Klauenglieder der Hintertarsen oberseits nur am Ende mit 2 Paaren dorsaler Borsten [Abb. 1]. Aedoeagus röhrenförmig, stark gebogen mit kleinerem Ostium [Abb. 2]. 7-9,2 mm D: Nordwestliche Schweizer Alpen (nördlich der Rhone und westlich der Aare).

-Klauenglieder der Hintertarsen oberseits auch vorne mit zusätzlichen langen dorsalen Borsten [Abb. 3]. Aedoeagus röhrenförmig, stark gebogen mit größerem Ostium [Abb. 4] [Abb. 5]. 9-10 mm [Abb. 6]. D: Zentrale und östliche Schweizer Alpen, Zugspitze/ Deutschland, Österreich bis zum Kaisergebirge.



gagates veronicae Coulon, 1994🗺
Kopf mit zwei oder drei Borsten über den Augen; erstes Fühlerglied subkonisch, mit mindestens zwei apikalen Borsten; seitliche Furchen des Halsschilds breit, gewölbt, dicht und tief gerippt-punktiert, mit zahlreichen Borsten (bis zu einem Dutzend) zusätzlich zu denen des Hinterwinkels; eine einzige große Art [Abb. 7], ziemlich flach und vollständig glänzend bräunlich-schwarz. Aedoeagus [Abb. 8]. 11-14 mm. (Untergattung Nebriorites) D: Westalpen: von den Grajischen bis zu den Cottischen Alpen. a) Der Halsschild ist runder als bei der Stammform, mit breiter gerundeten Vorderwinkeln und weniger verlängerten und weniger nach außen ragenden Hinterwinkeln. Die Seitenfurchen tragen zehn bis dreizehn Borsten, anstatt höchstens sieben bei der Stammform. D: Typus: Westalpen, Savoyen, Tal der Grande Sassière.

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Mikroskulptur der Flügeldecken isodiametrisch. Die Flügeldecken sind ausgesprochen tropfenförmig, mit sehr flach verrundeten schmalen Schultern, die Scheibe auffällig abgeflacht und glänzend. Dunkel schwarzbraun [Abb. 9]. Die 4 basalen Tarsenglieder häufig fein behaart. Stirn jederseits meist mit 2 Supraorbitalborsten. Clypeus meist mit 4 Borsten. Ohne Diskalborsten im 3. Zwischenraum. Aedoeagus [Abb. 10]. 8,5-10 mm. B: Hochalpin, im Juli an Schneerändern. D: Bergamasker Alpen [Abb. 11].


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Tarsenglieder oberseits kahl. Stirn jederseits fast immer mit 2 Borsten über den Augen [Abb. 13]. Clypeus mit 2 Borsten, je 1 an den Seiten. Flügeldeckenseitenrand mit dem Basalrand winkelig zusammentreffend, die Streifen tief, kräftig punktiert, meistens auch im vorderen Drittel mit Diskalborsten. Halsschild schmal, vor der Mitte mit mindestens zwei Marginalborsten. 3.-5. Sternit jederseits mit mehreren Borsten. Heller oder dunkler rotbraun, Fühler und Beine heller. Aedoeagus [Abb. 14] [Abb. 15] [Abb. 16]. 7,5-9,5 mm. Habitus [Abb. 17]. B: Hochalpin an sehr feuchten Stellen und Schneerändern. D: Rätische Alpen, Glarner Alpen [Abb. 11].







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Halsschild ohne Borste in den Hinterecken, am Seitenrand nur mit 1 Borste kurz vor der Mitte. Dunkelbraun bis pechschwarz, Körperanhänge heller rötlichbraun [Abb. 19]. Halsschild ziemlich breit, 1,3-1,4 x so bret wie lang, seine Vorderecken breiter verrundet, aber stark vorgezogen und aufgebogen, die Basalpartie meist glatt, unpunktiert, auch in den Basalfurchen [Abb. 20]. 3.-5. Hinterleibssternit jederseits mit nur 1 Borste. Aedoeagus [Abb. 21]. 8-11 mm. D: Auf der Koralpe in Österreich.


