Matt schwarz, Fühlergeißel und Beine manchmal dunkelbraun. Oberseite wenig dicht weißlich beschuppt, die kurzen Schuppen bilden auf den Zwischenräumen unregelmäßige Doppelreihen, die Streifen kahl. Rüssel und Fühlergeißel kürzer, Innenrand der Augen nach hinten divergierend. [Abb. 1]. 1,8-2,2 mm. B: Käfer von IV-VIII. Larve in den Früchten von ·Thlaspi arvense· (Hellerkraut), Verpuppung im Boden. D: Südliches Nordeuropa, Mittel- und Osteuropa, Armenien; in Mitteleuropa verbreitet aber ziemlich selten und gebietsweise fehlend. (=granulicollis Thoms.)
-Dem gerhardti ähnlich, aber Rüssel und Fühlergeißel länger und schlanker, Halsschild schmaler, die Schuppen auf den breiteren Flügeldeckenzwischenräumen größer und breiter. Augen dichter beieinanderstehend, ihre Innenrand vorn parallel. Penis [Abb. 2]. 1,9-2,5 mm. B: Oligophag an verschiedenen Kruziferen (·Sisymbrium·, ·Lepidium draba·, ·Camelina sativa·). D: Kaukasus, Anatolien, Ost- und Südosteuropa, Österreich (Tirol, Niederösterreich, Burgenland), Mähren und Slowakei, selten.
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Größere Art von 3,3-4 mm [Abb. 3]. Auf den breiteren flachen Flügeldeckenzwischenräumen sind die hellen, schmalen, anliegenden Schuppen 3 (-4) nebeneinander liegenden Reihen zuzuordnen [Abb. 4]. Schuppenreihe in den Streifen deutlich, ihre Schuppen so lang wie die der Zwischenräume, aber nicht glatt, sondern fein faserig. Oberseite grau erscheinend. Klauen gezähnt, Mittel- und Hinterschenkel ungezähnt oder mit einem winzigen Zähnchen. Penis [Abb. 5] [Abb. 6]. B: Polyphag an den verschiedensten angebauten und wildwachsenden Kruziferen, bei uns besonders am Raps. Die Larve des ,,großen Rapsstengelrüsslers" bildet in den Seitentrieben und Stengeln gallenartige Anschwellungen; kann Kohl und Rapspflanzen erheblich schädigen. Verpuppung im Boden. D: Nordafrika, in Europa weit verbreitet, fehlt jedoch in Osteuropa und den Balkanländern; in Mitteleuropa nicht überall und besonders im Norden nur stellenweise, im Süden häufiger und mit gelegentlichem Schadauftreten.



Beschuppung der Oberseite sehr fein und anliegend, so daß die Oberseite fast schwarz erscheint. Die Schuppen der Flügeldeckenstreifen deutlich und wie die der Zwischenräume gebildet. Penis [Abb. 7]. 2,4-2,6 mm. B: Monophag an ·Erysimum cheiranthoides·. Entwicklung in Wurzelgallen. D: Ostfrankreich, Mittelelbe, Mark Brandenburg, Pommern, Böhmen; vermutlich weiter verbreitet.
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Klauenglieder sehr kurz. Penis [Abb. 8]. Kleine Art: 1,9-2,3 mm. B: IV-X, aber besonders im Frühjahr an schattigen Stellen auf ·Alliaria officinalis· (Knoblauchsrauke). Larvenentwicklung in den Früchten, Verpuppung im Boden. D: West- und Mitteleuropa; in Mitteleuropa weit verbreitet, aber nicht im Alpengebiet.
Flügeldeckenabsturz mit kräftigen stumpfen Körnern besetzt. An Stelle des Halsschildsseitenhöckers oft einige kleine Körnchen erkennbar. Basal-Rand der Flügeldecken nicht als glänzende Kante aufgebogen. Halsschild glockenförmig mit gerundeten Seiten, Schenkel ungezähnt. Penis asymmetrisch, zugespitzt [Abb. 9]. 2,7-3,1 mm. B: Käfer von V-Mitte X. Oligophag an verschiedenen Kruziferen, vorzugsweise an ·Camelina sativa· (Leindotter); Larvenentwicklung in den Schoten, Verpuppung im Boden. Gelegentlich schädlich. D: Mittelasien; in Europa weit verbreitet, aber in Mitteleuropa nicht häufig, im Norden selten.
Halsschild schmal, in der Hinterhälfte parallelseitig. Flügeldeckenzwischenräume fein, schräg aufgerichtet behaart, die Streifen am Grunde mit deutlicher Reihe etwas dickerer weißer Schüppchen. Penis [Abb. 10]. 2,2-2,3 mm. B: An ·Alyssum calcynium·. D: Südosteuropäisch; wurde neuerdings auch in der Slowakei gefunden.
