Gattung: Dryophilus Chevrolat, 1832

ColeopteraTerediliaAnobiinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Halsschildseiten ungerandet. Fühler mit 3 verlängerten Endgliedern. Halsschild ± gleichmäßig gewölbt, schmäler als die Flügeldecken. Fühlereinlenkungsstellen genähert, ihr Abstand kaum größer (♀) oder geringer (♂) als der von oben sichtbare Querdurchmesser der Augen. Flügeldecken mit tiefen Punktstreifen, Oberseite fein, oft fast reifartig anliegend behaart. Die 2 vorderen Bauchsegmente verlängert, das 2. Sternit daher bedeutend länger als das 3.. Vorderhüften zusammenstehend, nur durch einen schmalen, zugespitzten Vorderbrustfortsatz getrennt. Unter den Anobien mit gestreiften Flügeldecken sofort durch die geringe Größe kenntlich. In Europa 8 Arten der Gattung.
Hier nicht behandelt:
D: Italien. ...luigionii Pic, 1921
D: Griechenland. ...rufescens Pic, 1921
D: Italien. ...siculus Ragusa, 1896
#1
→ 2Zwischenrämne der Punktstreifen auf den Flügeldecken fein (aber etwas rauh) behaart, in der Mitte derselben mit einer deutlicheren Haarreihe, welche aus etwas längeren Härchen besteht.
→ 3-Zwischenräume der Punktstreifen sehr fein und gleichmäßig, völlig anliegend behaart.
#2
densipilis Abeille de Perrin, 1872🗺ColeowebDrittes bis achtes Fühlerglied des ♂ gleich lang, viereckig. D: Spanien, Frankreich, Korsika.
forticornis Abeille de Perrin, 1875🗺Coleoweb-Drittes bis achtes Fühlerglied von ungleicher Länge; Glied 3 und 4 quadratisch, 7-8 länger als breit. Die Fühlerkeule ist kaum breiter als die Glieder der Geißel. D: Kleinasien, Syrien, Zypern, Italien.
#3
→ 4Halsschild nicht breiter als lang (messen!) [Abb. 1], Hinterrand des 1. Sternits in der Mitte stark gerundet vorgezogen. Schildchen oft dicht weißlich behaart, abstechend heller als die Flügeldecken.
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Abb. 1
pusillus (Gyllenhal, 1808)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild 1/5 bis 1/4 breiter als lang [Abb. 2] [Abb. 3], Hinterrand des 1. Sternits kaum merklich gerundet vorgezogen. Behaarung des Schildchens mit der der Flügeldecken übereinstimmend. Schwarz, Fühler und Beine zum Teil rötlich aufgehellt, seltener Oberseite dunkelbraun. Oberseite durch fein anliegende Behaarung etwas grauschimmernd [Abb. 4]. ♂: Halsschild hinter der Mitte am breitesten, nach vorn stärker verengt, Kopf mit großen vorspringenden Augen breiter als der Halsschild. Fühler fast körperlang, Mittelglieder deutlich länger als breit [Abb. 2]. ♀: Halsschild in der Mitte am breitesten, nach vorn und hinten gleichmäßig verengt, Kopf mit kleineren Augen, schmäler als der Halsschild [Abb. 2]. Aedoeagus [Abb. 5]. 1,7-2,5 mm. B: Im Frühjahr an Nadelholz und Nadelreisig. D: In ganz Mitteleuropa die weitaus häufigste Art der Gattung, wohl überall.
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 2
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Abb. 2
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Abb. 5
#4
anobioides Chevrolat, 1832Fundmeldungen🗺ColeowebMittlere Fühlerglieder deutlich quer, beim ♂ sehr zusammengedrängt [Abb. 6]; 3.-8. Glied zusammen kürzer als das 9. [Abb. 1]; die verlängerten 3 letzten Fühlerglieder deutlich breiter als die vorhergehenden. Flügeldecken auf schwarzem, seltener zum Teil bräunlichem Untergrund reifartig, etwas streifig, seidenschimmernd behaart. Fühler und Beine bräunlich. 2-3,5 mm. ♂: Fühler fast so lang wie der Körper, Kopf mit mäßig vorspringenden großen Augen, so breit wie der nach vorn stärker verengte Halsschild [Abb. 7]. ♀: Mit kleineren Augen, kürzeren Fühler und gleichmäßig gerundeten Halsschildseiten [Abb. 8]. B: Wird von Nadelholz (Lärchen, Kiefern) und Besenginster gemeldet. D: In Westeuropa und im westlichen Mitteleuropa sporadisch und selten. Da auch aus der Slowakei gemeldet, ist die Art sicher auch sonst weiter nach Osten verbreitet.
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Abb. 6
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Abb. 1
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Abb. 7
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Abb. 8
longicollis (Mulsant & Rey, 1853)🗺Coleoweb-Mittlere Fühlerglieder eher länger als breit; 3.-8. Glied beim ♂ zusammen deutlich länger als das 9. Glied, die verlängerten 3 letzten Fühlerglieder kaum breiter als die vorhergehenden. Durchschnittlich heller braun, auf den ersten Blick an der einfachen, nicht auffällig feinen und dichten und nicht streifig erscheinenden Oberseitenbehaarung zu unterscheiden. 2-2,7 mm. ♂: Fühler die Flügeldeckenmitte etwas überragend. Kopf mit stark vorspringenden großen Augen, breiter als der im Vergleich mit anobioides längere Halsschild. ♀: Wie anobioides. B: Lebensweise wie bei der vorhergehenden Art. D: Westeuropäisch. Angaben aus Mitteleuropa erscheinen zweifelhaft.
Enthaltene Taxaanobioides densipilis forticornis longicollis pusillus
Erstellt am: 26.07.2010 · Letzte Aktualisierung: 06.05.2026 - 16:18:40
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