Gattung Clytra Laich.

ColeopteraPhytophagaChrysomelidaeClytrinae
Von Arved Lompe (n. K.H. Mohr, A. Warchalowski)
Die Hinterwinkel des Halsschilds sind nicht aufgebogen, ein Geschlechtsdimorphismus ist kaum ausgeprägt. Die Flügeldecken sind rotgelb und besitzen schwarze Makeln, Kopf und Halsschild bei unseren Arten schwarz. Die Käfer kann man von verschiedenem Gesträuch klopfen, die Larven leben bei Ameisen von deren Brut. 5 Arten in Europa und den angrenzenden Gebieten, weitere im Nahen Osten und Asien.
#1
→ 2Halsschild völlig schwarz.
→ 1b-Halsschild ganz oder überwiegend rot, in seltenen Fällen nur die Seitenränder rot. Untergattung Clytraria. (Nicht in Mtteleuropa).
#2
→ 1aKörper im Querschnitt +/- zylindrisch hochgewölbt. Untergattung Clytra s.str.
→ 1c-Körper im Querschnitt abgeflacht oval. Untergattung Ovoclytra. (Nicht in Mtteleuropa).
#1a
→ 9Halsschildseitenrand nach hinten breit verflacht und runzelig punktiert [Abb. 1]. Flügeldecken gelb bis rötlich-gelb, Quermakeln hinter der Mitte der Flügeldecken schmal, innen und außen verkürzt.
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Abb. 1
→ 2a-Halsschildseitenrand schmal, die Wölbung reicht bis zur Seitenrandkehle [Abb. 2].
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Abb. 2
#2a
laeviuscula Ratz., 1837Vorderrand des Medianlobus jederseits mit einer kleinen dreieckigen Erweiterung [Abb. 3] [Abb. 4], die Seitenränder stark gerundet. Flügeldecken orangegelb, fast rötlich; Quermakeln breit, innen und außen sehr wenig verkürzt [Abb. 5]; Halsschild zylindrisch, fast glatt, sein Seitenrand sehr schmal, rinnenförmig, bei den Aberrationen kann die hintere Quermakel fehlen, geteilt sein oder die Makeln können zu einem Querband verschmelzen. 7-11,5 mm. Mittel- und Südeuropa. Als Fraßpflanzen werden angegeben Prunus-, Salix-, Dorycnium- und Fraxinus-Arten. V-VIII.
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
espanoli Daccordi & Petitpierre, 1977-Vorderrand des Medianlobus dachförmig [Abb. 6], die Seitenränder fast gerade. Sonst wie der vorige, die Quermakeln im Allgemeinen etwas kleiner. 7-11,5 mm. Iberische Halbinsel.
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Abb. 6
#9
aliena Weise, 1897Flügeldecken kurz und gedrungen (Schulterlänge/Schulterbreite ~1,63). Färbung mehr gelblich, die hintere Makel quer. Aedoeagus in Aufsicht an der Spitze nur wenig erweitert [Abb. 7], nicht fast doppelt so breit wie am Schaft. 9-10 mm. Griechenland, Kleinasien.
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Abb. 7
→ 10-Flügeldecken mehr gestreckt (Schulterlänge/Schulterbreite ~1,83). Aedoeagus in Aufsicht vorne stark erweitert [Abb. 8], fast doppelt so breiot wie am Schaft.
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Abb. 8
#10
quadripunctata (L., 1758)Halsschild weniger gewölbt, deutlich punktiert; Seitenrand des Halsschilds breit abgesetzt und gerunzelt [Abb. 9]; die Quermakel kann sehr klein werden oder schwinden. Aedoeagus [Abb. 10]. 7-1 1 mm [Abb. 11]. Europa. Als Fraßpflanzen kommen Betula-, Crataegus-, Salix- und Quercus-Arten in Frage. Die Larven entwickeln sich bei Ameisen, vorwiegend der Gattung Formica. V-VIII.
