Gattung Lionychus Wissmann 1846

CarabidaeHarpalinaeLebiini
Arved Lompe und Andreas Becker (n. diversen Autoren)
Daniel, K. 1901): Nova, von Hauptmann v. Bodemeyer in Kleinasien gesammelt, Mün.Col.Z. 1, 103-104
Halsschild stark herzförmig und durch die außerhalb der eigentlichen Randung liegenden, mehr oder weniger scharf zähnchenförmigen Hinterecken ausgezeichnet. Fühler vom 2. Glied ab behaart. Mit einfachem Kinnzahn. Klauen glatt.
Die Gattung enthält 19 Arten, davon kommen 7 in Europa vor.
#1
→ 2Flügeldecken mit 5 deutlich sichtbaren Streifen.
→ 3-Auf den Flügeldecken nur 3 Streifen deutlich sichtbar, 4. und 5. nur sehr schwach. Zwischenräume fein punktiert.
#2
maritimus Fairm., 1862Halsschildhinterwinkel ohne deutlich hervorragendes Zähnchen. Flügeldecken schwarz mit kleiner weißer Humeralmakel, die die Basis lange nicht erreicht; die Zwischenräume mit großen, verstreut stehenden Punkten, ungeflügelt. Aedeagus [Abb. 1]. 2,5-3 mm. Halophil. Miitelmeerküste von Nordspanien bis Ligurien, Sizilien.
lionychus_maritimus_aed.jpg
Abb. 1
ninini Marion, 1989-Halsschildhinterwinkel mit einem deutlich vorstehenden Zähnchen. Flügeldecken schwarz mit kleinem gelben oder weißen Humeralfleck, die Punktstreifen sind tief, die Intervalle dadurch konvex hervorgehoben, geflügelt. Habitus und Aedeagus [Abb. 2]. 3-4 mm. Nordfrankreich.
lionychus_ninini_hab.jpg
Abb. 2
#3
fleischeri Reitter, 1908 berrai F. Battoni, 1986 focarilei Barajon, 1964Flügedecken einfarbig, schwarz, oben metallisch grün schimmernd, stark glänzend. Halsschild länglich, die Hinterecken ohne deutliches Zähnchen. 5mm. Stammform in der Ostpaläarktis, Südrußland und Ukraine; von Kreta und Sizilien werden 2 weitere Unterarten beschrieben. Auf Kreta Auf Sizilien (Ätna) ssp. ssp.
→ 4-Flügeldecken mit elfenbeinfarbenen Flecken.
#4
sturmi (Gene, 1836)Hinterwinkel des Halsschilds völlig geschwunden, kein vorspringendes Zähnchen bildend. Flügeldecken schwarz, an den Schultern mit einem großen elfenbeinfarbenen Fleck, der den Vorderrand erreicht [Abb. 3]. Ungeflügelt. Aedeagus [Abb. 4].2,8-3 mm. Endemisch auf Korsika und Sardinien.
lionychus_sturmi_hab.jpg
Abb. 3
lionychus_sturmi_aed.jpg
Abb. 4
→ 5-Hinterwinkel des Halsschilds durch ein kleines, vorstehendes Zähnchen markiert.
#5
→ 6Halsschild stärker quer, etwa 1,35 x so breit wie lang (messen!) [Abb. 5]
lionychus_quadrillum_hschd.jpg
Abb. 5
orientalis K. Daniel 1901-Halsschild schlanker, nur etwa 1,2 x so breit wie lang [Abb. 6]. Halsschildhinterwinkel sehr klein. Flügeldecken etwas gestreckt, mit Humeral- und Apikalmakel, erstere erreicht den Seiten- und Basalrand nicht. 3-3,5mm. Türkei, Naher Osten.
lionychus_orientalis_hsch.jpg
Abb. 6
#6
quadrillum (Duft., 1812)Größer: 3-4 mm. Schwarz, nur das 1. Fühlerglied, Taster, Schienen und Tarsen ± dunkelbraun. Flügeldecken breiter und nach hinten an Breite etwas zunehmend, mit je einer ziemlich scharf abgesetzten, größeren gelben Humeralmakel und einer etwa am letzten Drittel der Flügeldeckenlänge etwas außerhalb der Mitte liegenden kleineren Apikalmakel [Abb. 7]; die hintere Makel kann mit der Humeralmakel verschmelzen, aber auch fehlen. Oberseite glänzend, aber bei 50 X deutlich fein genetzt. Aedoeagus: [Abb. 8] [Abb. 9]. Am Rande der Bahngleise im Aschenschotter, an sandigen Ufern und im Genist. Europa ohne den hohen Norden, nördlich bis Mittelschweden. In Mitteleuropa im Süden nicht selten, nach Norden seltener.
lionychus_quadrillum_hab.jpg
Abb. 7
lionychus_quadrillum_aed.jpg
Abb. 8
lionychus_quadrillum.jpg
Abb. 9
albonotatus (Dej. 1825)-Kleiner: 2,5-3 mm. Flügeldecken länger und paralleler. Die Punkte in den Flügeldeckenzwischenräumen gröber. Mit 2 Flecken wie der vorige, aber meistens die Makeln miteinander verbunden ujnd dann ein gebogens Längsband bildend [Abb. 10]. Aedoeagus: [Abb. 11] [Abb. 12]. Iberische Halbinsel und Nordafrika, Sizilien, Levante.
lionychus_albonotatus_hab.jpg
Abb. 10
lionychus_albonotatus_aed.jpg
Abb. 11
lionychus_albonotatus.jpg
Abb. 12
Enthaltene Taxaalbonotatus berrai fleischeri focarilei maritimus ninini orientalis quadrillum sturmi
Literaturverzeichnis
Fleischer,A.(1900): Bestimmungstabelle der Arten der Coleopteren-Gattung Lionychus Schmidt-Göbel, Wien.ent.Z. 19, 233-234
Reitter, E.(1908): Fauna Germanica, 1. Band, S. 192
Jeannel, R.(1942): Faune de France 40 Carabidae, S.1079-1081
Marion, F.(1989): Decouverte an Normandie d'une espéce inédite appartenant au genre Lionychus Wissmann, L'entomologiste 45/2, 109-114
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 08.12.2019 - 17:37:34
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)