Untergattung Trechus_melanocephalus-grp

CarabidaeTrechinaeTrechiniTrechus
Von Arved LompeLiteraturverzeichnis ⇒
Eine Gruppe von Arten des Nahen Ostens, die Ähnlichkeiten mit der quadristriatus-Gruppe und mit der austriacus-Gruppe haben. Jeannel (l.c.) hat davon nur melanocephalus gekannt, den er der quadristriatus-Gruppe zuordnete.
Bearbeitung noch nicht abgeschlossen [Abb. 1].
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Abb. 1
#1
→ 3Halsschildhinterecken klein, mehr stumpf und verrundet [Abb. 2].
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Abb. 2
→ 2-Halsschildhinterecken groß, +/- scharf rechtwinklig [Abb. 3].
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Abb. 3
#2
→ 2aHalsschildseitenrand vor der Basis leicht eingebuchtet [Abb. 4] oder gerade [Abb. 3]. Schultern schwächer vorstehend.
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Abb. 4
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Abb. 3
rudischuhi Donabauer, 2006-Halsschildseitenrand vor der Basis gleichmäßig gerundet [Abb. 5], selten fast gerade. Schultern flach, aber etwas stärker betont. Flügeldecken 2 x so lang als breit, mit deutlichen, tief punktierten unregelmäßigen Streifen. Penis [Abb. 6] [Abb. 7] gleichmäßig gerundet, dorsal betrachtet an der Spitze asymmetrisch, nach rechts abgebogen [Abb. 8] [Abb. 9], im Innern ohne Stachelpolster mit langestreckter Innenlamelle [Abb. 10]. Türkei; im Taurus-Gebirge vom Yapuz-Paß bis Umg. Iskenderun. ...pamphylicus Jeanne, 1996 Von Donabauer wurde hierzu eine ssp. beschrieben, die sich durch geographische Isolation von der Stammform unterscheiden soll. Das Vorkommen dieser Form liegt aber innerhalb des recht großen Verbreitungsgebietes von pamphylicus; die beschriebenen Unterschiede liegen m.E. im Bereich der Variabilität dieser Art. Türkei, Mersin Aedoeagus der Stammform nach Donabauer [Abb. 11]. Aedoeagus der ssp. rudischuhi nach Donabauer [Abb. 12].
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#2a
dayanae Assmann et al., 2012Schultern stärker ausgeprägt als bei libanensis, ansonsten dieser Art sehr ähnlich. Aedoeagus unterseits gleichmäßig gebogen [Abb. 13]; die Spitze in Aufsicht kürzer und schärfer nach rechts abgebogen [Abb. 14]; auch die Innenlamelle ist etwas anders [Abb. 15]. 2,8-3,5 mm. Isreal und Syrien: Golanhöhen, Mt. Hermon. .
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
libanensis La Brul., 1875-Flügeldecken mit ganz flachen, geschwundenen Schultern, sonst dem vorigen der Beschreibung nach sehr ähnlich [Abb. 16]. Glänzend braunrot. Kopf klein, angedunkelt, die Augen 4x so lang wie die Schläfen. Aedoeagus sehr groß, lang, unterseits gerade, an der Spitze ausholend nach oben geschwungen; dorsal betrachtet mit ausgezogener, asymmetrischer Spitze [Abb. 17] [Abb. 18]. 3,5 mm. Syrien, Libanon.
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Abb. 16
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Abb. 17
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Abb. 18
#3
magniceps Reitt., 1898Flügeldecken am Nahtwinkel ohne Ecke verrundet. Aedoeagus mit stärker untergeschlagenem Basalbulbus [Abb. 19]. 2,9-3,25 mm. Aserbeidschan.
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Abb. 19
→ 4-Flügeldecken am Nahtwinkel etwas stumpfeckig zugespitzt [Abb. 20], am Hinterrand daneben in Höhe der feinen Borste oft mit einem Knick in der Außenkontur oder sogar einem kleinen, manchmal verdoppelten Zähnchen, so daß die Flügeldeckenspitze etwas ausgerandet erscheint [Abb. 21].
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Abb. 20
Bild fehlt:
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Abb. 21
#4
melanocephalus Kol.Habitus [Abb. 22]. Mikroskulptur der Flügeldecken fein quermaschig, fast querriefig [Abb. 23] und daher mit deutlichem, irisierenden Schein. Aedoeagus mit etwas spitzwinklig abgebogenen Basalbulbus [Abb. 24] [Abb. 25]. 2,8-3,8 mm. Kleinasien bis Zentralsien. Die Art ist wohl weiter verbreitet als bei Pawlowski l.c. angegeben; sie kommt auch im Taurus-Gebirge in der Südwest-Türkei vor. Es bestehen geringe Unterschiede im Genital: bei Aufsicht ist die Spitze des Penis stärker nach rechts gebogen [Abb. 26], in Seitenansicht ist die Oberseite vor der Spitze höher gewölbt und der Basalbulbus nur fast rechtwinklig abgebogen. Mikroskulptur der Flügeldecken wie bei der Stammform [Abb. 27]. Pawlowski hat bei seiner Diskussion der Synonyme keine Tiere aus diesem Bereich gekannt.
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Abb. 22
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
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Abb. 26
Bild fehlt:
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Abb. 27
zangezuricus Iablokoff-Khnzorian, 1966-Habitus [Abb. 28]. Mikroskulptur der Flügeldecken quermaschig und etwas gröber [Abb. 29], der irisierende Schein deutlich schwächer. Aedoeagus [Abb. 30] [Abb. 31] ähnlich dem des melanocephalus, aber die Ausbildung der Spitze ist sowohl in Seitenansicht als auch in der Aufsicht anders, der Basalbulbus ist stärker abgewinkelt und die Innenlamelle ist schmaler und gestreckter. Die Typen wurden in Säugetierbauen (Feldmaus, Hamster) in 2300m Höhe gefunden; vielleicht nur sekundärer Lebensraum. Kaukasus: Armenien, Türkei. Dem melanocephalus sehr ähnlich und von Pawlowski (l.c.) meines Erachtens zu Unrecht synonymisierte. In Abbildung 199 (Pawlowski (l.c.)) bildet er das Genital des Holotyps in der Variationsreihe von melanocephalus ab, hält diese Form aber auf Grund seiner Messungen der äußeren Gestalt nicht für artlich verschieden; auch die ökologischen Unterschiede hält er nicht für relevant. Die Unterschiede im Bau des ♂ Genitals sind aber signifikant und sprechen dafür, daß es sich um eine eigenständige Art handelt.
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Abb. 28
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Abb. 29
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Abb. 30
Bild fehlt:
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Abb. 31
Enthaltene Taxadayanae libanensis magniceps melanocephalus rudischuhi zangezuricus
Literaturverzeichnis
Jeannel, R. (1927 ): Monographie des Trechinae - Tome II - L'Abeille Journal d'Entomolgie, 33:323 ff
Pawlowski, J. (1979 ): Révision du genre Trechus Clairv. (Coleoptera, Carabidae) du Proche Orient - Acta zool. cracov., 23(11):247-474
Franz, H. (1991 ): Zur Kenntnis der Trechus-Arten (Coleoptera: Carabidae) des Ostkaukasus - Entomologische Blätter, 87:110
Erstellt am: 11.05.2011 · Letzte Aktualisierung: 01.02.2013 - 19:42:43
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