Gattung: Lebia Latreille 1802

CarabidaeHarpalinaeLebiini
A.L. (n. Reitter, Mohr, Ganglbauer u.a.)
Die Arten dieser Gattung werden überwiegend beim Abstreifen und Abklopfen der Vegetation gefunden. Soweit bekannt verfolgen sie dort Chrysomeliden-Larven; einige sind dabei anscheinend auf besondere Zielarten spezialisiert, z.B. der nordamerikanische Lebia grandis auf die Larven des Kartoffelkäfers.
In der Tabelle fehlen die mir unbekannten, in Europa vorkommenden Arten:
Südrußland ...holomera Chaudoir, 1871
Spanien ...maraniana Kult, 1943
Ukraine, Südrußland ...menetriesi Ballion, 1869
Sardinien ...nigricollis Gené, 1839
Ukraine, Südrußland ...turkestanica Jedlicka, 1966
#1
Lamprias Bonelli, 1810Flügeldecken einfarbig metallisch grün oder blau [Abb. 1]. Kopf schwarz, oft mit Metallglanz, Halsschild oft rot. Untergattung
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Abb. 1
→ 2-Flügeldecken zweifarbig, rotgelb mit schwarzer Zeichnung oder umgekehrt [Abb. 2], Kopf ohne Metallglanz, schwarz oder rot. Lebia s.str.
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Abb. 2
#2
→ 3Taster geschwärzt. Fühler vom 3.-5. Glied an, oft auch die Beine geschwärzt. Größer, über 5,5 mm.
→ 4-Taster rot, meist auch Fühler und Beine ganz gelbrot. Kleiner, unter 5,5 mm.
#3
trimaculata (Villers, 1789)Flügeldecken gelbrot mit 3 schwarzen Flecken, einem etwa hantel- oder verkehrt schlüssellochförmigen längs des 3. und 4. Fünftels der Flügeldeckennaht und je einem rundlichen seitlich desselben. Ohne Scutellarmakel, nur das Schildchen selbst schwarz [Abb. 3]. Beine ganz rotgelb. 5,2-6,7 mm. Nordafrika, Südeuropa, Kaukasus, Westasien. Aus Mitteleuropa nur zweifelhafte Meldungen ohne Belege.
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Abb. 3
→ 3a-Flügeldecken gelbrot mit breiter, schwarzer Querbinde hinter der Flügeldeckenmitte, die sich längs der Naht etwas erweitert und oft die gelbrote Apikalmakel umgreift. Auch eine dreieckige schwarze Scutellarmakel vorhanden [Abb. 2].
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Abb. 2
#3a
cruxminor (L., 1758)Beine rot, an den Knien, Schienenenden und Tarsen geschwärzt, zuweilen fast ganz schwarz. 5,3-7,2 mm [Abb. 2]. Imagines und Larven jagen phytophage Insektenlarven. Fortpflanzung im Frühjahr. Von Nordafrika über ganz Europa und Sibirien bis Japan verbreitet. In Mitteleuropa nicht häufig an xerothermen Stellen.
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Abb. 2
nigripes Dejean, 1825-Beine ganz schwarz. Fühler vom 3. Glied an schwarz. Sonst wie der vorige. Mediterran in Frankreich; Italien, Iberische Halbinsel.
#4
→ 5Die ganze Basis der Flügeldecken dunkel.
→ 6-Flügeldecken mit gelbroter Basis oder einer gelbroten Schultermakel
#5
marginata (Geoffroy in Fourcroy, 1785)Kopf rot, Flügeldecken schwarz mit breiterem gelbrotem Hinterrand [Abb. 4]. 3,8-5,1 mm. Südeuropa und südliches Mitteleuropa, hier meist selten.
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Abb. 4
→ 7-Kopf schwarz. Siehe scapularis
#6
lepida Brullé, 1834Flügeldecken an der Basis ganz rot, ohne Schildchenmakel. Süditalien, Südgriechenland.
→ 7-Flügeldecken mit Schildchenmakel.
#7
scapularis (Geoffroy in Fourcroy, 1785)Kopf sehr deutlich, Flügeldecken schwächer genetzt (100 X) und deshalb nur mäßig glänzend, schwarz. Flügeldecken überwiegend schwarz, die - manchmal fehlende - gelbrote Humeralmakel zur Flügeldeckenmitte etwas spitz nach hinten verlängert, Seitenrand und eine ± reduzierte Apikalmakel gelbrot. 3,8-5,7 mm. Imago und Larve stellen Galerucella-Arten nach [Abb. 5]. Südeuropa, westl. bis Mittelfrankreich; Kaukasus, bis Sibirien und Turkestan. In Mitteleuropa nur im Süden sehr vereinzelt und selten.
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Abb. 5
humeralis Dejean, 1825-Kopf und Flügeldecken glatt, lackglänzend, nur spärlich fein punktiert. Flügeldecken mit gelbroten Humeral- und Apikalmakeln sowie ebensolchem Seitenrand, Humeralmakel ohne zur Flügeldeckenmitte gerichtete Spitze [Abb. 6]. 4-5,6 mm. Südosteuropa, westl. bis Mittelitalien, östl. bis Syrien und Westasien. Nur im südl. Mitteleuropa; Österreich (Niederösterreich, Burgenland, östl. Steiermark) und Tschechoslowakei (Slowakei, Mähren). Alte Meldungen aus Deutschland sehr fraglich
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Abb. 6
Enthaltene Taxacruxminor humeralis Lampriaslepida marginata nigripes scapularis trimaculata
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