Gattung: Monotoma Herbst, 1793

ColeopteraMonotomidae
Von Arved Lompe (n. H. Vogt u.a.)Literaturverzeichnis ⇒
Bei den ♂ sind die Hintertarsen 4-gliedrig und die Spitzen der Vorder- und oft auch der Mittel- und Hinterschienen kurz einwärts gebogen und an der Innenseite mit Zähnchen besetzt; sie haben ein kleines, überzähliges Dorsalsegment, woran sie leicht zu erkennen sind. Unsere Arten leben unter verrottenden Pflanzenstoffen, oft massenhaft in Komposthaufen, abends schwärmend. 2 unserer Arten sind Ameisengäste. In Europa 14 Arten in 3 Untergattungen. Bei der Untersuchung der Aedoeagi ist zu beachten, daß bei ausgefärbten Tieren deutlich mehr Strukturen zu erkennen sind.
Anmerkung zum Bau der inneren ♂ Genitalorgane. ...99
Es ist nicht auszuschließen, daß sich weitere importierte Arten angesiedelt haben, die aber wegen der Gleichförmigkeit der Tiere noch nicht erkannt sind.
Tabelle der kanadischen Arten siehe ...Monotoma_NA@en
D: Frankreich. ...perplexa Rey, 1889
D: Südrußland. ...specialis Nikitsky, 1985
#1
→ 2Schläfen hinter den Augen gerade und länger als der Augendurchmesser [Abb. 1]. Zum Teil Ameisengäste.
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Abb. 1
→ 4-Schläfen kürzer als die Augen, backen- oder zahnförmig [Abb. 2]. Stirn vor den Augen seitlich ± zahnförmig erweitert. Alle Arten hellbraun, rostbraun bis dunkel, Fühler und Beine stets, Flügeldecken manchmal heller als der Vorderkörper. In faulenden Vegetabilien, Kompost, Heu, Mist usw.; abends schwärmend. Untergattung Monotoma s. str.
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Abb. 2
#2
quadrifoveolata Aubé, 1837Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild fast quadratisch mit parallelen Seiten [Abb. 3], beiderseits der Mittellinie mit je 2 hintereinander liegenden, längs verbundenen tiefen Gruben und einer Furche neben dem Seitenrand; der Halsschild zeigt damit 3 durch aufstehende Haarschuppen hervorgehobene Längswülste [Abb. 4]. Halsschildvorderecken kurz verrundet, nicht besonders betont. Oberseite braunrot. Flügeldecken matt glänzend, mit feinen Punkt- und Haarreihen [Abb. 5]. Aedoeagus [Abb. 6] [Abb. 7]. 1,9-2,3 mm. Untergattung Monotomina Nikitsky, 1986 B: Meist synanthrop in Kompost, Heu usw.. D: West- und Südeuropa, aus dem Gebiet nur wenige, meist alte Angaben aus Ostdeutschland, Tschechoslovakei, Wien und südlicher Steiermark, sehr selten. Bei flachen Halsschildgruben und einem Halsschild der länger als breit ist vergleiche testacea LZ >>>12 bei der die Augen nur wenig länger als die Schläfen sind.
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 3-Halsschild länger als breit und nach vorne ± verengt, nur mit 2 schwachen Eindrücken vor der Basis. Halsschildvorderecken durch einen breiten Zahn betont, Halsschildseiten kräftiger gezähnelt. Oberseite dunkel. Flügeldecken ganz matt, rauhkörnig, viel kräftiger punktiert, mit kurzen Borstenschüppchen reihig besetzt. Ameisengäste. Untergattung Gyrocecis Thoms.
#3
conicicollis Chevrolat, 1837Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild nach vorn stark verengt [Abb. 8], mit kräftig nach vorn-außen vorspringenden Vorderwinkeln, hinter denselben etwas ausgeschweift. Flügeldecken [Abb. 9] etwa 1,8 x so lang wie breit (messen, nicht schätzen!). Beim ♂ sind alle Schienen leicht einwärts gebogen und haben an innen an der Spitze ein langes Zähnchen. Aedoeagus [Abb. 10] [Abb. 11]. 2,5-3 mm. B: In Nestern verschiedener Formica-Arten häufig, oft zusammen mit der folgenden Art. D: Europa.
