Gattung Micropeplus Latr.

ColeopteraStaphylinidaeMicropeplinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)Literaturverzeichnis ⇒
Durch die Unterfamiliencharaktere ausreichend gekennzeichnet. Die Vertreter dieser Gattung leben vorzugsweise in faulenden Vegetabilien, besonders wenn diese schimmeln oder gären. Sie fliegen an Sommerabenden und werden regelmäßig am Licht und im Autokescher gefangen. 20 Arten in Europa.
Die Gattung Arrhenopeplus Koch, 1937 wurde von Campbell (l.c.) syonym zu Micropeplus gesetzt.
Mir unbekannt und in der Tabelle nicht behandelt ist eine weitere Art aus Griechenland. ...graecus Reitter, 1887
#1
→ 2Flügeldecken zwischen den Rippen unpunktiert [Abb. 1].
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Abb. 1
→ 5-Flügeldecken zwischen den Rippen tief und grubig punktiert [Abb. 2]. Auch das vorletzte Tergit wie die vorhergehenden mit Rippen und tiefen Gruben in der Mitte [Abb. 3].
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Abb. 2
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Abb. 3
#2
→ 3Das vierte freiliegende (vorletzte) Tergit durch 3 Rippen in 4, wenn auch flachere, Grübchen geteilt.
→ 15-Das vierte freiliegende Tergit +/- flach, nur an den Seiten gekantet und etwas vertieft, ohne Rippen und tiefe Gruben in der Mitte [Abb. 4]. (Arrhenopeplus Koch, 1937).
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Abb. 4
#3
doderoi Normand, 1920🗺ColeowebFlügeldecken zwischen der Naht- und Schulterrippe mit 2 Rückenrippen [Abb. 5]. Hellbraun. Habitus kurz und gedrungen, Flügeldecken eben und matt mit undeutlicher Mikroskulptur. Hinterbrust uneben aber ohne ausgesprochene Grübchen. ♂: Mittelschienen gebogen, die Innenkanten fein gezähnelt bzw. granuliert. Aedoeagus [Abb. 6]. 1,5 mm. D: An der französischen Mittelmeerküste unter Genist. Größer und gestreckter, mit stärker vorragenden Halsschildvorderecken [Abb. 7] vergleiche brunneus, der auf dem 4 freiliegenden Tergit duetliche Kiele haben kann. LZ >>>15
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 4-Flügeldecken zwischen der Naht- und Schulterrippe mit 3 Rückenrippen.
#4
obsoletus Rey, 1884🗺ColeowebHell- bis pechbraun. Der äußere Kiel der Flügeldecken dem Humeralkiel genähert. Flügeldecken glänzend mit feiner Mikroskulptur. Hinterbrust mit einem etwa hexagonalen, wenig scharf begrenzten Eindruck. ♂: Mittelschienen etwas gebogen, mit einem kleinen Zahn zwischen der Mitte und dem letzten Drittel. Aedoeagus [Abb. 8]. 2,1 mm. D: Südwesteuropäische Art: Frankreich (Korsika, Pyrenäen,Bourgogne), Spanien (Tarragona); nach Fauna Europaea auch in der Schweiz.
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Abb. 8
laevipennis Eppelsheim, 1880🗺Coleoweb-Schwarz, die Seiten des Halsschilds rotbraun, die Flügeldecken pechbraun, die Fühler und Beine rostgelb. Kopf mit 2 dem Seitenrand parallel laufenden, vorn schwielig verdickten, hinten bis zum Innenrand der Augen reichenden, kielartigen Erhöhungen. Halsschild etwas breiter als die Flügeldecken, nach vorn stark verengt, mit breit abgesetzten Seiten, scharfen, spitzen Hinterecken und fein zweizähnigem Seitenrand. Die dritte Rückenrippe ist feiner als die beiden anderen und hinten verkürzt. 1,5 mm. D: Rumänien, Kroatien.
#5
→ 6Flügeldecken zwischen Nahtrippe und Schulterrippe mit 2 Rückenrippen. Braune Arten mit rötlichgelben Halsschildseiten und gelbroten Fühlern und Beinen.
