🗺
-Rüssel nicht ganz drehrund, gerade, in Seitenansicht konisch, ungekielt oder mit der Spur eines Mittelkiels. Rüssel seitlich am Unterrand mit einer Längskante, die nach unten eine Längsfurche begrenzt, die in die Fühlerfurche einmündet [Abb. 1]. Halsschild breit, nach vorn stark, ± gerundet verengt. Flügeldecken kurz und breit, mit queren grauen Haarflecken gesprenkelt [Abb. 2]. 4-10 mm. B: Larvenentwicklung in ·Cirsium·-Arten, seltener in anderen Distelgewächsen. D: Von Turkestan und dem Kaukasus nach Westen über ganz Südeuropa und das südliche Mitteleuropa verbreitet; in Mitteleuropa nach Norden bis Holstein vorkommend, im allgemeinen selten.

🗺
Rüssel auch beim ♀ nicht länger als der Halsschild, dicht und stark, länglich verrunzelt bis zur Spitze punktiert, beim ♂ matt, beim ♀ etwas glänzend. Glied 2 der Fühlergeißel nicht länger als 1, Halsschild stärker quer, die Seiten wenig gerundet, schmäler als die Basis der Flügeldecken. Flügeldecken zylindrisch, bis weit hinter die Mitte parallelseitig [Abb. 3], 1,57 x so lang wie zusammen breit, Basis an den Seiten abgeschrägt; mit weißlichen Haarflecken gescheckt. Aedoeagus [Abb. 4], Spermatheka [Abb. 5]. 5-8 mm. B: Larvenentwicklung in den verschiedensten distelartigen Korbblütlern. D: In ganz Europa, den höheren Norden ausgenommen, weit verbreitet; in Mitteleuropa überall, meist nicht selten, nur im Norden verstreut und selten. (=planus auct. et FHL, nec (F., 1792))


-Rüssel beim ♂ so lang wie der Halsschild, beim ♀ viel länger, stets feiner skulptiert und die Spitze beim ♀ in größerem Umfange geglättet, Halsschild länger, an den Seiten stark gerundet und an der Basis kaum schmäler als die Wurzel der Flügeldecken; Basis der letzteren an den Seiten gerade, horizontal, nicht abgeschrägt; Glied 2 der Fühlergeißel ein wenig länger als 1; Körper zylindrisch, die Schenkel auf der Hinterkante nicht ganz anliegend behaart. 6-10 mm. D: Mittelmeergebiet. (=rusticanus Gyllenhal, 1835) (=virescens Boh.) (=longirostris Stierl. = stierlini Mars, ist wahrscheinlich das ♀ dieser Art)

🗺
Scheibe des Halsschildes in der Mitte und an der Basis mit einem kurzen Längseindruck, Rüssel in der Regel mit der Spur eines Längsfältchens oder einer feinen erhabenen Längslinie [Abb. 8], beim ♂ fast matt und dichter punktiert, beim ♀ auffallend lang und glänzender. Doppelte Halsschildpunktur verrunzelt und undeutlich. Flügeldecken mit kleinen, grauen oder ockergelben Haarfleckchen [Abb. 7]; 1 3/4 x so lang als zusammen breit, in seltenen Fällen aber auch kürzer. Der seitliche Zwischenraum der Punktstreifen neben der Randkante vorne breit, reichlich so breit wie der daneben befindliche innere. 8-13 mm. (Stücke mit kürzer ovalen Fld, bilden die var. conspersus Bohem.). B: Larve vorzugsweise in Cirsium-Arten, selten in anderen Distelgewächsen. D: Von Persien und Turkestan nach Westen über Südeuropa und Teile von Mittele verbreitet: südlich des Mains verbreitet und nicht selten, sonst bis zum Nordrand der Mittelgebirge verbreitet aber selten.

-Halsschild nach vorne fast gerade verengt, dicht und stark punktiert, ohne Dorsaleindrücke und ohne Mittelkiel; Rüssel beim ♂ so lang wie der Halsschild, parallel, dicht länglich punktiert, ungekielt, beim ♀ wenig länger, glänzender; Flügeldecken mit grauen, kleinen, sich wenig abhebenden Haarfleckchen, 1 3/4 mal so lang als zusammen breit; der seitliche Zwischenraum der Punktstreifen neben der Randkante ist vorne schmäler, nicht breiter als der daneben befindliche innere. 6-8 mm. D: Peloponnes. Wenn Reitters Deutung richtig ist, so kommt diese Art nach Petri auch in Südrußland (Sarepta), Kaukasus und Armenien vor. Unterscheidet sich von jaceae auffallend durch die Form des Halsschildes und die lange Behaarung der Schenkel auf ihrer Hinterkante.
🗺
-Die Schenkel auch auf der Hinterkante anliegend behaart. Rüssel ohne erhabene Längslinie, runzelig punktiert und zumindest in seiner Basalhälfte matt [Abb. 9], beim ♀ nur etwas länger als beim ♂. Halsschild gleichmäßig gewölbt, mit deutlicher feiner doppelter Punktur, stärker gerundet verengt und vorn etwas deutlicher abgeschnürt [Abb. 10]; ohne Kielchen oder Mittellinie und ohne tiefen Basaleindruck vor dem Schildchen, Flügeldecken kurz eiförmig, nur um die Hälfte länger als zusammen breit, zur Spitze gerundeter verengt als bei sturnus [Abb. 11]; hell gesprenkelt. 6-9 mm. B: Auf Carduus-Arten, besonders ·Carduus nutans·, Larve auch in Centaurea-Arten, besonders ·Centaurea scabiosa·. D: Von Turkestan über Rußland, ganz Südeuropa und den größten Teil von Mitteleuropa verbreitet; fehlt bei uns in der Ebene, den äußersten Nordosten ausgenommen; sonst nicht selten. (=stellaris Stev. (=zancleanus Vitale.) (=volgrensis Becker sensu Reitter)


