aber wohl überall nachzuweisen.
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Abb. 45
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Abb. 39
kamila Likovsky, 1984Fundmeldungen🗺Coleoweb-Häkchen des Penisinnensackes schwach, fast regelmäßig gekrümmt [Abb. 46]. Aedoeagus [Abb. 47] [Abb. 48]. Schwarz, Flügeldecken und Hinterrand der Tergite manchmal bräunlich durchscheinend. Fühler, Taster und Beine braun, Fühlerbasis und Tarsen heller. 5-5,5 mm. D: Bisher nur aus Nordeuropa und Südeuropa bekannt; in Mitteleuropa wohl sicher vorkommend, dann aber bestimmt sehr selten. (=diversa (Sahlberg, 1876))
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Abb. 46
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Abb. 47
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Abb. 48
#23
→ 24Flügeldecken am Grunde ohne Mikroskulptur; die Mikroskulptur ist höchstens sehr schwach angedeutet.
→ 25-Flügeldecken am Grunde mit deutlicher netzmaschiger Mikroskulptur.
#24
funebris Woll., 1864Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild am Grunde ohne Mikroskulptur, sehr fein mikroskopisch punktiert. Schwarz, Flügeldecken oft schwarzbraun, Hinterrand der Tergite bräunlich, Fühler, Taster und Beine braun, Fühlerbasis und Tarsen heller. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 49] [Abb. 50], Innenstrukturen [Abb. 51]: die Häkchen des Penisinnensackes schlank und schmal [Abb. 52]. 3-6 mm. D: Nicht häufig. (=diversa auct. nec Sahlberg) (=albovillosa Bernh.)
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Abb. 49
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Abb. 50
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Abb. 51
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Abb. 52
marmotae Deville, 1927🗺Coleoweb-Halsschild am Grunde mit deutlicher netzmaschiger Mikroskulptur. Schwarz, Flügeldecken oft schwarzbraun, Fühler und Beine rotbraun, Fühlerbasis, Taster und Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 53] [Abb. 54]; Häkchen des Penisinnensackes breit und gedrungen [Abb. 55]. 4,5-6 mm. B: In Murmeltierbauten. D: In den Alpen
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Abb. 53
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Abb. 54
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Abb. 55
#25
vagepunctata Kraatz, 1856🗺ColeowebFlügeldecken einzeln mit großen, seichten Punkten besetzt. Schwarz, Vorderkörper mit Ölglanz, Tarsen rötlich. Aedoeagus [Abb. 56]. 3,5-4 mm. B: In den Nestern kleiner Säugetiere, namentlich beim Maukwurf (Talpa). D: Sehr selten: von Böhmen elbabwärts bis zur Havel gemeldet.
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Abb. 56
villosa Mannh., 1830🗺Coleoweb-Flügeldecken dicht, rauh punktiert. Schwarz, Fühlerbasis, Taster und Beine gelbbraun. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 57]. 3-4,5 mm. B: In Baumhöhlen, Nestern, Ställen, vielfach synanthrop. D: Wohl überall, aber selten.
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Abb. 57
#26
inconspicua Aubé, 1850Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild schmäler als die Flügeldecken zwischen den Schultern. Hinterleibstergite glänzend, mit Ausnahme der Querfurche nur einzeln grob punktiert. Schwarz, Tarsen rötlich, manchmal die ganzen Beine rotbraun. ♂: Letztes Fühlerglied so lang wie die drei vorhergehenden Glieder zusammengenommen. 2,5-5 mm. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 58] [Abb. 59]. D: Nicht häufig, meistens sporadisch und einzeln.
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Abb. 58
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Abb. 59
→ 27-Halsschild mindestens ebenso breit wie die Flügeldecken zwischen den Schultern. Hinterleibstergite dichter punktiert.
#27
lygaea Kraatz, 1862Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild matt, am Grunde mit deutlicher Mikroskulptur. Schwarz, Flügeldecken am Hinterrand manchmal rötlich durchscheinend, Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 60] [Abb. 61]. 3-4 mm. D: Selten, aber wohl überall nachzuweisen.
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Abb. 60
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Abb. 61
→ 28-Halsschild glänzend, am Grunde ohne oder mit sehr schwacher Mikroskulptur die den Glanz nicht beeinträchtigt.
#28
→ 29Hinterrand der Flügeldecken neben den Hinterecken deutlich ausgeschweift. Halsschild dichter behaart.