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
angusticollis (Gyll., 1827)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild weniger stark, gerade verengt [Abb. 12], mit schwach prononciertem Zahn in den Vorderwinkeln, die Seiten weniger auffällig gezähnelt. Kopf kürzer, die Schläfen kürzer als bei der vorigen Art. Flügeldecken etwa 1,6x so lang wie breit; die größte Breite liegt näher zur Mitte [Abb. 13]. Das ♂ hat gerade Schienen und keine Zähnchen an der Spitze. Aedoeagus [Abb. 14]. 2,5-2,8 mm. B: Bei Formica-Arten. D: Überall im Gebiet, meist seltener als die vorige Art.
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
#4
longicollis (Gyll., 1827)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild hinten breit verrundet, ohne deutliche Hinterecken [Abb. 15]. Kleinste, etwas glänzende Art mit ziemlich glatten Flügeldecken: 1,4-1,9 mm [Abb. 16]. Vorderteil des Kopfes vor den Augen (Clypeus) nach unten geneigt. Flügeldecken ziemlich glatt, mit sehr feinen, nur stellenweise undeutlich gereihten Punkten besetzt, die sehr feinen Härchen nicht gereiht. Schläfen sehr kurz, kürzer als die halbe Augenlänge, hinten scharf spitzig abgeschnitten, Halsschild etwas länger als breit, an den Seiten kaum erkennbar gekerbt, vor der Basis mit 2 länglichen Gruben. Flügeldecken schmal, nach hinten leicht verengt, schwach glänzend. ♂: Aedoeagus [Abb. 17] [Abb. 18] [Abb. 19]; inneres Organ [Abb. 20]. D: Im ganzen Gebiet, stellenweise häufig.
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Abb. 15
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
→ 5-Halsschild mit durch Zähnchen zumindest angedeuteten Hinterecken, diese manchmal sehr klein. Mindestens 1,8 mm lang. Kopf, Halsschild und Flügeldecken meist rauher, matt, mit gröberen Punkten und deutlicheren sauber gereihten Haaren beziehungsweise Borsten besetzt. Clypeus vorgestreckt.
#5
→ 6Augen größer, die Schläfen daher kürzer als die halbe Augenlänge [Abb. 21], scharf recht- oder spitzwinkelig; manchmal als scharfe Spitze nach der Seite vorspringend.
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Abb. 21
→ 10-Augen kleiner, die Schläfen mindestens von halber Augenlänge, nicht zur Seite gerichtet, etwa rechtwinkelig oder abgerundet [Abb. 22]. Bei der Beurteilung diese Merkmals muß darauf geachtet werden, daß bei geringen Vergrößerungen die Kontur des Kopfes durch die Schuppenborsten an den Schläfen verdeckt wird.
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Abb. 22
#6
picipes Hbst., 1793Fundmeldungen🗺ColeowebKopf jederseits neben dem Auge mit einer länglichen Grube [Abb. 23]. Halsschildvorderecken stumpf zahnförmig ausgebildet und leicht nach vorn vorstehend [Abb. 24]. Schwarz bis rostbraun. Halsschild so lang oder länger als breit, Seiten deutlich gekerbt, grob, aber nicht gedrängt punktiert. Aedoeagus [Abb. 25] [Abb. 26] [Abb. 27]; inneres Organ [Abb. 28]. Spermatheka [Abb. 29]. 1,9-2,5 mm. D: Überall eine der häufigsten Arten.
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
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Abb. 27
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Abb. 28
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Abb. 29
diecki Reitter, 1877🗺Coleoweb-Kopf mit zwei breiten flachen Läugsfurchen, Halsschild kaum so lang wie breit, nach vorn konisch verengt, hinten mit zwei tiefen, vorn mit zwei flacheren, meist mit einander der Länge nach leicht verbundenen Discoidalgrübchen; Flügeldecken kurz eiförmig, Körper klein. Rotbraun, Fühler und Beine heller. D: Korsika.