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
appendicina Lac.-Halsschild gewölbt, fein punktiert, Seitenrand des Halsschilds schmäler abgesetzt, wenig aufgebogen, punktiert [Abb. 1]; die Quermakel der Flügeldecken kann sehr klein werden und ganz schwinden. Aedoeagus [Abb. 12]. 7-11 mm. Südosteuropa, nördlich bis Niederösterreich, Kärnten, Slowakei, Mähren. V-VI. Von Warchalowski nur als Aberration der quadripunctata betrachtet.
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Abb. 1
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Abb. 12
#1b
atraphaxidis (Pallas, 1773)Auf der Vorderhälfte der Flügeldecken 2 schwarze Makeln [Abb. 13], die zu einer langen Quermakel verflossen sein können; die schwarze Färbung kann ausnahmsweise sehr ausgedehnt sein. Halsschild mit 3-5 schwarzen Makeln, selten bis auf die Ränder schwarz. Beine in unterschiedlicher Ausdehnung rot und/oder schwarz. Aedoeagus [Abb. 14]. 8-10 mm. Mittelmeergebiet bis Zentralasien.
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Abb. 13
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Abb. 14
→ 11-Auf der Vorderhälfte der Flügeldecken nur eine schwarze Humeralmakel.
#11
novempunctata G.A. Olivier, 1808Halsschild mit Skutellarmakel sowie jederseits 1-2 lateralen Makeln. Kopf und Halsschild wie die Flügeldecken orange bis rot. Flügeldecken mit dunkler Schulter- und geteilter Apikalmakel, Schildchen, Fühler mit Ausnahme der Basis und Beine schwarz, manchmal unterseits gerötet. Aedoeagus [Abb. 15]. 6-9 mm. Südosteuropa bis Asien, Sizilien.
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Abb. 15
valeriana Menetries, 1832 opacipennis Lopatin, 1962 tetrastigma Schmidt, 1841 taurica Medvedev, 1961 ssp. iranica Medvedev, 1961-Halsschild ohne Skutellarmakel, nur mit den Lateralmakeln, die selten fehlen. Kopf, Fühler bis auf die Basis und Beine schwarz, selten teilweise gerötet. Stammform: Oberseite glänzend, Halsschild rot mit 2-4 Makeln. Aedoeagus [Abb. 16]. 8,5-12,5 mm. Südosteuropa bis Zentralsien. - Oberseite matt. Kaukasus. - Halsschild mit ausgedehnter schwarzer Makel. Griechenland, Bulgarien. - Halsschild schwarz, Körper schlanker. Krim. - Halsschild schwarz, Flügeldecken gerunzelt. Mittelasien. ssp. ssp. ssp.
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Abb. 16
#1c
→ 12Die hinteren Quermakeln im Nahtbereich einender berührend.
→ 13-Die hinteren Quermakeln durch den roten Nahtbereich getrennt.
#12
weisei Monrós, 1953Größere Art: 9-10,5 mm. Hintere Makeln meistens sehr breit, fast die ganze Hinterhälfte einnehmend. Aedoeagus [Abb. 17]. Kleinasien, Mittlerer Osten.
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Abb. 17
bodemeyeri Weise, 1900 arabica Medvedev, 1961-Kleinere Art: 6,5-8 mm. Hintere Makeln größenvariabel, meist deutlich kleiner. Stammform: Humeralmakel vorhanden und beim ♂ das 5. Sternit leicht aber deutlich ausgerandet. Aedoeagus [Abb. 18]. Zypern, Kleinasien, Mesopotamien. Humeralmakel fehlend und beim ♂ das 5. Sternit gerade abgestutzt. ssp.
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Abb. 18
#13
binominata Monros, 1953Größer: > 11 mm. Aedoeagus [Abb. 19]. Griechenland, Kleinasien.
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Abb. 19
nigrocincta Lacordaire, 1848-Kleiner: < 10,5 mm. Habitus schlanker. Bei Variationen 3-4 schwarze Maklen auf jeder Flügeldecke. Aedoeagus [Abb. 20]. Zypern, Türkei, Levante.
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Abb. 20
Enthaltene Taxaaliena appendicina arabica atraphaxidis binominata bodemeyeri espanoli laeviuscula nigrocincta novempunctata opacipennis quadripunctata taurica tetrastigma valeriana weisei
Erstellt am: 15.06.2013 · Letzte Aktualisierung: 11.06.2018 - 15:45:32
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