-Hinterrand der Flügeldecken neben den Hinterecken kaum ausgeschweift. Halsschild spärlich behaart, glänzend. Siehe a. unicolor Schilsky, 1908 von laevigata Leitzahl >>>36
#29
→ 29aHalsschild ziemlich dicht punktÏert, die Punktdurchmesser auf der Halsschildhinterhälfte fast so groß wie die Punktzwischenräume. Schwarz, Vorderkörper manchmal mit schwachem Bleiglanz, Beine pechschwarz, Tarsen hell rötlich.
→ 30-Halsschild weitläufiger punktiert, die Zwischenräume wenigstens doppelt so groß wie die Punktdurchmesser.
#29a
heeri Likovsky, 1982🗺Coleoweb♂: Hinterrand des 5. Sternits mit einem in seiner Mitte geteilten Saum langer Borsten. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 62]. 3,5-4,5 mm. B: Am Mist nicht allzu selten. D: In der alpinen Zone der mitteleuropäischen und benachbarten Gebirge, manchmal auch im Vorland. (=rufitarsis Heer)
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Abb. 62
helvetica Likovsky, 1982🗺Coleoweb-♂: Hinterrand des 5. und auch des 6. Sternits mit einem entsprechenden Saum. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 63]. Durchschnittlich größer: Bis 5,5 mm. D: Aus der Schweiz beschrieben, auch im Allgäu in Gesellschaft der heeri, aber seltener.
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Abb. 63
#30
peeziana Lohse, 1961🗺ColeowebFlügeldecken weitläufiger punktiert, die Zwischenräume fast doppelt so groß wie die Punktdurchmesser. Die Hinterhälften der Hinterleibstergite glatt, nur spärlich punktiert. Schwarz, Hinterrand der Tergite und manchmal auch der Hinterrand der Flügeldecken pechbraun, Fühlerbasis und Beine pechbraun, Tarsen heller. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 64] [Abb. 65]. 4-6 mm. B: Wahrscheinlich koprophil. D: Sehr selten, aber wohl im ganzen Gebiet zu erwarten. (=lanuginosa Scheerpeltz, 1957)
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Abb. 64
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Abb. 65
lanuginosa Grav., 1802Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken dicht punktiert, die Zwischenräume etwa so groß wie die Punktdurchmesser [Abb. 24]. Hinterhälfte der Hinterleibstergite gröber und weniger weitläufig punktiert. Schwarz, Hinterrand der Flügeldecken oft +/- ausgedehnt rötlich [Abb. 66], Tarsen bräunlich. Aedoeagus [Abb. 67] [Abb. 68] [Abb. 69], Spermatheka [Abb. 70]. 3-5,5 mm. B: Koprophile Art. D: Überall häufig. (=peezi Scheerpeltz, 1957)
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Abb. 24
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Abb. 66
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Abb. 67
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Abb. 68
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Abb. 69
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Abb. 70
#31
sanguinea (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldeckennaht fast so lang wie der Halsschild [Abb. 71]. Schwarz, Flügeldecken braunrot, an der Basis und um das Schildchen oft geschwärzt [Abb. 72], Fühler braunrot, Fühlerbasis, Taster und Beine gelbrot. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 73] [Abb. 74] [Abb. 75]. 2,8-5 mm. B: In Baumhöhlen, Nistkästen, Hühnerställen etc.. D: Im alÌgemeinen nicht häufig, aber gebietsweise verstreut und selten. (=schmausi Scheerpeltz, 1954)
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Abb. 71
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Abb. 72
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Abb. 73
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Abb. 74
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Abb. 75
→ 32-Flügeldeckennaht deutlich kürzer als der Halsschild.
#32
→ 33Hinterrand der Flügeldecken neben den Hinterecken schwach, aber deutlich ausgeschweift.
→ 34-Hinterrand der Flügeldecken neben den Hinterecken nicht ausgeschweift. Bei cuniculorum, der unter dieser Alternative angeführt wird, aber schräg abgestutzt und dort etwas eingebuchtet [Abb. 76].
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Abb. 76
#33
→ 33aFlügeldecken ziemlich einfarbig kastanienbraun bis rotbraun.
-Flügeldecken schwarz, jede mit einem +/- ausgedehnten roten Fleck in der Mitte, der von der Basis zum Hinterrand heller wird [Abb. 24]. Vergleiche die Arten unter LZ >>>19 und cuniculorum LZ >>>39
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Abb. 24
#33a
fumata Grav., 1802Fundmeldungen🗺Coleoweb1. bis 4. vollständiges Tergit in der Hinterhälfte fast dicht, deutlich punktiert. Schwarz, Flügeldecken kastanienbraun, Hinterleibsspitze rotbraun bis gelbbraun, Fühlerbasis, Taster und Beine rotgelb. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 77]. (2,5) 3,5-5 mm. B: Mycetophile Art. D: Im Norden und Nordosten selten, sonst nicht häufig.