Die Beschuppung der Flügeldeckenzwischenräume besteht aus breiten, nach hinten erweiterten, am Ende abgestutzten weißlichen oder gelblichen Schuppen. Rüssel hinter der breiten Spitze zunächst verengt, dann wieder zur Fühlereinlenkung hin erweitert. Mittel- und Hinterschenkel fein gezähnt. Penis mit sehr langen Apophysen [Abb. 11]. 2,5-2,9 mm. B: Auf ·Crambe tataria· selten. D: Von Mittelasien über Osteuropa bis Mitteleuropa: Niederösterreich, Mähren, Ungarn.
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Fühlerkeule größer. Mittel- und Hinterschenkel fein gezähnt. Penis [Abb. 12]. 2,3-3,1 mm. B: Entwicklungspflanzen ·Hesperis matronalis· (Nachtviole) und ·Hesperis tristis· von Mai an. Larvenentwicklung in den Früchten, Verpuppung im Boden. D: Von Sibirien und Mittelasien nach Europa verbreitet; in Mitteleuropa wohl überall.
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Glänzend schwarz, die Borsten der Flügeldeckenzwischenräume kräftig und überwiegend weiß, die Streifen kahl [Abb. 14]. Flügeldeckenseiten leicht gerundet. 1,6-1,9 mm. B: Käfer von lV-VIII. Auf Sandboden an ·Arabidopsis thaliana·, ·Draba·, ·Teesdalia· und anderen Kreuzblütlern. Larven in Stengelgallen von ·Arabidopsis· festgestellt. D: Europa, Nordafrika; in Mitteleuropa überall, wenn auch nicht häufig.
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Beine ganz rotgelb, Schenkel ungezähnt, Klauen nicht oder undeutlich gezähnt. Schwarz, Halsschildvorderrand und Flügeldeckenspitze +/- umfangreich rot, oft auch die Schulterbeule rötlich oder seltener die ganzen Flügeldecken rot; Halsschildseiten und -Mittellinie sowie ein großer Fleck hinter dem Schildchen weiß beschuppt, oft auch einzelne weiße Schuppen auf den unauffällig dunkel behaarten Flügeldecken, durch die das Tier einem Coeliodes ähnlich wird. Unterseite locker weißlichgelb beschuppt. 1,9-2,3 mm. B: Meistens in feuchtem Gelände; monophag an ·Rorippa islandica·, seltener an Ruderalstellen. Käfer von VI-VIII. D: Holarktisch verbreitet; in Mitteleuropa weit verbreitet, aber ziemlich selten.
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Schwarz, Flügeldeckenspitze oft rot gerandet. Schenkel in der Basalhälfte oder fast ganz schwarz. Flügeldecken mit deutlichem, hellem Schuppenfleck hinter dem Schildchen, sonst bräunlich behaart mit scheckig eingestreuten gelblichen Haaren und hellen Schuppen. Halsschildseiten und -Mittellinie sowie die Unterseite locker hell beschuppt. ♂: Pygidium einfach. Penis [Abb. 15]. 2,5-3,3 mm. B: Käfer von V-VIII an ·Reseda luteola·. D: Atlantisch-mediterran verbreitet; in Mitteleuropa nur in wärmeren Gebieten: Rheinland, Baden, Thüringen, Harz, Sachsen.
Auffällig große Art von 4-5 mm. 7. Flügeldeckenzwischenraum in ganzer Länge mit Raspelkörnern besetzt. Gewölbt, matt schwarz, Oberseite fein bräunlich behaart, eine feine helle Mittellinie auf dem Halsschild heller, einzelne eingestreute helle Schuppen besonders an den Seiten und am Flügeldeckenende. Schenkel und Klauen gezähnt. B: Käfer von V-VL monophag an ·Isatis tinctoria·. D: Aus Südwesteuropa bis in die Schweiz, Norditalien, dem Elsaß und Westdeutschland verbreitet; bei uns nur einmal im Rheinland gefunden.
