Unterfamilie Ceutorhynchinae

ColeopteraCurculionidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Kurzovale, selten gestrecktere Arten von 1,5-6 mm. Epimeren der Mittelbrust an den Körperseiten hoch aufsteigend und in dem vom Halsschildhinterrand und der Flügeldeckenbasis gebildeten Winkel als dichter beschuppte 3-eckige Fläche von oben deutlich sichtbar (Ausnahmen bilden die Gattung Hemiphythobius, Phrydiuchus und Orobitis, deren Körperform sie jedoch leicht als Ceutorhynchinen erkennen läßt). Rüssel von unterschiedlicher Länge und Dicke, in Ruhelage auf die Körper-Unterseite zwischen die stets ± getrennten Vorderhüften eingelegt. Fühler mit 6- oder 7-gliedriger Geißel. Augen auf der Kopfoberseite nicht auffällig genähert, gewöhnlich um die Rüsselbreite oder weiter voneinander getrennt. Körper auch unterseits gewölbt. Apikalende der Vorderschienen ohne oder nur innen mit feinem Enddorn.
Die Ceutorhynchen entwickeln sich mono- oder oligophag vorzugsweise in krautigen Pflanzen, nur ausnahmsweise an Laubgehölzen, einige Arten sind an Kulturpflanzen schädlich.
#1
Orobitis Germar, 1817Der nach vorn stark abfallende Halsschild bildet zusammen mit den Flügeldecken in Seitenansicht eine gleichmäßig gerundete Kurve. Körper fast kugelförmig, Beine sehr lang [Abb. 1]. Rüsselbasis breiter als die Stirn, Rüssel von der Mitte zur Spitze verschmälert. Glänzend blau oder schwarz, nur sehr fein behaart. Hierher eine leicht zu erkennende Gattung, die früher zu den Ceutorhynchinae gestellt war; jetzt Unterfamilie Ithyporinae.
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Abb. 1
→ 2-Halsschild und Flügeldecken bilden in Seitenansicht keine gleichmäßig gerundete Kurve. Rüsselbasis höchstens so breit wie die Stirn zwischen den Augen. Rüssel zur Spitze nicht merklich verschmälert.
#2
MononychusKlauenglieder mit nur einer Klaue. Tribus Mononychini. Die Oberseite meistens pechschwarz mit weißem Schildchenfleck [Abb. 2]. In den Blüten der Wasserschwertlilie.
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Abb. 2
→ 3-Klauenglieder mit 2 freien, seltener an der Basis verwachsenen Klauen.
#3
ScleropteriniAlle Flügeldeckenzwischenräume vollständig gehöckert oder spitzig gekörnt; aus je dem Körnchen entspringt ein Haar oder eine Schuppenborste; Flügeldecken sonst kahl oder allenfalls mit einem Schildchenfleck. Eine Schulterbeule fehlt oder ist nur angedeutet. Fühlergeißel 6-gliedrig, nur bei Homorosoma 7-gliedrig. Tribus
→ 4-Flügeldeckenzwischenräume nicht oder nur hinten und außen gehöckert; andernfalls Fühlergeißel 7-gliedrig, Schulterbeule deutlich und (oder) Oberseite beschuppt.
#4
→ 5Rüssel ziemlich kurz und dick, höchstens 3 x so lang wie am Ende breit und viel breiter als die Vorderschienen.
→ 6-Rüssel dünner und länger, wenigstens 4 x so lang wie am Ende breit.
#5
HypuriniKörper ungeflügelt, Flügeldecken ohne deutliche Schulterbeule. Fühlerschaft kurz, etwa so lang wie die ersten 2 Geißel-Glieder zusammen. Halsschild mit doppelter Vorderrandkante, dahinter mit einer Abschnürungsfurche. Arten von 1,5-1,9 mm. Tribus
Phytobiini-Körper fast stets geflügelt, Schulterbeule deutlich. Fühlerschaft so lang wie die ersten 4-5 Geißel-Glieder; Halsschild fast stets mit einfachem Vorderrand. Größer. Tribus
#6
Auleutes DietzAußenrand der Vorder- und besonders der Mittelschienen auffällig gewinkelt [Abb. 3], Außenrand der Mittel- und Hinterschienen im letzten Drittel zahnförmig vorspringend, dahinter mit kräftigen schwarzen Dornborsten. Die schwarzen Flügeldecken mit weißer Kreuzzeichnung [Abb. 4]. Tribus Cnemogonini, Gattung
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Abb. 3
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Abb. 4
Ceutorhynchini-Außenrand der Schienen nicht gewinkelt. Tribus:
Enthaltene TaxaAuleutesCeutorhynchiniHypuriniMononychusOrobitisPhytobiiniScleropterini
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 14.11.2012 - 19:16:18
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