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Abb. 77
moerens Gyll., 1827🗺Coleoweb-1. bis 4. vollständiges Tergit in der Hinterhälfte zerstreut punktiert. Schwarz, Flügeldecken kastanienbraun bis rotbraun, Taster, Beine und Hinterleibsspitze rotgelb. Dunkle Stücke wurden als var. brunneipennis Motschulsky, 1858 beschrieben. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 78]. 3-5 mm. B: Mycetophile Art. D: Im Osten nicht selten, nach Westen nur verstreut und selten.
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Abb. 78
#34
→ 35Kopf rundlich, die Seiten gleichmäßig gerundet. Augen verhältnismäßig klein, flach gewölbt.
→ 37-Kopf gerundet viereckig bis trapezförmig. Augen ± groß, stark gewölbt, aus dem Kopfumriß deutlich vorragend.
#35
discipennis Muls.Rey, 1853🗺ColeowebKopf etwa so breit wie die Hälfte des Halsschilds. Halsschild sehr dicht, rauh punktiert. Schwarz, Flügeldecken rot, an der Basis, um die Naht und an den Seiten schwarz, Beine braun, Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 79]. 5-7 mm. B: Koprophile Art. D: Im Alpengebiet und im südöstlichen Mitteleuropa vereinzelt.
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Abb. 79
→ 36-Kopf so breit wie 2/3 der größten Halsschildbreite. Halsschild weniger dicht, einfach punktiert.
#36
maculata Bris., 1863🗺ColeowebHinterhälften der Tergite wenig grob, spärlich punktiert. Fühler lang und kräftig, ihr vorletztes Glied höchstens 1,5 mal so breit wie lang. Robuste Art. Schwarz, Flügeldecken hinten in der Nähe der Naht mit je einer größeren roten Makel, welche oft über den ganzen Hinterrand verbreitet ist. Beine pechbraun, Tarsen heller. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 80]. 3,5-6,5 mm. B: Besonders in montanen Gegenden. D: Vom Süden her sowohl ins südöstliche als auch ins westliche Mitteleuropa verbreitet.
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Abb. 80
laevigata Gyll., 1810🗺Coleoweb-Hinterhälften der Tergite fast dicht, grob längsstrichelig punktiert. Fühler kürzer. Schwarz, Flügeldecken hinten in der Nähe der Naht mit je einer etwa dreieckigen roten Makel; manchmal ist nur der Hinterrand rötlich oder es können auch fast die ganzen Flügeldecken rötlich sein. Stücke mit einfarbig schwarzen Flügeldecken wurden als a. unicolor Schilsky, 1908 beschrieben. Fühlerbasis und Tarsen braun bis pechbraun. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 81]. 2,5-5 mm. D: Im Osten von Mitteleuropa häufiger; im Westen und in Hochlagen seltener, gebietsweise fehlend. (=bisignata Erichson)
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Abb. 81
#37
→ 38Untergrund der Halsschildscheibe zwischen den Punkten glatt, ohne deutliche Mikroskulptur.
haemoptera Kr., 1856🗺Coleoweb-Untergrund der Halsschildscheibe mit deutlicher netzmaschiger Mikroskulptur, matt. Pechschwarz, Flügeldecken gelbrot oder hell braunrot, Fühlerbasis, Taster, Beine und Hinterleibsspitze braunrot. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 82]. 3,5·-4,5 mm. B: Nidicole Art; sehr selten, aber durch systematisches Beködern von Wildkaninchenbauen (Oryctolagus) wohl noch mancherorts nachzuweisen. D: Europa.
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Abb. 82
#38
→ 39Kopf nach vorn nur schwach erweitert, gerundet viereckig.
breiti Ganglbauer, 1897🗺Coleoweb-Kopf nach vorn stark erweitert, verkehrt trapezförmig. Schwarz, Flügeldecken hinten mit je einer großen roten bis rotbraunen Makel, welche oftmals über die ganze Scheibe der Flügeldecken ausgebreitet ist. Fühler schwarz, Taster und Beine rotbraun. 3-5 mm. Nidicole Art. B: Beim Ziesel (Spermophilus) im Verbreitungsgebiet dieses Tieres. D: In der Tschechoslowakei, dem östlichen Österreich und Ungarn nicht selten.