→ 7-Kopf neben den Augen höchstens mit angedeuteten, unregelmäßigen flachen Vertiefungen. Halsschildvorderecken verrundet oder als Körnchen oder stumpfes Zähnchen markiert. Kopf mit großen, flachen, gedrängt stehenden Punkten besetzt. Halsschild nicht länger als breit.
#7
→ 8Einfarbig hell rostgelb bis rostrot. Arten aus dem Kaukasus.
→ 9-Ausgefärbt dunkelbraun bis pechbraun.
#8
inseriata Reitter, 1901🗺ColeowebAugen seitlich leicht vortretend, die Schläfenwinkel wenig überragend. Einfarbig hell rostgelb, Flügeldecken nicht in deutlichen Reihen punktiert und behaart, ansonsten der bicolor sehr ähnlich, aber die Schläfen sehr kurz, zähnchenförmig. Halsschild sehr wenig länger als breit mit angedeuteter Mittelfurche. D: Kaukasus: Araxestal bei Ordubad.
conicithorax Reitter, 1891🗺Coleoweb-Augen an den Seiten des Kopfes stark halbkugelig vorspringend, die Schläfenwinkel sehr weit überragend. Einfarbig hell rostrot, Halsschild merklich breiter als lang, nach vorn gerade konisch verengt, die Vorderwinkel deutlich, die hinteren stärker, oft fast spitz vorragend, mit zwei Basalgrübchen. D: Transkaukasien (Araxesthal); Turkestan (Buchara).
#9
brevicollis Aubé, 1837Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschildseiten nach vorn konvergierend [Abb. 30]. Flügeldecken hinten einzeln flach verrundet. Schwarzbraun, Flügeldecken dunkelbraun, Körperanhänge hell bräunlichrot [Abb. 31].Halsschild gedrängt rauh punktiert, Oberseite matt. Abdomen kräftig und dicht punktiert [Abb. 32] und dadurch sowie auch deutliche Chagrinierung, matt. Letztes Sternit kürzer, breit verrundet [Abb. 33]. Pygidium matt, an seiner Basis dicht punktiert. Beim ♂ sind die Vorderschienen an der Spitze nach innen gekrümmt. Aedoeagus [Abb. 34] [Abb. 35] [Abb. 36]. 2,0-2,3 mm. D: Weit verbreitet, aber selten. Ich habe ein ♀ aus Nienburg mit anderer Halsschildform [Abb. 37] und kürzeren Fühlern [Abb. 38], daß möglicherweise auch zu dieser Art gehört. Habitus [Abb. 39]; Kopf [Abb. 40].
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
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Abb. 33
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Abb. 34
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Abb. 35
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Abb. 36
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Abb. 37
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Abb. 38
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Abb. 39
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Abb. 40
gotzi Holzschuh & Lohse, 1981Fundmeldungen🗺Coleoweb-Halsschild parallelseitig [Abb. 41]. Flügeldecken am Ende gemeinsam gerade abgestutzt. Mit brevicollis weitgehend übereinstimmend, etwas zierlicher und schlanker, Abdomen nur auf dem 1. Sternit kräftig, nach hinten sehr fein und weitläufig punktiert [Abb. 42], nur verloschen chagriniert und glänzender. Letztes Sternit nach hinten lang verengt [Abb. 43], Pygidium mäßig dicht punktiert, der Untergrund verloschen chagriniert und etwas glänzend. Aedoeagus [Abb. 44]. 1,9-2,2 mm. D: Bisher von mehreren Fundorten in Niederösterreich, Vorarlberg und Liechtenstein bekannt; da auch in Dänemark, sicherlich weiter verbreitet . Ich habe ein ♀ aus Hannover [Abb. 45] (aus einer hohlen Esche leg. Sprick) das ich für diese Art halte. Es wäre der erste Nachweis für Deutschland.
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Abb. 41
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Abb. 42
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Abb. 43
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Abb. 44
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Abb. 45
punctaticollis Aube, 1843🗺Coleoweb-Kopfschild weniger dicht punktiert. Halsschild weniger gedrängt, etwas feiner punktiert: die Zwischenräume nicht matt und rauh, sondern etwas glänzend. Aedoeagus [Abb. 46]. D: Niederlande, Frankreich, Italien, Spanien, Türkei, Südrußland.
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Abb. 46
americana Aubé, 1837🗺Coleoweb-Hierher noch eine aus Nordamerika importierte Art. Vorderkörper [Abb. 47]. Dunkel braun mit helleren Schultern. Aedoeagus [Abb. 48]. 1,9-2,4 mm. B: Unter rottenden Pflanzenteilen. D: Nordamerika; importiert nach Kroatien, Italien.
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Abb. 47
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Abb. 48
#10
→ 11Halsschild an den stark gezähnelten Seiten gerundet, nach vorn stärker verengt und hinter den Vorderwinkeln leicht ausgeschweift, hinter der Mitte am breitesten [Abb. 49] [Abb. 50].
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Abb. 49
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Abb. 50
→ 12-Halsschild an den weniger deutlich gekerbten Seiten gerade, etwas länger als breit, mit schwachem, abgerundetem Vordereckzahn [Abb. 51] [Abb. 52].
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Abb. 51
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Abb. 52
#11
spinicollis Aubé, 1837Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild mit mehr nach vorne außen gerichteten Vorderecken [Abb. 50], vor der Basis mit zwei Grübchen, die Vorderwinkel lang und spitzig vorragend. Kopf und Halsschild sehr grob punktiert. Schläfen fast so lang wie die Augen, leicht backenförmig. Halsschildseiten auf jedem Zähnchen mit einem sehr kräftigen, nach vorn gebogenen Börstchen, Hinterwinkel verrundet, mit kleinem Zähnchen. Flügeldecken noch etwas kürzer und breiter als bei picipes [Abb. 53]. Aedoeagus [Abb. 54] [Abb. 55]. 2,0-2,3 mm. D: In Europa weit verbreitet, aber selten: England, Frankreich, Mitteleuropa, Dalmatien, Griechenland; Marokko, Nordamerika. Fehlt in höheren Berglagen.
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Abb. 50
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Abb. 53
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Abb. 54
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Abb. 55
johnsoni Bousquet & Laplante, 1999🗺Coleoweb-Halsschild mit mehr nach außen gerichteten Vorderecken [Abb. 56]. Aedoeagus [Abb. 57]. D: Wohl nach Europa importiert: Spanien, Portugal, Kanarische Inseln, Madeira; Afrika und Australien, Neue Welt.
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Abb. 56
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Abb. 57
#12
→ 13Schläfen deutlich kürzer als die größeren Augen [Abb. 51]. Halsschild bis zum Seitenrand stark herabgewölbt, nur an der Basis mit 2 flachen oder ganz undeutlichen Gruben. Beim ♂ das Vorderende der Vorderschienen leicht nach innen geknickt. Oberseite meist dunkel.
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Abb. 51
testacea Motsch., 1845Fundmeldungen🗺Coleoweb-Schläfen fast so lang wie die kleinen Augen [Abb. 52]. Halsschild flacher, vor den Basisgruben meist mit 2 weiteren Vertiefungen. Seitenrand des Halsschilds besonders an den Ecken deutlich abgesetzt. Oberseite gelb- bis braunrot [Abb. 58]. Aedoeagus [Abb. 59] [Abb. 60]; inneres Organ [Abb. 61]. 1,8-2,2 mm. D: Überall, aber selten (=ferruginea Bris.)
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Abb. 52
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Abb. 58
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Abb. 59
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Abb. 60
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Abb. 61
#13
→ 14Ausgefärbt Vorderkörper dunkel braun, Flügeldecken oft heller rotbraun, letztere fein, reihenweise punktiert und reihenweise behaart.