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Vorderecken des Halsschilds groß und deutlich nach vorne vorstehend. Auf dem 3.-5. Hinterleibssternit jederseits der Mitte nur 1 Borstenpunkt. Rotbraun, Flügeldeckennahtstreifen, Körperanhänge, oft auch Kopf und Halsschild ± heller. Habitus [Abb. 22], Vorderkörper [Abb. 23]. Aedoeagus: [Abb. 24] [Abb. 25]. 7,5-9,5 mm. D: Alpin in den Süd- und Südostalpen, in Mitteleuropa in Österreich (Südkärnten).



Seitenrandfurche des Halsschilds vorne nicht verbreitert, die Vorderecken flach gerundet, kaum vorstehend; die Hinterecken +/- rechtwinkelig, nicht nach hinten vorstehend. Basalrand der Flügeldecken eckig mit dem Seitenrand verbunden, dort an den Schultern nicht besonders erhaben. 3.-5. sichtbares Sternit jederseits der Mitte mit mindestens 2 Borsten, das Analsternit am Hinterrand mit 2 Borsten bei beiden Geschlechtern. Pechbraun [Abb. 26] oder oder besonders im Süden des Verbreitungsgebietes rotbraun. Aedoeagus [Abb. 27]. 7-11 mm. D: Von den westlichen Berner Alpen bis zu den Meeralpen. (678) (=microcephala K. et J. Daniel) Die Art wurde im Pal. Kat 2017 in die Gattung Nebria zurückgesetzt.

-Seitenrandfurche des Halsschilds vorne verbreitert, die Vorderecken etwas vorstehend, die Hinterecken spitzwinkelig, etwas nach hinten ragend. Der Basalrand der Flügeldecken etwas winkelig in den Seitenrand übergehend und dort an der Schulter etwas hochstehend. 3.-5 sichtbares Sternit jederseits der Mitte nur mit 1 Borste, Analsternit beim ♂ mit 1 Borste und beim ♀ gewöhnlich mit 2. Pechbraun bis schwarz. 10-12 mm. D: Bergamasker Alpen. (693)
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Pechbraun bis fast schwarz [Abb. 28], Körperanhänge rotbraun. Basalrand der Flügeldecken neben dem Schildchen nur wenig nach vorne gezogen und damit fast rechtwinkelig zur Naht gerichtet [Abb. 29]. Flügeldecken schlanker oval, vorn tiefer gefurcht, die Längsfurchen vorn feiner punktiert. Halsschild breiter, die Seiten stärker gerundet [Abb. 30]. 4. Fühlerglied nur wenig länger als das 2., die Fühler insgesamt kürzer. Hinterrand des Analsternits jederseits der Mitte mit 2 Borsten beim ♂ und 2-3 Borsten beim ♀. Aedoeagus [Abb. 31] [Abb. 32] ziemlich dick und kompakt. 6-8 mm. D: Österreich: Hohe und Niedere Tauern. Halsschlld schlanker, etwas länger als breit. Seiten des Halsschildes zu den Hinterwinkeln in gerader Linie verengt. die Punkte in den weniger tiefen Flügeldeckenstreifen deutlicher. D: Kärnten: Gmeineck aus der Reisseck-Gruppe. ...atrata parisii Schatzmayr, 1940 




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-Heller oder dunkler rotbraun [Abb. 33], die Körperanhänge, besonders die Fühler, ± aufgehellt. Basalrand der Flügeldecken neben dem Schildchen deutlich nach vorne gezogen und damit spitzwinkelig zur Naht gerichtet [Abb. 34]. Flügeldecken breiter oval, vorn schwach gefurcht, die Längsfurchen vorn scharf eingestochen punktiert. Halsschild schlanker, die Seiten schwächer gerundet [Abb. 35]. 4. Fühlerglied viel länger als das 2., die Fühler insgesamt länger. Hinterrand des Analsternits jederseits der Mitte mit 1 Borste beim ♂ und 2 Borsten beim ♀. Aedoeagus [Abb. 36] sehr schlank. 6-9 mm. D: Österreich: von Brenner bis zur Steiermark.