#39
peusi Wagner, 1949🗺Coleoweb5. Fühlerglied deutlich quer, etwa 1,5 mal so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken hinten mit je einer großen gelbroten Makel, welche oft über einen größeren Teil der Flügeldecken ausgedehnt ist. Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun bis pechbraun. 3-4,5 mm. B: Nidicole Art; besonders beim Hamster (Cricetus), aber auch beim Ziesel (Spermophilus), Wildkaninchen (Oryctolagus) etc.. D: Östliches und südöstliches Mitteleuropa, nicht selten.
cuniculorum Kr., 1858Fundmeldungen🗺Coleoweb-5. Fühlerglied so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken hinten mit unscharf begrenzter rotbrauner bis rotgelber Makel [Abb. 83] [Abb. 84]. Fühlerbasis, Taster und Beine braun, Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 85] [Abb. 86] [Abb. 87], Spermatheka [Abb. 88]. 3,5-5,5 mm. B: Nidicole Art, vorzugsweise beim Dachs (Meles), aber auch bei Hamster (Cricetus), Ziesel (Spermophilus) und Wildkaninchen (Oryctolagus). D: Europa, selten. In Mitteleuropa besonders in Tallagen weit verbreitet, jedoch aus Bayern, dem Alpengebiet und der Slowakei noch nicht nachgewiesen.
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Abb. 83
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Abb. 84
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Abb. 85
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Abb. 86
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Abb. 87
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Abb. 88
#45
→ 46Flügeldecken schwarz, hinten neben der Naht mit roter bis rotgelber Makel [Abb. 89], oder es ist fast die ganze Hinterhälfte der Flügeldecken rot bis rotbraun.
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Abb. 89
bilineata Gyll., 1810Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken einfarbig schwarz, höchstens der Hinterrand rötlich durchscheinend [Abb. 90]. Schwarz, Fühler und Beine pechbraun. Aedoeagus [Abb. 91]. 2,5-5,5 mm. B: Koprophile Art. D: Überall häufig.
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Abb. 90
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Abb. 91
#46
brundini Bernhauer, 1936🗺ColeowebFühler schlank, Glied 10 1,5 x so breit wie lang. Punktur der Flügeldecken dichter als bei den folgenden Arten, raspelig, die Punkte schräg von hinten eingestochen, so daß ihr Vorderrand bei wechselnder Beleuchtung als glänzende Erhabenheit erscheint. Rote Flügeldeckenzeichnung unscharf begrenzt und gewöhnlich nicht auf die Flügeldeckenhinterhälfte beschränkt. Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 92]. 2,5-3,5 mm. D: Boreoalpin, Skandinavien, Alpen von der Ostschweiz bis Tirol und den Dolomiten.
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Abb. 92
→ 47-Fühler kräftiger, Glied 10 fast 2 x so breit wie lang oder breiter. Flügeldeckenpunktur weniger dicht, einfach eingestochen.
#47
binotata Kr., 1856Fundmeldungen🗺ColeowebPunktur des Hinterleibs bis zum Ende ziemlich dicht, auf dem 5. vollständigen Tergit nicht merklich weitläufiger als auf dem 3.; Hinterleib fast parallelseitig [Abb. 89]. Punkte der Halsschildreihen kräftig, die basalen Punkte oft in einem flachen Eindruck stehend. Rotfärbung der Flügeldecken unscharf begrenzt und sehr umfangreich. Helle Behaarung der Flügeldecken grob und in der inneren Hinterhälfte fast horizontal gestellt. ♂: Hinterrand des letzten Sternits in kräftigem Winkel vorspringend. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 93] [Abb. 94] [Abb. 95]; 2,5-4,5 mm. B: Vorzugsweise in der Ebene auf Sandboden. D: Verbreitet, aber ziemlich selten. (=verna FHL nec Say)
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Abb. 89
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Abb. 93
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Abb. 94
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Abb. 95
→ 48-Punktur des Hinterleibs zum Ende hin weitläufiger gestellt, auf dem 5. vollständigen Tergit deutlich weitläufiger als auf dem 3.; Hinterleib zur Spitze leicht verengt.
