Gattung: Caenoscelis Thoms.

ColeopteraPolyphagaHeteromeraCryptophagidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, J. Esser)
Johnson, C. & S. Bowestead (2003): A review of the apterous species of Caenoscelis Thomson, 1863 (Coleoptera, Cryptophagidae). - In: Cucu-doro, G. & Leschen, R. A. B. (Eds.): Systematics of Coleoptera. - Papers celebrating the retirement of Ivan Löbl, Memoirs on Entomology, Inter-national 17:885-904.
Esser, J. (2008): Caenoscelis humerifera n. sp. aus Marokko - eine neue ungeflügelte westpaläarktische Art der Gattung Caenoscelis C. G. Thomson, 1863 - Mitteil. des Intern. Entomolog. Vereins Frankfurt, 33(1/2):7-15 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Esser2008 Caenoscelis.pdf"
Innerhalb der Familie durch die vom Halsschildseitenrand zumindest hinten nach innen abgerückte und als Kiellinie ausgeprägte Halsschildseitenrandlinie ausgezeichnet. Cryptophagus-ähnlich, länglich-oval, einfarbig gelbrot; Halsschild grob und dicht punktiert. Fühler mit undeutlich 3-gliedriger Keule; das 9. Fühlerglied bildet größenmäßig einen Übergang vom kleinen 8. zum großen 10. Glied. Beim ♂ (mit Ausnahme von tenerifensis) die Hintertarsen 4-gliedrig. 5 Arten in Europa, 10 Weitere in Asien und der Orientalischen Region.
#1
→ 2Geflügelte Arten.
→ 4-Ungeflügelte Arten. Bisher nicht aus Mitteleuropa bekannt.
#2
subdeplanata Brisout, 1882Fundmeldungen🗺ColeowebKiellinie neben dem Halsschildseitenrand deutlich bis an die Halsschildvorderwinkel ausgeprägt und überall von diesem gut getrennt. 2. Fühlerglied durch eine Erweiterung an der Außenseite asymmetrisch [Abb. 1]. Punktur der Flügeldecken in der Vorderhälfte viel feiner als die Halsschildpunktur, weitläufig gestellt, die Punktzwischenräume viel größer als die Punktdurchmesser [Abb. 2]. Aedoeagus [Abb. 3] [Abb. 4]. 2-2,4 mm. An verpilztem und verschimmelten Holz, neuerdings auch in Abfallhaufen und an faulenden Substanzen. Zumindest im nördlichen Mitteleuropa weit verbreitet, wie die meisten synantropen Adventivarten häufig fliegend gefangen (Autokescher).
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 3-Kiellinie dichter neben dem Halsschildseitenrand verlaufend, schwächer ausgeprägt, kurz vor den Halsschildvorderecken mit dem Seitenrand vereinigt. 2. Fühlerglied symmetrisch. Flügeldeckenpunktur stärker und dichter, in der Umgebung des Schildchens sind die Punktabstände etwa so groß wie die Punktdurchmesser.
#3
ferruginea Sahlberg, 1822Fundmeldungen🗺ColeowebKleiner, 1,7-2 mm [Abb. 5]. 9. Fühlerglied kaum quer und kaum größer als das 7. Fühlerglied [Abb. 6]; die Fühlerkeule dadurch fast 2-gliedrig erscheinend. Halsschild ein Viertel bis knapp ein Drittel breiter als lang, gewöhnlich etwas vor der Mitte am breitesten und nach vorn nicht stärker verengt. Halsschild weniger gedrängt punktiert und deshalb schwach glänzend. Aedoeagus [Abb. 7] [Abb. 8] [Abb. 9]. Im mittleren und südlichen Mitteleuropa weit verbreitet, aber ziemlich selten.
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
sibirica Reitter, 1889Fundmeldungen🗺Coleoweb-Durchschnittlich größer, 1,9-2,3 mm [Abb. 10]. 9. Fühlerglied deutlich quer und wesentlich größer als das 7.; 10. Glied stark quer, die Fühlerkeule deutlich 3-gliedrig [Abb. 11]. Halsschild selten unter 1,3, meist 1,3-1,5 mal so breit wie lang, gewöhnlich in der Mitte am breitesten, oft nach vorn stärker verengt. Sehr dicht punktiert und dadurch fast matt. Aedoeagus [Abb. 12]. Vielfach verkannt und wohl nur durch Genitaluntersuchung sicher zu erkennen. Im Alpengebiet weit verbreitet, im Laubgesiebe, aber auch auf Müllplätzen. (=grandis Thoms.) (=fleischeri Rtt.)
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#4
humerifera Esser, 2008Flügeldecken mit deutlichem Humeralzähnchen an den Schultern; flügellos. Aedoeagus [Abb. 13]. 2 mm. Marokko.
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Abb. 13
→ 4a-Flügeldecken an den Schultern ohne ein solches Zähnchen.
#4a
→ 5Erstes Fühlerglied dünn und kurz, so lang oder kürzer als das zweite Glied.
→ 6-Erstes Fühlerglied dick und gewöhnlich lang, deutlich länger als das zweite. Flügeldeckenbehaarung doppelt, mit längeren gereiht stehenden Haaren.
#5
clarkei Johnson & Bowestead, 2003Kleiner (1,57-1,66 mm); Körper kurz und breit; Kopf kurz; Seitenrandkiel des Halsschildes unvollständig, im vorderen Teil erloschen; Halsschildscheibe grob punktiert. Äthiopien.
tenerifensis Johnson & Bowestead, 2003🗺Coleoweb-Größer (1,87 mm); Körper lang und schmal; Kopf länger; Seitenrandkiel des Halsschildes auch vorn vorhanden; Halsschildscheibe fein und dicht punktiert. ♂: Hintertarsen 5-gliedrig, das 1. unten mit einem Zahn. Kanarische Inseln.
#6
angelinii Johnson & Bowestead, 2003🗺ColeowebKörper lang oval und gewölbt; Fühler kräftig und die einzelnen Glieder kurz, erstes Glied gekrümmt und 1,3 bis 1,5 mal so lang wie breit, zweites Glied so lang wie breit. Italien.
mussardi Johnson & Bowestead, 2003🗺Coleoweb-Körper gestreckter und flach; Fühler dünn und die einzelnen Glieder gestreckt, erstes Glied gerade und 1,6 bis 1,75 mal so lang wie breit, zweites Glied länger als breit. Marokko.
Enthaltene Taxaangelinii clarkei ferruginea humerifera mussardi sibirica subdeplanata tenerifensis
Erstellt am: 20.02.2008 · Letzte Aktualisierung: 23.01.2021 - 15:23:03
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