→ 13-Flügeldecken zwischen Nahtrippe und Schulterrippe mit 3 Rückenrippen. Fühler und Beine rotbraun, Fühlerkeule dunkel. Schwarzbraune Arten, Halsschildseiten teilweise düster rot
#6
→ 7Die Humeralrippe am oberen Seitenrand der Flügeldecken ist einfach, neben ihr ist von oben die Subhumeralrippe teilweise sichtbar. Flügeldecken nicht breiter als Halsschild und Abdomen.
latus Hampe, 1861🗺Coleoweb-Die Subhumeralrippe bildet am Seitenrand eine breitabgesetzte und aufgebogene Fläche, die die Epipleuren vollständig bedeckt. Flügeldecken mindestens so breit wie der Halsschild und breiter als das Abdomen. Braun mit rötlichgelben Halsschildseiten sowie gelbroten Fühlern und Beinen. Flügeldecken kurz und sehr breit. ♂: Clypeus nach vorne zugespitzt, Hinterschienen innen fein gezähnelt aber ohne größeren Zahn. Aedoeagus [Abb. 9]. 2-3 mm. D: Slowenien, Kroatien.
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Abb. 9
#7
→ 8Die Mittelrippe des Abdomens an der Basis des vorletzten Tergits in einen vorragenden, spitzwinkligen Zahn auslaufend (von der Seite gut zu erkennen [Abb. 10]). Scheitel mit einem Fältchen in der Mitte und jederseits mit einer flachen Beule.
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Abb. 10
→ 9-Die Mittelrippe des Abdomens an der Basis des vorletzten Tergits bei Seitenansicht in einen stumpf- bis rechtwinkligen Zahn auslaufend [Abb. 11].
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Abb. 11
#8
staphylinoides (Marsh., 1802)🗺ColeowebFlügeldecken relativ länger. Schulterrippe gerade [Abb. 12]. ♂ Kopfschild in eine kleine Spitze ausgezogen. Aedoeagus [Abb. 13]. 2 mm. D: Rheinland und südöstliches Mitteleuropa, sehr selten
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Abb. 12
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Abb. 13
calabricus Reitter, 1907🗺Coleoweb-Flügeldecken kürzer, stärker quer. ♂: Kopfschild in ein Zähnchen ausgezogen. Die Spitze des Aedoeagus mehr länglich und gekrümmt. D: Eine Art (?) aus Süditalien. Anmerkung: Nach Tronquet (l.c.) vielleicht nur eine extreme Form von staphylinoides.
#9
→ 11Flügeldecken zusammen kaum (1,2x) breiter als an den Schultern lang, vor dem Hinterrand quer eingedrückt [Abb. 14].
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Abb. 14
→ 10-Flügeldecken zusammen viel breiter als lang, beträchtlich schmäler als der Halsschild und die Basis des Abdomens, vor dem Hinterrand nicht deutlich quer vertieft.
#10
caspius Reitt.🗺ColeowebScheitel mit fünf nach vorn konvergierenden Fältchen. Kopfschild des ♂ in eine deutliche Spitze ausgezogen. 2,4-2,5 mm. D: Lenkoran.
gomerensis Assing, 1999🗺Coleoweb-Scheitel mit einem Fältchen in der Mitte und jederseits mit einer flachen Beule. Schulterrippe in der Mitte einwärts gebogen [Abb. 15], so daß die umgeschlagenen Teile von oben sichtbar sind. Ungeflügelt, Flügeldecken an der Naht verschmolzen. D: Kanarische Inseln: Gomera.