-Einfarbig hell rostgelb, Flügeldecken nicht in deutlichen Reihen punktiert und behaart, ansonsten der bicolor sehr ähnlich, aber die Schläfen sehr kurz, zähnchenförmig. Siehe inseriata Reitter LZ >>>8
#14
bicolor Villa, 1835Fundmeldungen🗺ColeowebBorstenschuppen auf dem Kopf überall nach vorne gerichtet [Abb. 62]. Halsschild an den Seiten nach vorne verengt, vor der Basis einfach gerundet oder mit angedeuteten Ecken [Abb. 63]. Beim ♂ auch die Spitze der Mittelschienen deutlich einwärts genickt [Abb. 64]. Aedoeagus [Abb. 65] [Abb. 66] [Abb. 67] [Abb. 68]. 1,9-2,5 mm. Habitus [Abb. 69]. D: Im gemäßigten Europa weit verbreitet, meist nicht selten, in Wärmegebieten häufig
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Abb. 62
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Abb. 63
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Abb. 64
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Abb. 65
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Abb. 69
quadricollis Aubé, 1837Fundmeldungen🗺Coleoweb-Borstenschuppen in der Mitte des Kopfes zur Mittelinie und nach hinten gerichtet [Abb. 70] [Abb. 71]. Halsschild an den Seiten parallel, die Hinterecken deutlich [Abb. 72]. Mittelschienen beim ♂ nur wadenförmig verdickt [Abb. 73]. Aedoeagus [Abb. 74] [Abb. 75] [Abb. 76]; Spermatheka [Abb. 77] [Abb. 78]. Größe wie bicolor. Habitus [Abb. 79]. D: Im gemäßigten Europa weit verbreitet.
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Abb. 70
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Abb. 71
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Abb. 74
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Abb. 77
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Abb. 78
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Abb. 79
-Ähnlich, aber mit kürzeren Schläfen. Vergleiche die nach Italien und Kroatien eingeschleppte americana LZ >>>9
#99
Die ♂ haben einen interessante innere Struktur, die mit dem äußeren Genital verbunden ist und meines Erachtens nach der mechanischen Bauweise ein Pumpapparat sein könnte, der den bei der Kopula notwendigen Druck zum Ausstülpen des Innensacks erzeugt. Die 'Sprungfeder' im Inneren würde die Pumpe nach der Kontraktion durch Muskeln wieder dilatieren. An den Enden der 'Ventile' ist jeweils ein Schlauch. In der Abbildung [Abb. 80] ist der Apparat gegenüber der natürlichen Lage um 180° gedreht, das heißt der links liegende Schlauch ist mit der Innenstruktur des Aedoeagus verbunden, wo der rechts liegende Teil gemündet hat ist mir unbekannt. Während die 'Feder' bei brevicollis nur 1 Windung hat, ist sie bei picipes doppelt gewendelt [Abb. 28]. Dieser Apparat verbleibt bei der Präparation meistens im Innern des Käfers und wird daher nicht gesehen. Bei ♀ habe ich solchen Apparat nicht gefunden. In der Gattung Rhizophagus ist solches ein Organ ebenfalls nicht vorhanden.
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Abb. 80
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Abb. 28
Enthaltene Taxaamericana angusticollis bicolor brevicollis conicicollis conicithorax diecki gotzi inseriata johnsoni longicollis picipes punctaticollis quadricollis quadrifoveolata spinicollis testacea
Literaturverzeichnis
Reitter, E. (1901): Die europäischen Arten der Coleopteren-Gattung Monotoma Hrbst. - Wiener Entomologische Zeitung, 20(10):193-197 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reitter1901 Monotoma.pdf"
Holzschuh, C. & Lohse, G.A. (1981 ): Eine neue Art der Gattung Monotoma Herbst aus Mitteleuropa: Monotoma gotzi n. sp. - Entomologische Blätter, 77(3):175-177 >>>Holzschu_et_Lohse1981.tif
Vorst, O. (1999): Monotoma quadricollis Aubé, an overlooked species (Col., Monotomidae) - Koleopterologische Rundschau, 69: 153-156 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Vorst1999 Monotoma quadricollis.pdf"
Bousquet, Y. & Laplante, S. (1999): Taxonomic review of the Canadian species of the genus Monotoma Herbst (Coleoptera, Monotomidae) - Proceedings of the Entomological Society of Ontario, 130:67-96 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Bousquet&Laplante1999 Monotoma Kanada.pdf"
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 01.04.2026 - 00:51:29
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