🗺
Rüssel beim ♂ kaum, beim ♀ so lang wie der Halsschild, schwach gebogen, ungekielt, Halsschild gleichmäßig gewölbt, ohne Längsfurche; Flügeldecken an der Basis des 2. Zwischenraumes mit kleinem, länger behaartem Haarfleck [Abb. 12], Fühlerkeule kürzer als die Geißel, Glied 1 und 2 der Hintertarsen schmal unten nicht vollständig bebürstet, 2 kaum kürzer als lang. Stirn zwischen den Augen mit einem Quereindruck: v. sanctus Fst., oder einfach, mit kleinem Punktgrübchen: Stammform. 7-9 mm. D: Kleinasien, Syrien, Kaukasus, Südrußland und nach Petri auch in Tripolis. (=ovalipennis Cap.)
Flügeldecken lang oval, Halsschild fast von der Breite der Flügeldecken, auf der Scheibe am Grunde glatt, ohne punktulierte Mikroskulptur, mit runden, tiefen Punkten wenig dicht und etwas ungleich besetzt; Flügeldecken in den Reihen mit ähnlichen tiefen, runden Punkten und die Zwischenräume nur hie und da mit Spuren einer punktulierten Mikroskulptur. Rüssel beim ♂ so lang wie der Halsschild, beim ♀ etwas länger und glänzender. Flügeldecken am 3. Zwischenraum oft mit reihig gestellten, hellen Haarflecken. 10-14 mm. D: Westliches Mittelmeergebiet: Spanien, Portugal, Algier, Marokko. (=acanthiae Gyll.) (=saint-pierrei Alld.)
Die Schenkel auf der Hinterkante und auch die Schienen innen wenig dicht und wenig lang abstehend behaart. Eiförmig, gewölbt. Oberseite fein grau behaart, Flügeldecken mit sehr kleinen, verdichteten Haarfleckchen, der 9. Zwischenraum an der Basis lang wulstig emporgehoben. Vorderschenkel beim ♂ sehr stark gekeult. 7-11 mm. Italien, Griechenland, Kleinasien. (brunneus Petri ist auf braunbehaarte, gigas Petri auf Stücke von 14 mm aufgestellt.)
-Schenkel auch auf der Hinterkante nur anliegend behaart. Klein, kurz gebaut, Rüssel beim ♂ so lang wie Kopf und Halsschild zusammen, parallel, gebogen, beim ♀ glänzender und ein wenig dünner, Halsschild quer, schmäler als die Flügeldecken, nach vorne stark verengt, mit dichter, feiner Grundpunktur und dazwischen mit größeren, flachen Punkten, ohne Kielchen oder Mittellinie. Die gelbliche oder graue Behaarung bildet an den Seiten eine unterbrochene Seitenbinde, vorne in der Mitte mit kurzem Längsflecken und jederseits der Scheibe eine Haarmakel; die kurzen, bauchig ovalen Flügeldecken mit feinen Punktstreifen und zahlreichen gelben oder grauen Haarfleckchen, ein deutlicherer Fleck an der Basis des 2. Zwischenraumes. 6,5-7,5 mm. Mittel- und Südrußland. (=ungulatus Cap.) (=beckeri petri, 1907)
Grundbehaarung der Flügeldecken gelbbraun; an den Seiten der Flügeldecken ist nur der 9. Zwischenraum hell längsstreifig, der 3. heller weiß behaart, der letztere vorn in Makeln aufgelöst. 5-6 mm. D: Spanien, Sizilien. (=albomarginatus Cap.)
-Grundbehaarung .der Flügeldecken grauweiß, an den Seiten ist der 9. und 10. Zwischenraum hell weiß, längsstreifig behaart, der 3. Zwischenraum ist ganz bindenförmig und auch die Naht hinten bis zur Mitte weißlich behaart. 4-7 mm. D: Frankreich, Spanien, Algier. (=confinis Duv.) (=filirostris Rosenh.) (=consimilis Cap.)