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Abb. 15
#11
longipennis Kr., 1859🗺ColeowebScheitel mit einem Fältchen in der Mitte und jederseits mit flacher Beule. Kopfschild beim ♂ und ♀ einfach abgerundet. Der Mittelkiel des Hinterleibs auf der Mitte des vorletzten (4. freiliegenden) Tergites sanft abfallend endend. Die Mittelschienen des ♂ am Innenrand im apikalen Drittel mit einem feinen, die Hinterschienen näher der Mitte mit einem stärkeren Zähnchen [Abb. 14]. Aedoeagus [Abb. 16]. Unsere größte Art, 2,5-2,8 mm. D: Mittleres und südliches Mitteleuropa, selten
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Abb. 14
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Abb. 16
→ 12-Scheitel mit vier oder fünf nach vorn konvergierenden Falten. ♂: Kopfschild spitzig vorgezogen [Abb. 17], Schienen im apikalen Drittel mit einem Zähnchen. Mittelrippe des Abdomens an der Basis des vierten Dorsalsegmentes stumpf beulenförmig erhaben [Abb. 11].
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Abb. 17
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Abb. 11
#12
marietti Duval, 1857Fundmeldungen🗺ColeowebScheitel mit 4 Längsfältchen und einer medianen Furche. Größer und deutlicher parallel. Fühlerendknopf dunkel. Flügeldecken gröber punktiert. ♂: Penis stark asymmetrisch [Abb. 18]. 2,2-2,5 mm. D: Mittleres und südliches Mitteleuropa, nicht häufig, eine synanthrope Art, die sich weiter auszubreiten scheint.
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Abb. 18
fulvus Er., 1840Fundmeldungen🗺Coleoweb-Scheitel mit 5 Fältchen, davon die äußeren unregelmäßig [Abb. 17] (die matten Strukturen sind erhaben). Kleiner und relativ schmäler, Flügeldecken etwas feiner punktiert [Abb. 19]. Auch bei dieser Art kommen Exemplare mit dunkler Fühlerkeule vor. ♂: Penis symmetrisch, einfach zugespitzt [Abb. 20] [Abb. 21]. 2-2,3 mm. D: Verbreitet und nicht selten
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Abb. 17
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
#13
caelatus Er., 1839🗺ColeowebOberseite glänzend. Habitus kürzer, breiter und stärker gewölbt, braun bis pechschwarz. Kopf und Halsschildmitte sehr grob punktiert und dicht gerunzelt, so daß der Kopfmittelkiel und die Rippen auf dem Halsschild zwischen der Punktur nicht oder nur schwer erkennbar sind. Flügeldecken zwischen den Rippen nicht deutlich chagriniert. Aedoeagus [Abb. 22]. 1,7-2 mm. D: Nord-, Ost- und Mitteleuropa, sehr selten.
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Abb. 22
→ 14-Oberseite matt. Habitus gestreckter und weniger gewölbt. Kopf und Halsschildmitte sehr fein gerunzelt, Flügeldecken zwischen den Rippen dichter punktiert und mit deutlicher Chagrinierung. Hierher 2 außerordentlich ähnliche Arten
#14
porcatus (Payk., 1789)Fundmeldungen🗺ColeowebGrößer, durchschnittlich 2,3 mm [Abb. 23]. Halsschild weniger stark quer, Flügeldecken länger. Rückwärtiger Teil der Tergite auch auf den hinteren Tergiten nur mit verwischter Mikroskulptur, glänzend, mit starken geglätteten Längsrunzeln. ♂: Penis in Ventralansicht stark asymmetrisch mit sehr deutlicher konkaver Schwingung an der rechten Seite, Winkel zwischen Schaft und Basalteil etwa 90° [Abb. 24] [Abb. 25]. B: Vorzugsweise in Kompost und faulenden Pflanzenstoffen. D: Überall nicht selten
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
ripicola Kerstens, 1964Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kleiner, durchschnittlich 2 mm, gedrungener [Abb. 26]. Halsschild stärker quer, Flügeldecken kürzer. Rückwärtiger Teil der Tergite namentlich auf den hinteren Tergiten vor dem Hinterrand gleichmäßig genetzt, recht matt, ohne oder nur mit angedeuteten nicht geglätteten Längsrunzeln. ♂: Penis in Ventralansicht nur schwach asymmetrisch, an der rechten Seite ohne oder nur mit kaum wahrnehmbarer konkaver Schwingung [Abb. 27], Winkel zwischen Schaft und Basalteil in Seitenansicht <90° [Abb. 28]. B: An sandigen Ufern. D: Im äußersten Nordwesten von Mitteleuropa, in den Niederlanden und in Österreich (Seebach bei Aflenz); sehr selten
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Abb. 26
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Abb. 27
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Abb. 28
#15
→ 16Oberseite +/- mikroskulptiert, aber immer glänzend. Kleinere Arten unter 1,9 mm.
