Gattung: Laccophilus Leach 1817

ColeopteraDydiscidaeLaccophilinae
Von Arved Lompe
Zimmerman, J.R. (1970 ): A Taxonomic Revision of the Aquatic Beetle Genus Laccophilus (Dytiscidae) of North America - Memoirs of the American Entomoligical Society, 26 >>>"F:\Taxa\coleo\scans\Zimmermann1970 Laccophilus Amerika.tif"
Die Arten sind durch die Merkmale der Unterfamilie deutlich gekennzeichnet und können an ihrem typischen Habitus auch im Freiland ohne Schwierigkeit erkannt werden. Bei allen unseren Arten ist der Penis asymmetrisch verwunden, Parameren ungleich, die rechte jeweils reduziert. Weltweit mit etwa 170 Arten vertreten, von denen in Europa 4 vorkommen.
#1
→ 2Halsschild einfarbig, gelb bis dunkelgelb oder rötlich gelb, vor der Basis höchstens im Schildchenbereich schmal dunkel durchscheinend. Größer, über 4 mm.
ponticus Sharp, 1882-Halsschild gelblich, an der Basis breit doppelbogig geschwärzt, teilweise auch am Vorderrand ± breit schwarz gerandet [Abb. 1]. Flügeldecken dunkel-pechbraun, teilweise gelb gesprenkelt, mit sehr variabler gelber Fleckenzeichnung, die meist in zwei gezackten Querbinden erscheint, von denen eine in Basisnähe nach vorne außen zieht und eine weitere im Spitzendrittel. Penis an der Spitze spatelförmig erweitert [Abb. 2]. 3,5- 4 mm. Süd- und Mitteleuropa, nach Norden seltener, in der Ebene gebietsweise fehlend. Bevorzugt moorige Gewässer. (variegatus (Germ.), poecilus Klug, 1834)
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Abb. 1
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Abb. 2
#2
hyalinus (De Geer, 1774)Kopf nur mit großen polygonalen Maschen, die etwas größer sind als die Ocellen der Augen, dazwischen fast glatt, die Mikroretikulation nur sehr fein [Abb. 3]. Fühler zur Spitze schwach getrübt. Hinterhüften beiderseits mit halbkreisförmig angeordneten Stridulationsorganen [Abb. 4]. Halsschildbasis in der Mitte nur wenig nach hinten vorragend [Abb. 5]. Flügeldecken gelblich, mit manchmal durchscheinenden Längslinien. Penis stark verwunden mit winzigen Häkchen an der Spitze. 4,5-5 mm [Abb. 6]. Ganz Mitteleuropa, häufig
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 3-Kopf mit sehr deutlicher Mikroretikulation, die größeren polygonalen Maschen dazwischen kaum erkennbar [Abb. 7]. Hinterhüften ohne Stridulationsorgan [Abb. 8]; nur einige Längslinien auf den ersten Abdominalsegmenten.
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Abb. 7
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Abb. 8
#3
minutus (L., 1758)Halsschildbasis in der Mitte nach hinten deutlich vorragend [Abb. 9]. Oberseite +/- einheitlich gefärbt, ohne Zeichnung. Oberseite dunkler, manchmal grünlich erscheinend. Flügeldecken mit helleren Langsstrichen an den Seitenrändern und durchscheinender dunkler Aderung der Unterflügel. Fühler zur Spitze meist etwas angedunkelt. Flügeldecken mit doppelter Mikroskulptur, das heißt gröbere Netzmaschen die ihrerseits wieder mit feiner Mikroretikulation ausgefüllt sind. Penis ohne Zähnchen an der Spitze [Abb. 10]. 4,2-4,8 mm [Abb. 11]. Ganz Mitteleuropa. Noch häufiger als die vorige Art.
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
biguttatus Kirby, 1837-Halsschildbasis in der Mitte nur wenig nach hinten vorragend [Abb. 12]. Kopf und Halsschild gelblich, letzterer an der Basis schmal geschwärzt. Flügeldecken einfarbig hellbraun gefärbt; die Naht und eine Linie daneben sowie ein schmaler Streifen neben dem Seitenrand dunkel gefärbt, ebenso einige kleine dunkle Flecken an der Basis [Abb. 13]; dunklere Längslinien ganz schwach durchscheinend. Fühler zur Spitze deutlich angedunkelt. Flügeldecken nur mit feiner Mikroretikulation, die gröberen Netzmaschen nur angedeutet. 3,9-4,8 mm. Holarktisch verbreitete Art, bei uns nur in Nordeuropa; in Nordamerika im Gebirge auch weiter nach Süden bis Colorado vordringend.
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Abb. 12
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Abb. 13
Enthaltene Taxabiguttatus hyalinus minutus ponticus
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 08.07.2017 - 15:06:25
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