🗺
Körper klein, rotbraun, ungefleckt, von nur 3,5-5 mm Länge. Flügeldecken ohne Rippen, mit Spuren von Punktreihen. Klauenglieder des ♂ einfach. Untergattung Acanthodactylus Desbr. - Andalusien: Cartagena, Algeciras; Marokko, hauptsächlich bei Tanger. *) Das ♂ (tuberculatus Brême) hat am Halsschilde über dem durchscheinenden Kopfe eine kleine Beule, welche dem ♀ (pygmaeus Brême) fehlt.
🗺
Die Dorsalrippe der Flügeldecken steht der gekerbten Marginalfurche näher als der Naht und ist hinten mit der letzteren verbunden. Die Marginalfurche ist innen feinkielig gesäumt. Rotbraun, mit rotbraunen Rändern. Die dunkelste Art. L. 7-8, lat. 3,5 mm. - Südspanien: Algeciras, Portugal, Sizilien, Marokko: Tanger, Casablanca.
-Kleiner: L. 8, lat. 4 mm. Verbreiterung der Seitenränder des Körpers bei hellen Stücken manchmal schwach und undeutlich nebelfleckig, die stärker gekerbte Marginalfurche ohne kielige Begrenzung nach innen, der durchscheinende Teil des Kopfes am Halsschilde meist fein gekielt, der des Prosternums ungekielt. Klauenglieder beim ♂ nur mit kleinem dornartigen Zahne. Der vorigen Art sehr nahestehend. - Korsika, Sardinien, Andalusien, Algier, Marokko.
-Flügeldecken ohne ausgesprochene Dorsalrippe (Stammform = laevis Lap., incostatus Brême), höchstens in der Mitte mit einem schwachen, verkürzten Längsnerven (a. substriatus Lap., barbarus Brême). Die Naht ist stark dachförmig erhaben, die Scheibe fällt zur Marginalfurche in gerader Ebene ziemlich steil ab und zeigt eine flache, runzelig körnige Skulptur, die in ihrer Stärke variiert. Die Marginalfurche auf ihrer oberen Randkante durch tiefer gelegene starke Punkte stark eingekerbt, die Zwischenräume der Punkte bilden gereihte, dicht gestellte Körner oder Tuberkeln. Der aufgebogene Seitenrand ist in der Längsmitte so breit wie die Scheibe von der Marginalfurche zur Naht. Rötlich gelbbraun. L. 11-12, lat. 5,2-5,5 mm. C. substriatus Lap., barbarus Brême, incostatus Brême. Andalusien, Portugal, Algier, Marokko.
🗺
Die Dorsalrippe der Flügeldecken ist (in der Längsmitte) von der krenulierten Marginalfurche genau so weit entfernt wie von der Naht.*) Der durchscheinende Kopf und das Prosternum auf dem Halsschilde nur mit sehr schwachem, oft fehlendem Kielchen. Schmutzig gelbbraun, mit punktförmig durchscheinenden Nebelfleckchen, geflügelt. L. 11-12, lat. 5,5-6 mm. Italien: Rom, Livorno, Sizilien, Korfu, Zante, Griechenland, Türkei, Anatolien, Syrien, Ukraine(Krim), Südrußland (Derbent), Persien, Transkaukasus, Transkaspien. *) Zwischen der feinen Punktur der Scheibe der Flügeldecken sind einzelne, fast in zwei Reihen stehende kleine Körnchen eingestreut, die ein mikroskopisch kurzes Härchen tragen, ebenso wie bei den Arten der insularis-Gruppe; diese Skulptur ist nur bei ganz reinen Stücken sichtbar, da die Tiere oft mit einem Schmutzhäutchen überzogen sind.
Flügeldecken an der Nahtspitze ohne einspringenden Winkel; der verflachte Seitenrand ist in der Längsmitte viel schmäler als die Scheibe von diesem zur Naht. Oberseite dicht und ziemlich kräftig gekörnt, rostrot, matt, ohne deutliche Nebelfleckchen, Halsschild über dem Kopfe und dem Prosternum meist sehr schwach, oft kaum sichtbar gekielt. Körper elliptisch *), ungeflügelt. Analsternit beim ♂ und ♀ einfach. L. 11, lat. 6 mm. - Syrien, Cypern, Persien. *) Eine kleine Rasse von 9 mm Länge aus Kleinasien: Mesina, von Herrn Holtz im Jahre 1897 gesammelt, hat einen parallelen Körper, der vorne und hinten halbkreisförmig abgerundet ist, sonst aber ganz mit rugulosus übereinstimmt.