brunneus Mäklin, 1852-Flügeldecken zwischen den Rippen fein gekörnelt, matt und glanzlos [Abb. 29]. Gelbbraun mit helleren Flügeldecken [Abb. 7] [Abb. 30]. Kopf auf dem Scheitel mit einem Kielchen, daneben leicht erhaben. Halsschild an den Seiten ohne Zähnchen, nach vorne gerade verengt, nach hinten leicht gewinkelt, deutlich weniger verengt; Vordecken stark vorstehend. Kiele auf der Flügeldeckenscheibe am Ende einfach abgestutzt. Körper auffallend flach und wenig gewölbt. 6. Fühlerglied auffallend langgestreckt, fast so lang wie 7. und 8. zusammen [Abb. 31]. 2,3 mm. D: Pfalz, Bienwald: 1 ♀ im Autokescher. Das Tier aus dem Bienwald entspricht der Abbildung eines Exemplares dieser Art aus dem Museum der Universität von British Columbia (Kanada) [Abb. 32] so weitgehend, daß ich es für diese Art halte. Nach dem Schlüssel von Campbell soll brunneus einen Mittelkiel auf dem 4. Tergit haben, in der Artbeschreibung wird das aber wieder dahingehend relativiert, daß manchmal Lateral- und Mediankiel schwach angedeutet sind, noch seltener nur ein Mediankiel kurz an der Basis. Bei meinem Tier sind Kiele nur an der Basis ganz kurz angedeutet. Habitus [Abb. 33] und Aedoeagus [Abb. 34] nach Campbell. M. brunneus ist bisher aus dem Nordwesten Nordamerikas vom Norden Kaliforniens (San Francisco) bis Alaska (Sitka) bekannt. Das ganze Jahr über gefunden; Meldungen im Juni/Juli von frisch geschlagenem Fichtenholz und Spänen; auch von Baumschwämmen und von Pseudotsuga taxifolia; früher als selten eingestuft, aber stellenweise ziemlich häufig. Zu uns möglicherweise mit Holzschnitzeln eingeschleppt; ob eine dauerhafte Ansiedlung erfolgt ist, muß die Zukunft zeigen.
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Abb. 29
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Abb. 7
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
#16
→ 17Kleine Arten: 1,5 mm.
→ 18-Etwas größere Arten: 1,7-1,8 mm.
#17
tesserula Curt., 1828Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild an den Seiten ziemlich gleichmäßig gerundet, der Seitenrand mit 4 kleinen Zähnchen: Im 1. Fünftel hinter den Vorderwinkeln, im 3. Fünftel hinter der Mitte, im 4 Fünftel vor den Hinterwinkeln und kurz vor der Basis an der Ausrandung des Seitenrandes zu den Hinterecken [Abb. 35]. Flügeldecken zwischen den Rippen flach mikroskulptiert, glatt und glänzend [Abb. 36]. Stirn zwischen den Augen mit 2 länglichen, kräftig erhabenen Buckeln die durch eine tiefe V-förmige, ungekielte Furche getrennt sind. Die Kiele der Flügeldeckenscheibe, besonders der innere, am Ende dornförmig zugespitzt und den Hinterrand überragend. Dunkelbraun, Halsschildseiten rotbraun; der Körper querüber stark gewölbt [Abb. 1]. Aedoeagus [Abb. 37]. Die kleinste bei uns vorkommende Art, 1,5 mm. D: Von Schweden bis Frankreich und östlich bis Österreich und Slowakei gemeldet. Überall selten.
