

fontinatis fontinalis K. & J. Daniel, 1890🗺
-Schultern von schräg hinten betrachtet mit einem ausgeprägten, nach oben gerichteten Zahn; Basalrand der Flügeldecken stärker nach hinten gebogen und die Halsschildvorderecken stärker vorragend. Ausgestülpter Innensack des Penis mit einem Band kurzer Borsten [Abb. 4]. Schwarz, Schenkel schwarz bis braunschwarz. Habitus [Abb. 5]. 8-9,5 mm. B: Subalpin bis hochalpin an kleinen Bächen, quelligen Stellen und Schneerändern. D: Zentralschweiz: vom Gemmipass bis zu den Glarner Alpen). D: Die Stammform in Italien: Veltlin (Orobische Alpen).

Halsschildseiten vor der Basis stark ausgerandet, die Hinterecken scharf, dort fast so breit wie am Vorderrand; Flügeldecken etwa doppelt so lang wie der Halsschild. Sternite 4-5-6 mit zwei oder drei Borsten jederseits der Mitte. 7-9 mm [Abb. 6]. D: Pyrenäen (Pic du Midi de Bigorre-Massiv und Arize-Massiv). (181)
-Halsschildseiten vor der Basis kaum ausgerandet, die Hinterecken etwas stumpfwinkelig. D: Pyrenäen: Ariège, Foret d'Andronne.
laticollis pennina Jeannel, 1937🗺
Halsschild in der Mitte des Seitenrandes mit 1, manchmal 2 Borsten, mit spitzen Hinterwinkeln, Schultern ungezähnt. Sehr variabel, im Verbreitungsgebiet zahlreiche Formen. 8-9,5 mm [Abb. 7]. B: Montan bis hochalpin; unmittelbar an Gewässern und Bächen, hochalpin auch an Schneerändern. D: Französische, italienische und Schweizer Westalpen. Im Gebiet nur die Nominalform in den schweizerischen Walliser Alpen südlich der Rhone, ostwärts bis ins Saastal. Südliche West- und Zentralalpen: Meeralpen, Cottische Alpen. (174) Halsschild in der Mitte des Seitenrandes mit 2 Borsten. D: Nördliche West- und Zentralalpen. Anmerkung: Die Angaben im Schlüssel von Ledoux & Roux (l.c) bei pennina zur Beborstung des Halsschildseitenrandes und der Verbreitung "(pronotum avec une seule soie au voisinage du milieu en plus de la soie postérieure ; sud de l'aire de répartition de l'espèce)" sind verwechselt. Sie gelten für die Stammform.
Halsschild mit zum basalen Viertel hin abrupt und tief eingeschwungenen Seiten, Vorderwinkel stark erhöht, fast zurückgebogen, Hinterecken fast recht- oder leicht spitzwinkelig; Flügeldecken oval, kürzer und breiter (1,5-mal länger als breit), Schultern mit einem sehr deutlichen Zahn oder kleinen Vorsprung; durchschnittlich kleiner: 8-9 mm. D: Seealpen und Piemont bis nördlich Turin. (177)
-Halsschild mit zum basalen Drittel hin sanfter und weniger tief eingeschwungenen Seiten, Vorderwinkel nicht oder nur leicht erhöht [Abb. 8]; Flügeldecken oval, länger (1,6-mal länger als breit); Schultern ungezähnt, manchmal mit einem kleinen, nicht gezahnten Vorsprung; Durchschnittlich größer: 8,5-10,5 mm. D: Vom Grande-Chartreuse-Massiv bis zum Mont Pelat. (179)




Schwarz, Flügeldeckennaht rötlich. Beine heller bis dunkler braun oder Schenkel schwarz. Flügeldecken nach vorn stark verengt, größte Breite hinter der Mitte [Abb. 11]. 8,5-10 mm. D: Italien, Schweiz: im Wallis südlich der Rhone vom Val d'Anniviers bis zu den westlichen Tessiner Alpen (Basodino-Kette bis Mt. Gridone am Langensee). Im Gebiet der Cristallina mit Übergängen zur ssp. ticinensis (siehe LZ >>>5).
-Kleine, schmale und schlanke Form. Tiefschwarz. Flügeldecken langoval, nach hinten kaum erweitert. 8-9,5 mm. D: Schweiz: zwischen Reuss und Brünigpass.
-Halsschild kürzer und breiter, Seiten stärker verrundet, Vorderecken wenig vorgezogen und breit verrundet. Beine gelbrot bis hellbraun. Hinterhüftbasis gelegentlich asymmetrisch oder gar bilateral unisetos beborstet. 8,5-11 mm. Habitus [Abb. 12]. D: Schweiz: östliche Tessiner Alpen, Graubündner Alpen bis zum Bernina-Massiv.
-Halsschild mit stark vorstehenden Vorderwinkeln; Flügeldecken nach vorn stark verjüngt; Fühler sehr schlank; Basis der Hinterhüften mit zwei oder drei Borsten beiderseits der Mitte. Oberseite braunschwarz mit heller Flügeldeckennaht. Fühler und Beine bräunlich-gelb. Fühler schlank. 8-10 mm. Habitus [Abb. 13]. ♂: Hinterrand des 7. Sternits in der Regel mit je einer Borste beiderseits der Mitte; Aedeagus eher schlank; D: Berner und Waadtländer Alpen.
-D: Vaux-Höhle, Waadtländer Jura.
-Halsschild nur mit 1 Borste in der Mitte des Seitenrandes. Gestreckt und nur leicht gewölbt; vollständig dunkelbraun oder schwarz, mit etwas helleren, rötlich-braunen Anhängseln. Länge: 8,5-11,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 14]. B: Lebt an kleinen Bächen und Sickerstellen, fast immer oberhalb von 2000 m, und steigt mindestens bis zu einer Höhe von 2500 m auf. D: Graische und Bielleser Alpen.
Oberseite hellbraun bis braunschwarz. Beine +/- dunkelbraun. Vorderecken des Halsschildes stärker vorgezogen. Halsschild nach hinten stark ausgeschweift verengt, Seitenrand vor den Hinterecken lang parallel oder divergierend. 8-10 mm. Habitus [Abb. 15]. B: Subalpin bis hochalpin, selten unter 1800 m. Vorwiegend an Schneerändern und an feuchten Geröllstellen. D: Schweiz: Glarner Alpen, zwischen Reuss und Vorderrhein bis zum Säntis (hier bis 1500 m herunter steigend). Anmerkung: die Art galt früher als Subspecies von cordicollis, wurde von Szallies & Huber (l.c.) aber als eigenständige Art erkannt.