Gattung: Megasternum Muls.

ColeopteraHydrophilidaeSphaeridiinae
Von Arved Lompe (n. H. Vogt)Literaturverzeichnis ⇒
Von der Gestalt der kleinen, dunklen Cercyon Arten, unbehaart. Vorderschienen vor der Spitze außen mit einer tiefen Ausrandung [Abb. 1]. Ohne Nahtstreif. Punktreihen der Flügeldecken viel feiner als bei Cercyon. Vorderbrustmitte zu einer breiten, 3-6 eckigen Platte erhoben [Abb. 2]. Auch die Mittelbrustmitte breit plattenartig erhoben, grenzt zwischen den Mittelhüften mit einer queren Linie an das hier vorgeschobene Mittelfeld der Hinterbrust. Die ganze Unterseite glänzend. Paläarktisch 5 Arten, davon 2 in Japan, 1 im Kaukasus und 2 weit verbreitete auch bei uns.
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Abb. 1
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Abb. 2
#1
concinnum (Marsham, 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebGestalt weniger breit-oval, hinten mehr verrundet, braunschwarz, öfter ganz braunrot [Abb. 3] oder mit hellerer Flügeldeckenspitze [Abb. 4]. Oberseite äußerst fein punktiert. Das lange 1. Fühlerglied vorn in eine scharfe Ecke ausgezogen [Abb. 5]. Schildchen länger dreieckig [Abb. 6] Hintertarsen länger [Abb. 7], Penis länger zugespitzt, Parameren am Ende stärker lappig verbreitert [Abb. 8] [Abb. 9]. 1,7-2,2 mm. B: Unter faulenden Pflanzenstoffen, im Dung und in Pilzen. D: Überall häufig. (=boletophagum Marsh.) (=obscurum Marsh.)
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
immaculatum (Stephens, 1829)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Gestalt breiter oval, hinten etwas zugespitzt, braunschwarz [Abb. 10], Schildchen kürzer dreieckig [Abb. 11], Hintertarsen kürzer [Abb. 12], Penis kürzer zugespitzt, Parameren am Ende schmäler lappig verbreitert [Abb. 13]. B: Lebensweise unbekannt, aber wohl ähnlich wie bei concinnum. D: Bisher aus England, Schweden, Norwegen, Finnland, Lettland, Deutschland und Österreich bekannt; sicher weiter verbreitet und wohl nicht weniger selten als concinnum. Einen direkten Vergleich der Penisspitzen zeigt [Abb. 14]. Im Bienwald (Pfalz) habe ich am 30.5.2011 bei einem Autokescherfang beide Formen gefunden, immaculatum in Anzahl, concinnum nur in 1 Exemplar. Der Name für die neue Art ist formell noch nicht festgestellt, könnte sich also noch ändern. Nach einer persönlichen Mitteilung von Andrew Duff hat Peter Hammond den Unterschied vor etwa 20 Jahren festgestellt, aber nie etwas publiziert.
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
prometheus Schatrowskij, 1989🗺Coleoweb-Durchschnittlich größer, aber sonst den vorigen ähnlich; glänzender, mit rötlichen Schulterflecken und im letzten Drittel der Flügeldecken heller werdend, an der Spitze gelbbraun [Abb. 15] [Abb. 16]; etwas größer: 1,9-3,5 mm. Aedoeagus [Abb. 17] [Abb. 18], die Parameren überragen die Penisspitze deutlich. D: Aus dem Kaukasus beschrieben, aber nicht weiter bekannt geworden.
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
Literaturverzeichnis
Schatrowskij, A.G. (1989): Kaukasische Hydrophiliden der Gattung Megasternum Mulsant 1844 (Insecta: Coleoptera: Hydrophilidae) - Senckenbergiana biologica, 70(1-3):83-87 >>>"Schatrowskij1990 Megasternum prometheus.pdf"
Fägerström, Ch. (2019): Some beetle species new to the Swedish fauna. - Entomologisce Tidskrift, 140:73-79 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Fägerström2019 Megasternum immaculatum.pdf"
Foster, G.N., Bilton, D.T. & Friday, L.E. (2014): Key to adults of the water beetles of Britain and Ireland (part 2). - RES Handbook 4, 5b:: Royal Entomological Society, St Albans
Erstellt am: 13.07.2005 · Letzte Aktualisierung: 26.05.2025 - 18:26:49
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