Untergattung Euorodalus Dellacasa, 1983

ColeopteraLamellicorniaAphodiidaeAphodius
Von Arved Lompe (n. F.-T. Krell & H. Fery)
Krell, F.T. & Fery, H. (1992): Ergänzungen und Berichtigungen zu Bd. 8 FHL in: Käfer Mitteleuropas, Hrsg. Freude, Harde, Lohse, 13:203, Goecke & Evers, Krefeld, >>>"F:\taxa\coleo\scans\_FHL-13.tif"
Kleine, länglich ovale, glänzende, gewölbte, vollkommen unbehaarte Arten. Schwarz, die Flügeldecken oft rotgefleckt, zuweilen vollkommen rötlich, selten hell gelblich mit angedunkelter Naht. Kopf ± fein punktiert, Clypeus in der Mitte des Vorderrand (schwach) ausgerandet, Wangen lateral schwach erweitert; Halsschild deutlich punktiert, an der Basis gerandet; Scutellum klein, pentagonal. 1. Hintertarsenglied erweitert; beim ♂ Hinterschienen apikal ± stark erweitert, obere Endsporne apikal verflacht; apikale Borsten der Hinterschienen ungleich lang.
#1
tersus Er.Flügeldecken hell strohgelb mit angedunkeltem Nahtzwischenraum. 1.Hintertarsenglied dorsoventral bogenförmig erweitert [Abb. 1], fast so lang wie der obere Endsporn der Hinterschienen Dem >>>Esymus merdarius sehr ähnlich. Unterscheidet sich von ihm durch den deutlicher ausgeschnittenen Kopfschildvorderrand, dessen stumpf abgerundete Vorderecken, den hinten verbreiterten, nicht so dicht punktierten Halsschild. Schildchen zerstreut punktiert, Basis breiter als die beiden benachbarten Intervalle, Seiten an der Basis fast parallel. 3,5-4 mm. West-mediterrane Art. Ein Fund in der Slowakei, wohl nicht autochthon.
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Abb. 1
→ 2-Flügeldecken schwarz, schwarz mit rötlichem Fleck oder vollkommen rötlich; 1. Hintertarsenglied kurz, apikal angeschwollen, deutlich kürzer als der obere Endsporn der Hinterschienen [Abb. 2].
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Abb. 2
#2
coenosus (Panz., 1798)Scutellum vor der Spitze mit einem deutlichen Längskielchen; hintere Hälfte des Halsschildsseitenrand, von oben betrachtet, gerade; Flügeldeckenzwischenräume kräftig punktiert, durch deutliche Mikroskulptur leicht matt. Stark gewölbt, glänzend, schwarz, Halsschildseiten rot, Flügeldecken rotbraun oder kastanienbraun, der übrige Körper schwarz. Manchmal die Flügeldecken schwarz mit roten Flecken, sehr selten Schultern und Spitzen rot, manchmal auch rote Flecken hinter der Mitte der Decken, ein roter Fleck an der Basis des 2. Intervalles oder der ganze Körper schwarz. Kopf dicht und grob punktiert, sein Vorderrand leicht aufgebogen und in der Mitte flach ausgerandet. Halsschild doppelt punktiert. Punkte gegen die Seiten dichter. Hier der Abstand zwischen den Punkten kleiner als deren Durchmesser. Flügeldecken mit nach hinten verbreiterten Punktstreifen. Intervalle flach, chagriniert und deutlich punktiert. Vorderschienenenddorn beim ♂ kräftiger, seine Spitze nach unten gebogen; oberer Enddorn der Hinterschienen kräftiger und leicht nach außen gebogen [Abb. 3]. Aedoeagus [Abb. 4].4,5-5,5 mm. Südeuropa, Mitteleuropa, südliches Nordeuropa, Marokko, Kaukasus. Bei uns im allgemeinen nicht selten. Eine Frühlingsart, besonders in Schaf-, Rinder- oder Pferdemist, doch auch in Kaninchen- und Wildlosung. (tristis auct.).
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Abb. 3
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Abb. 4
paracoenosus Balth.Hrub., 1960-Scutellum eben, ohne Kiel; Halsschildseitenrand, von oben betrachtet, überall leicht gebogen; Flügeldeckenzwischenräume schwach punktiert, mit schwacher Mikroskulptur, nicht matt erscheinend. In der Färbung mit der vorigen Art weitgehend übereinstimmend. Sie unterscheidet sich von ihr durch die spärlichere Halsschildpunktierung, an dessen Seiten die Abstände zwischen den Punkten größer als deren Durchmesser. Halsschildhinterecken beim ♂ stärker abgerundet. Flügeldeckenintervalle deutlich gewölbt, feiner punktiert. Die Chagrinierung kaum erkennbar. Oberer Enddorn der Hinterschienen schlanker, fast gerade und länger als das 1. Hintertarsenglied [Abb. 5]. 4,3-4,5 mm. Bis jetzt aus der Tschechoslowakei, der Westukraine, Rumänien, Rußland, Ungarn, Polen, Deutschland (Harz), Österreich, Süd-Frankreich, Italien bis Sizilien, Montenegro, Griechenland und Kleinasien bekannt. Die Ausbildung der Hinterschienen der ♂ sowie die Dichte der Halsschildpunktierung sind nicht immer als sichere diagnostische Merkmale zu verwenden.
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Abb. 5
Erstellt am: 01.06.2016 · Letzte Aktualisierung: 01.06.2016 - 11:39:07
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