Insgesamt gedrungener, also relativ breiter und kürzer. Halschild am Seitenrand vor und nahe der Mitte mit 1 oder 2 Borsten. Hinterrand des Analsternits beim ♂ und ♀ jederseits nur mit 1 Borste. Aedoeagus [Abb. 37]. 9-10,5 mm. D: Toskanisch-Emilianischer Apennin und Meeralpen bis zum Col de Tende.
3.-5. sichtbares Sternit jederseits mit 2 Borsten, aber oft auch weniger; auch das Analsternit bei beiden Geschlechtern fast immer jederseits mit 2 Borsten. Halsschildseitenrand mit 3 Borsten vor oder in der Mitte und 1 hinter der Mitte. Schlankere und gestreckte Form. Flügeldecken feiner gestreift, schwächer punktiert und die Zwischenräume flacher als bei castanea. Die typische Form im Schweizer Jura, in den angrenzenden Alpen der castanea sehr ähnlich werdend, daher vielleicht nur eine Rasse derselben. Braun, Beine gelbrot. Aedoeagus [Abb. 38]. 8-10,5 mm. B: Alpin bis subalpin an feuchten Stellen. D: Schweizer Jura, Waadtländer, Freiburger und Berner Alpen.
ligurica ligurica K. Daniel, 1903🗺
-3.-5. sichtbares Sternit jederseits nur mit 1 Borste, vereinzelt auch 2.; Hinterrand des Analsternits beim ♂ und ♀ häufig mit mehr als 2 Borsten jederseits. Größere und robustere Form. Braunrot, die Beine fast gleich dunkel. Aedoeagus ziemlich dick, wenig gewölbt, zum basalen Drittel hin nicht verdünnt und vor dem Apex leicht verdickt, die Spitze kurz und breit [Abb. 39]. 11-14 mm. B: Meeralpen: nördliche Cottische Alpen. a) Flügeldecken länger mit subparallelen Seiten, die Seitenfurche des Halsschilds mit vier oder fünf Borsten. D: Piemont: von Queyras am Monte Viso und bis zum Albergian. (=vachoni Jeannel)
Die Seiten des Halsschilds sind vor der Basis eher schwach verengt. Flügeldecken mit geschwundenen Schultern, die Zwischenräume flach und die Streifen fein und regelmäßig punktiert. Habitus [Abb. 40]. Spitze des Aedoeagus besonders lang und dünn. 8,5-10,5 mm. B: In sommerkalten Blockhalden; geht hinunter bis 500 m. D: Deutschland: Schwarzwald und Odenwald (Felsenmeer), Schwäbische Alb.

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Prosternalfortsatz auch an der Spitze gerandet, nur flach gewölbt [Abb. 42] [Abb. 43]. Flügeldeckenstreifen tiefer, vorn gröber und weniger dicht punktiert. Seiten des Halsschilds deutlich geschweift, nie fast gerade. Rotbraun. Aedoeagus kleiner, dünner, zum basalen Drittel hin dünner, mit langer und dünner Spitze [Abb. 44] [Abb. 45]. 6-10,5 mm. B: Montan bis alpin, in der Regel über 2000 m. d. Von den Pyrenäen bis zu den Gebirgen in Mittel- und Südeuropa; die Stammform in den Zentral- und Westalpen. Anmerkung: Die Form der Österreichischen Alpen wurde von früheren Autoren als ssp. brunnea (Duftschmid, 1812) abgetrennt. Nach Ledoux & Roux (l.c.) sollte vor einer abschließenden Revision der castanea-Gruppe von einer Aufspaltung in Unterarten abgesehen werden. Oberhalb von Pontresina habe ich 2 verschiedene Formen gefunden: a) Die 'normale', dunkle mit relativ breit gerundeten Flügeldecken [Abb. 46], größerem Genital [Abb. 45] mit abgesetzter Spitze und stärker erweiterten Vordertarsen beim ♂ [Abb. 47] b) Eine hellere, schlankere [Abb. 48] mit kleinerem Genital [Abb. 49] mit nicht abgesetzter Spitze und weniger erweiterten Vordertarsen beim ♂ [Abb. 50] (Form ß).












Flügeldecken lang-oval, flach, mit schmalen Schultern, ganz pechschwarz. Aedoeagus [Abb. 52]. D: Monte Rosa. (=planiuscula Chaudoir)
-Flügeldecken breiter mit hervorstehenden Schultern, ganz schwarzbraun. Aedoeagus [Abb. 54]. D: Grande-Chartreuse, Belledonne-Massiv.
-Flügeldecken kürzer, Spitze des Prosternalfortsatzes lanzettlich. D: Monte Grappa.
-Flügeldecken sehr lang. Aedoeagus vor der Spitze verdickt. D: Monte Cavallo.