Gattung: Antherophagus Latr.

ColeopteraPolyphagaHeteromeraCryptophagidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Durch die etwas vom Halsschildvorderrand abgerückten Augen, welche deutliche, wenn auch kurze, oft nur leistenförmige Schläfen erkennen lassen, durch den bis zu den stumpf abgerundeten Vorderecken glatten Halsschildseitenrand und die erhebliche Größe innerhalb der Familie leicht erkennbar. Die Halsschildseitenrandlinie entfernt sich vorn vom Halsschildseitenrand, der einen etwas verdickten Wulst an den Vorderecken bildet. Die ♂ zeichnen sich durch verdickte Fühler und Vordertarsen und winklig ausgeschnittenen Vorderrand des Kopfschildes sowie geschwärzte Fühlermitte und Schienenbasis aus. Die Arten entwickeln sich in Hummelnestern, die Käfer findet man auf Blumen (vorzugsweise weißen Labiaten, wie Lamium, Melittis etc.) und blühendem Gesträuch.
Weitere Arten in Europa:
Südrußland, Naher Osten ...caucasicus Reitter, 1878
Südrußland, Naher Osten ...fursovi Lyubarsky, 1991
#1
pallens (L., 1758)Die Seitenrandlinie erlischt am Innenrand der verdickten Halsschildvorderecken, ohne den Halsschildvorderrand zu erreichen [Abb. 1]. Halsschild in Längsrichtung kaum gewölbt, vor der basalen Randlinie nicht quer niedergedrückt, an den rechtwinkligen oder fast spitzwinkligen Hinterecken nicht schmäler als in der Mitte, seine Seiten fast geradlinig und parallel (♂) oder nach vorn konvergierend (♀) [Abb. 2]. Bräunlichgelb, die ganze Oberseite sehr fein und anliegend gelblich behaart. 4,5-5 mm. Überall, aber selten. (nigricornis (F., 1787))
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2-Die Seitenrandlinie begrenzt die verdickten Halsschildvorderecken bis zum Vorderrand [Abb. 3], Halsschild zur Basalrandung gewölbt abfallend, zur Basis schwach, aber erkennbar gerundet verengt.
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Abb. 3
#2
silaceus Herbst, 1792Behaarung der Oberseite lang, dicht anliegend, weißlich, auf Kopf und Halsschild beim ♀ fast filzig. Außenecken der Vorderschienen etwas zugespitzt ausgezogen, beim ♂ gleichmäßig verbreitert [Abb. 4]. Braungelb, seltener ± rostrot. 4-5 mm. Sehr verstreut und selten. (canescens Grouv., 1916)
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Abb. 4
similis (Curtis, 1835)-Oberseite fein und dünn gelblich behaart, der Halsschild fast immer kahl erscheinend. Vorderschienen außen weniger spitzig ausgezogen [Abb. 5], beim ♂ von der Mitte an plötzlich erweitert [Abb. 6]. Rostrot. 3,5-5 mm. Weit verbreitet und die am wenigsten seltene Art der Gattung. (pallens auct. nec L., 1758)
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Abb. 5
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Abb. 6
Erstellt am: 30.06.2010 · Letzte Aktualisierung: 18.02.2026 - 00:25:14
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