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Abb. 35
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Abb. 36
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Abb. 1
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Abb. 37
denticollis (Coiffait, 1958)🗺Coleoweb-Halsschildseitenrand mit einem Zähnchen im 3. Fünftel hinter der Mitte; von dort nach vorne gerade verengt, nach hinten zu den leicht gerundeten Hinterecken parallel. Stirn zwischen den Augen mit 2 länglichen, kräftig erhabenen Buckeln, die sie trennende Furche mit einem kräftigen Kiel der nach vorne bis an den Vorderrand der Stirn reicht. Gelbrot mit schwarzen Kopf, auf jeder Seite ein rot-braunes Längsband zwischen Auge und Stirnwölbung. Beine, Antennen und Mundteile ganz rotgelb. Form länglich, leicht konvex. Kopf, Halsschild und Schildchen mit sehr deutlicher Netzung, wenig glänzend. Flügeldecken und Bauch glatt und glänzend mit ein paar kleinen unscheinbaren Punkten vor allem in der Nähe der Seitenflächen der Flügeldecken. 1,5 mm. D: Aus Mazedonien beschrieben; Slowenien, Kroatien.
#18
thracicus (Coiffait, 1958)🗺ColeowebDunkel braunschwarz, die Seiten des Halsschilds heller rotbraun, Fühler und Beine rotgelb. Stark gewölbt und gedrungen und mit gänzender Oberseite. Flügeldecken und Abdomen ohne deutliche Mikroskulptur, nur mit wenigen sehr feinen, kaum sichtbaren Pünktchen. Halsschildseiten nach vorne gerade, nach hinten leicht gerundet verengt; die Vorderecken stark vorragend; die Hinterecken verrundet. Die Furche zwischen den Stirnhöckern mit einem hinten erweiterten und verdickten Kiel, der nach vorne dünner wird und von 2 sehr feinen Kielchen eingefaßt ist. Aedoeagus [Abb. 38]. 1,8 mm. D: Griechenland: Thrakien, Umgebung Kavala.
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Abb. 38
turcicus Coiffait, 1958🗺Coleoweb-Halsschild und Flügeldecken hell rotbraun, Schildchen, Oberseite des Abdomens und Brustteile etwas dunkler; Kopf schwarz, Beine und Fühler rot, die Keule dunkel. Kopf, Halsschild und Schildchen fein mikroskulptiert, glanzend; Flügeldecken an den Seiten und Bauch sehr fein und kaum erkennbar punktiert. Furche zwischen den Stirnhöckern mit 2 feinen Kielchen die nach vorne erlöschen ohne sich zu vereinigen. Sonst dem Vorigen sehr ähnlich. Aedoeagus [Abb. 39]. 1,7 mm. D: Türkei, Bursa.
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Abb. 39
Enthaltene Taxabrunneus caelatus calabricus caspius denticollisdoderoi fulvus gomerensis laevipennis latus longipennis marietti obsoletus porcatus ripicola staphylinoides tesserula thracicus turcicus
Literaturverzeichnis
Campbell. J.M. (1968): A Revision of the New World Micropeplinae (Coleoptera: Staphylinidae) with a Rearrangement of the Worls Species. - The Canadian Entomologist, 100(3):225-267 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\_Neue Welt\Campbell1968 Revision-of-New-World-Micropeplinae.pdf"
Coiffait, H. (1957): Trois nouveaux Micropeplus de la région Méditerranéenne orientale. - Rev. Franc. Ent., 24:410-414. >>>"F:\taxa\coleo\scans\Coiffait1958 Micropeplus.tif"
Tronquet, M. (2007): Staphylinidae Micropeplinae de la faune de France et contrées voisines des genres Arrhenopeplus (Koch, 1937) et Micropeplus Latreille, 1809 (23ème contribution à la connaissance des Staphylins). - R.A.R.E., 16 (3) : 104-116 >>>"F:\Taxa\coleo\scans\Tronquet2007 Micropeplinae.pdf"
Erstellt am: 12.06.2013 · Letzte Aktualisierung: 09.10.2025 - 01:11:35
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