Größer und breiter; der verflachte Seitenrand der Flügeldecken in der Längsmitte ist etwa so breit wie die Scheibe von der krenulierten Marginalfurche bis zur Naht, der Seitenrand flach aufgehogen, die queren Punkte der Marginalfurche sehr tief, die Zwischenräume bilden quere, erhabene Brücken. L. 10-10,5, lat. 5,2-5,5 mm. - (C. insularis Cast.) Sardinien, Sizilien, Algier, Tunis, Marokko, Abessinien, Senegambien, Ägypten, Teneriffa, Gr. Canaria (S. Brigida, Mus. Dresden). Zwei zwischen tauricus befundene Stücke, mit „Rossia" bezeichnet, habe ich in der Sammlung des Ungar. Nationalmuseums angetroffen.*) *) Es ist wohl sicher, daß C. insularis Cast. nur auf den früher beschriebenen moniliferus Chevrl. bezogen werden muß, wie schon Desbrochers auf p. 13 seiner Monographie vermutet. Castelnau unterscheidet den moniliferus vom insularis nur durch höher aufgebogenen Seitenrand der Flügeldecken; die späteren Autoren durch etwas größere und breitere Körperform. Desbrochers hat in seiner Revison auf p. 12 den moniliferus in gleicher Weise unterschieden, in einem Nachtrage auf p. 21 jedoch die Unterschiede dieser zwei Arten ganz in entgegengesetzter Weise ausgeführt. Seine letzte Auffassung des moniliferus steht aber im Gegensatze zu Laporte und Brême, weshalb Reitter auch den kleineren, parallelen und schmäleren moniliatus Reitter, der eine andere, rein östliche Verbreitung besitzt und den er geneigt war für moniliferus anzusehen, als besondere Art beschreibt. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß er sich auch nur als eine Form von moniliferus ausweisen könnte.
-Kleiner, schmäler, paralleler, der verflachte Seitenrand der Flügeldecken viel stärker aufgebogen, in der Längsmitte deshalb von oben gesehen etwas schmäler als die Scheibe von der etwas schwächer krenulierten Marginalfurche bis zur Naht. L. 8, lat. 4 mm. - (C. planus Mill. i. l.) Griechenland, Syrien, Ägypten (Kairo), in den coll. des Budapester, Dresdner und Deutschen Entom. Museums. Als weitere Patriaangabe wird noch Algier und Senegambien genannt.*) *) Die Abschrägung des Spitzenwinkels der Flügeldecken ist, wegen des stärker aufgebogenen Randes, nur von vorn her sichtbar: bei der Ansicht von oben erscheint der Nahtwinkel spitzig.
-Kleiner, der verflachte Seitenrand der Flügeldecken in der Längsmitte so breit wie die Scheibe bis zur Naht. Nahtende spitzig, ganz geschlossen. Körper geflügelt. Der vorigen Art sehr ähnlich. L. 4-4,5, lat. 2,5 mm. - Burma (Pegu, Phwegoo-Mejo), Rangon.
Die Dorsalrippe der Flügeldecken steht in der Längsmitte der Naht merklich näher als der Marginalfurche. Bei den ♂ am Analsternite mit einer glatteren, leicht vertieften, den Vorder- und Hinterrand erreichenden Fläche, die jederseits seitlich von einem vorne stärkeren Kiele begrenzt wird, das vorletzte Sternit am Spitzenrande mit einer jederseits verkürzten Querfurche. L. 9,5-10,5, lat. 5,2-5,5 mm. - (C. insularis Lap.) Erithrea, Ägypten und bis an den Senegal und Südeuropa verbreitet.
asperatus Fairm. subgranulatus Reitter, 1917🗺
Der aufgebogene Seitenrand der Flügeldecken in der Längsmitte so breit wie die Scheibe von der krenulierten Marginalfurche bis zur Naht. Analsternit ohne längsstrichelige Punktur. Vorletztes Sternit selten mit Spezialeindrücken. - Hieher eine in Indien weit verbreitete, recht variable Art. Der seitliche dorsale Zwischenraum auf der Scheibe der Flügeldecken ist so breit wie der innere, oft aber auch merklich breiter. L. 12- 15, lat. 6-6,8 mm. In ganz lndien verbreitet. Man kann von dieser Art nachfolgende Rassen unterscheiden: a) Flügeldecken auf der Scheibe mit sehr feiner, gleichmäßiger Punktur, ohne deutlich eingestreute Körner, Kiel am Halsschilde über dem Kopfe fein ausgeprägt. (L. 12-13 mm.) Paona, Kalkutta, Ceylon ; im Museum Budapest ein Stück aus Teneriffa. Stammform. b) Flügeldecken auf der Scheibe zwischen der sehr feinen Punktur mit wenig dichten, fast in zwei Reihen stehenden Körnchen, welche bei frischen, reinen Stücken ein sehr kurzes abstehendes Härchen tragen, der verflachte Seitenrand des Körpers stärker punktiert, Kiel auf dem Halsschilde über dem Kopfe sehr undeutlich. Manchmal sind die Nahtwinkel bei dieser Form mehr oder weniger etwas spitz nach hinten verlängert, der Seitenrand davor selbst mit der Spur einer Ausbuchtung; es finden sich aber alle Übergänge zu den normal spitzig geschlossenen Ecken. L. 13-15,5 mm. - Birmania, Süd- und Ostindien, Ceylon. c) Flügeldecken mit dichten, flachen Körnchen besetzt und dadurch rauh erscheinend, die verflachten Ränder des Körpers punktiert und ziemlich gekörnt, der Kiel auf dem Halsschilde über dem durchscheinenden Kopfe deutlich, auch über dem Prosternum fein, fast vollständig gekielt, der abgesetzte Rand nur mit undeutlichen Nebelfleckchen. L. 11-12, lat. 6 mm. Nordindien, Zentralindien: Rajmahal. v. subsp.