Gattung: Paraphloeostiba Steel

ColeopteraStaphylinidaeOmaliinae
Von Arved Lompe (n. V. Assing)
In Mitteleuropa mit 1 Art vertreten, die ursprünglich aus Australien beschrieben, etwa 1988 erstmals in Südeuropa festgestellt und kürzlich auch im Rheinland nachgewiesen wurde.
#1
gayndahensis (MacLeay, 1873)🗺ColeowebFärbung dunkelbraun bis schwärzlich, die Flügeldecken oft bis auf den breit angedunkelten Hinterrand und die Umgebung des Scutellums etwas heller [Abb. 1]. Fühlerglieder 1-5 und Beine gelbrot. Kopf, Halsschild und Flügeldecken mit deutlicher netzmaschiger Mikroskulptur, Punktur auf Kopf und Halsschild sehr fein und spärlich, auf den Flügeldecken dichter und deutlich gröber. Halsschild sehr charakteristisch geformt, 1,5-1,7 x breiter als lang, maximale Breite etwa in der Mitte, seine Seiten nach vorn und nach hinten etwa gleich stark verengt, dorsal mit je einem sehr flachen, oft nur angedeuteten Längseindruck beidseits der Mitte. Aedoeagus [Abb. 2]. Larven und Imagines leben nach Margaret K. Thayer an gärendem bzw. faulendem Obst und ähnlichen Substraten und wurden dort beim Verzehr von Drosophila-Larven und -Imagines sowie Mycel der Hefen und Pilze beobachtet. Regelmäßig auch in Blüten (Nektar!) und inzwischen als Bestäuber der Cherimoya-Pflanze, mit der sie möglicherweise importiert wurde, durchaus erwünscht. Aus Australien beschrieben und wohl auch daher stammend, da die Art dort weit verbreitet und häufig ist. Nach Europa und in die USA importiert und inzwischen sicher auch weiter verbreitet.
paraphloeostiba_gayndahensis_hab.jpg
Abb. 1
paraphloeostiba_gayndahensis.gif
Abb. 2
Erstellt am: 11.01.2012 · Letzte Aktualisierung: 24.04.2020 - 15:39:09
Creative Commons LizenzvertragKäfer Europas herausgegeben von Arved Lompe sind lizenziert unter den Bedingungen der Creative Commons International 4.0 Lizenz BY-SA (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen)