Gattung Colydium F.

ColeopteraZopheridae
Von Arved Lompe (n. L. Ganglbauer, E. Reitter, H. Vogt u.a,)
Parmain, G., Eckelt, A. & Schuh, R. (2024): The genus Colydium Fabricius in Europe (Coleoptera, Zopheridae, Colydiinae) with description of a new species, Colydium noblecourti sp. nov. - Dtsch. Entomol. Z. 71(2):289-301 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Parmain_et_al2024 Colydium noblecourti.pdf"
Halsschild mit scharfer tiefer Mittelfurche und beidseitig je einer dorsalen Längslinie, die bei 1 Art fehlt oder stark verloschen ist.. Flügeldecken mit starken Rippen. Etwa 20 Arten in der Neuen Welt, nur 3 in der Paläarktis, die auch bei uns vorkommen und von denen eine erst kürzlich beschrieben wurde.
#1
→ 2Halsschild außer der Mittelfurche auf jeder Seite mit einer tiefen und deutlichen Seitenfurche [Abb. 1]. Analsternit in beiden Geschlechtern gleichmäßig gerundet [Abb. 2]. Kiele der Flügeldecken schmäler und höher, an der Basis nicht verschmolzen [Abb. 3]. Halsschild stärker und dichter punktiert [Abb. 4] [Abb. 5]. Flügeldecken zumeist an den Schultern +/- bräunlich.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
noblecourti Parmain, Eckelt & Schuh, 2024Fundmeldungen🗺Coleoweb-Seitenfurchen des Halsschilds fehlend oder verloschen, nur angedeutet [Abb. 6]. Analsternit in beiden Geschlechtern zugespitzt verrundet [Abb. 7]. Die Punktur des Halsschilds feiner und weitläufiger als bei den beiden anderen Arten [Abb. 8] [Abb. 9]. Die Kiele auf den Flügeldecken breiter und flacher als bei den beiden anderen Arten, besonders an der Basis der Flügeldecken; dort ist der erste Kiel mit dem Nahtkiel verschmolzen [Abb. 10]. Ganz schwarz [Abb. 11]. Aedoeagus [Abb. 12]. Ovipositor [Abb. 13] [Abb. 14]. 6-7 mm. B: Im Gegensatz zu den anderen heimischen Arten von Nadelhölzern (Picea, Abies, Pinus) gemeldet, aber auch von Laubhölzern (Fagus, Quercus, Carpinus). D: Gemäßigtes und südliches Europa, Naher Osten. In Deutschland bisher (XI.2024) aus Bayern, Niedersachsen und Brandenburg gemeldet, sicher weiter verbreitet; auch im Autokescher.
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
#2
elongatum (F., 1787)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken hinten gleichmäßig gerundet [Abb. 15]. Fühlerkeule mehr als doppelt so breit wie die mittleren Fühlerglieder. 10. Glied (mittleres Keulenglied) mehr als doppelt so breit wie lang. Braunschwarz bis schwarz, Flügeldecken selten an den Schultern aufgehellt [Abb. 16], die Punktur etwas gröber. Fühler und Beine rotbraun. Kopf neben den Augen mit einer kielförmigen Falte [Abb. 17]. Aedoeagus [Abb. 18] [Abb. 19], Seitenlappen der Parameren flach ausgebreitet. 5-7 mm. B: Unter morscher Rinde und im faulenden Holz von Laub- und Nadelbäumen. D: Im Osten des Gebietes selten, im Westen sehr selten.
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
filiforme F., 1792Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken hinten abgestutzt gerundet [Abb. 20]. Fühlerkeule schmäler, nur doppelt so breit wie die mittleren Fühlerglieder. Das 10. Fühlerglied doppelt so breit wie lang. Flügeldecken konstant an der Basis rostrot [Abb. 21], die Punktur feiner. Noch schmäler als elongatum; der Halsschild hinten deutlicher verengt. Kopf neben den Augen nur leicht gewölbt, ohne kielförmige Falte [Abb. 22]. Aedoeagus [Abb. 23], Seitenlappen der Parameren schräg zueinander gestellt (wie ein aufgeschlagenes Buch). Ovipositor [Abb. 24]. 5-6 mm. B: An alten Eichen (seltener Buchen) in den Bohrlöchern von Anobien. D: Im Osten des Gebietes, selten, aus Westdeutschland nur wenige Funde.
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 24
Erstellt am: 04.06.2009 · Letzte Aktualisierung: 30.08.2025 - 14:51:43
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