#48
pauxilla (Mulsant, Rey, 1874)🗺ColeowebKopfgroß, 3/4 so breit wie der Halsschild Halsschildpunktreihen kräftig und besonders zur Basis hin etwas längsfurchig eingedrückt. Flügeldeckenpunktur weitläufig. Flügeldeckenfärbung und -Behaarung wie bei binotata. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 96]. 1,8-2,5 mm. D: Mediterrangebiet, westlich bis zu den atlantischen Inseln verbreitet Vorkommen in Mitteleuropa äußerst zweifelhaft.
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Abb. 96
→ 48a-Kopf etwa 2/3 so breit wie der Halsschild Punktreihen des Halsschilds nicht eingedrückt. Roter Flügeldeckenfleck scharf begrenzt und gewöhnlich nicht auf die vordere Flügeldeckenhälfte übergreifend. ♂: 6. Sternit nur stumpf gewinkelt. Hierher zwei nach äußeren Merkmalen schwer unterscheidbare, im Genitalbau aber völlig verschiedene Arten. Bei winzigen Exemplaren, die gelegentlich vorkommen, ist der Kopf im Verhältnis zum Halsschild breiter. Solche Stücke sollten stets genitaliter untersucht werden, um Verwechslungen mit pauxilla zu vermeiden.
#48a
bipustulata (L., 1761)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldeckenfleck größer [Abb. 97]; Punktur in den Basalfurchen der vorderen Tergite dichter, die Punkte schräg von hinten eingestochen und länglich erscheinend. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 98] [Abb. 99] [Abb. 100] [Abb. 101]; Spermatheka mit 3-4 Windungen. 3-5 mm. Größere Formen überwiegen. D: In ganz Europa gemeine Art.
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Abb. 97
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Abb. 98
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Abb. 99
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Abb. 100
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Abb. 101
verna Say, 1836🗺Coleoweb-Flügeldeckenfleck klein; Punktur in den Basalfurchen der vorderen Tergite weniger dicht, die Punkte rund erscheinend. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 102] [Abb. 103]; Spermatheka mit 8-12 Windungen. 2,8-4,5 mm. Meistens unter 3,4 mm. B: Bei Hamburg und Lübeck in Kuhdung auf dürrem Sandboden zusammen mit binotata; an xerothermen Standorten im Rheinland; auch in Dänemark. D: In Nordamerika weit verbreitet; in Europa bisher nicht berücksichtigt, aber nachgewiesen bei Hamburg, Lübeck, Rheinland, Dänemark. Vermutlich in ähnlichem Habitat als verbreitet nachzuweisen.
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Abb. 102
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Abb. 103
#49
Polystomota T. L. Casey, 1906🗺ColeowebHalsschildbehaarung in der Mittelinie nach hinten gerichtet (Typ II) [Abb. 104]. Halsschild seitlich gerundet, nach vorn stärker verengt, Hinterwinkel verrundet. Mittelbrust mit Längskiel. Untergattung (=Polycharina Reitter)
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Abb. 104
Emplenota T. L. Casey, 1884🗺Coleoweb-Halsschildbehaarung in der Mittelinie nach vorne gerichtet (Typ I) [Abb. 105] [Abb. 4]. Halsschild seitlich schwach gerundet, Hinterwinkel stumpfwinklig. Mittelbrust ungekielt. Habitus [Abb. 106]. Untergattung.
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Abb. 105
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Abb. 4
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Abb. 106
Enthaltene Taxabellonata bilineata binotata bipustulata breiti brevipennis brundini Ceranotaclavicornis cuniculorum curtula discipennis Emplenotafumata funebris haematoptera haemoptera heeri helvetica inconspicua intricata kamila laevigata lanuginosa lata laticornis lygaea maculata marmotae milleri moerens moesta pauxilla peeziana peusi Polystomotapuberula Rheocharasanguinea sparsa spissicornis stichai tristis vagepunctata verna villosa
Literaturverzeichnis
Strand, A. & Vik, A. (1968): Die Genitalorgane der nordischen Arten der Gattung Aleochara. Norsk Ent. Tidsskrift 15:105 ff. >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Strand_&_Vik 1968 Nordische_Arten_der_Gattung_Aleochara.pdf"
Likovsky, Z. (1974): Gattung Aleochara in Freude, Harde Lohse - Käfer Mitteleuropas Bd. 5
Assing, V. (2009): On the taxonomy and zoogeography of some Palaearctic Aleochara species of the subgenera Xenochara Mulsant & Rey and Rheochara Mulsant & Rey - Beitr. Ent., 59(1):33-101 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Assing\287 Assing2009 Aleochara.pdf"
Erstellt am: 07.11.2011 · Letzte Aktualisierung: 08.06.2026 - 16:48:53
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