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Oberseite schwarz glänzend, nur dünn behaart, fast kahl erscheinend [Abb. 17]. Tarsen und Beine manchmal braun. Flügeldecken hinter dem Schildchen mit deutlichem, abstechend weißem Fleck aus breiten Schuppen. Halsschildmittellinie, -Hinterrand und -Seiten mit einzelnen weißen Schuppen. Unterseite mäßig dicht, auf Mittel- und Hinterbrust meist deutlicher und dichter weiß beschuppt. Gestalt rundlich oval. 1,6-2,4 mm. B: In feuchtem Gelände auf den verschiedensten Kreuzblütlern, vorzugsweise in offenem Gelände auf·Cardamine pratensis· (Wiesenschaumkraut) von IV-VII. Larvenentwicklung in den Früchten, Verpuppung im Boden. D: Von Sibirien und Kleinasien über Europa weit verbreitet; in Mitteleuropa mit Ausnahme der Gebirge nicht selten. Ohne Schildchenfleck beachte contractus, dessen dunkler Metallschimmer oft nicht erkannt wird; vergleiche Leitziffer >>>44
Flügeldecken länger eiförmig, ihre größte Breite wenig vor der Mitte. Tarsen, insbesondere das Klauenglied, länger. Der Nahtzwischenraum ebenso wie die anderen Zwischenräume beschuppt. Fühlerkeule kürzer, so lang wie die 5 vorhergehenden Geißelglieder zusammen, am Ende zugespitzt. 1,6-1,9 mm. B: Käfer im V/VI, die neue Generation im IX. An ·Lepidium draba·, Larve in den Früchten. Verpuppung im Boden. D: Von Mittel- und Vorderasien bis Europa verbreitet, über Mitteleuropa bis Frankreich und Großbritannien festgestellt; bei uns verstreut und selten. Bei starker Vergrößerung ist an den Klauen ein kleines Zähnchen erkennbar, weshalb die Art auch weiter hinten berücksichtigt wird
-Flügeldecken kürzer oval, ihre größte Breite kurz hinter den Schultern. Tarsen kürzer. Der Nahtzwischenraum oft durch zusätzliche weiße Schuppen abstechend heller und das Tier dann Neosirocalis floralis ähnlich. Fühlerkeule gestreckter, länger als die 5 vorhergehenden Geißelglieder zusammen und am Ende stumpfer. 1,8-2,2 mm. B: Käfer von V/VI an seiner Entwicklungspflanze ·Lepidium campestre· auf Ödland, an Wegen und Bahndämmen. Larve in den Früchten. D: Kaukasus, Bulgarien, Mittel- und Westeuropa; in Mitteleuropa besonders in wärmeren Gebieten in niederen Lagen verstreut und selten, fehlt in der Tiefebene.
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Flügeldeckenstreifen etws breiter (35 µm), die Zwischenräume mit 1-3 unregelmäßigen Reihen schmaler weißlicher oder gelblicher Haarschuppen (Bin [Abb. 16]). Die Beschuppung deckt den Untergrund nur unvollständig, so daß die Oberseite schwärzlichgrau erscheint [Abb. 20]. Einzelne ovale weiße Schüppchen finden sich gewöhnlich nur hinter dem Schildchen und allenfalls vor der Spitze, doch fehlen solche in der Mitte der Naht. Penis [Abb. 21]. Spermatheka [Abb. 22]. 2,2-3,3 mm. B: Käfer von III-IX, im Winter auch im Gesiebe, Larve in den Schoten wildwachsender und angebauter Kruziferen (Brassicaceen), Verpuppung im Boden. Gefürchteter Rapsschädling. D: Vorderasien, Europa, nach Nordamerika verschleppt; in Mitteleuropa weit verbreitet und sehr häufig. (=assimilis (Payk.))



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-Flügeldeckenstreifen eine Spur schmaler (28 µm), die Zwischenräume mit 2-4 unregelmäßigen Reihen weißlicher oder gelblicher lanzettlicher Schuppen, die Schuppen der Streifen von gleicher Form, in dichter Folge stehend. In diese Beschuppung sind zahlreiche ovale Schuppen eingemengt, auch der ganze Nahtzwischenraum mit einer vollständigen Reihe ovaler Schuppen. Die Beschuppung deckt den Untergrund vollständiger, so daß die Oberseite heller grau erscheint [Abb. 23]. Sonst dem obstrictus äußerst ähnlich und früher nur als Form dieser Art angesehen. 2,4-3,2 mm. B: Vermutlich polyphag. D: Von der Ukraine bis Frankreich, von Skandinavien bis Italien festgestellt. In Mitteleuropa ebenso verbreitet wie obstrictus, wenn auch nicht ganz so häufig.
Alle oder fast alle Flügeldeckenzwischenräume mit nur einer Reihe kurzer, weißer Schuppenhaare, die die dunkle Oberseite nur wenig modifizieren. Halsschild an den Seiten und in der Mittellinie mit einzelnen breiteren weißen Schuppen. Körper ziemlich kurzoval. Fühlerkeule gedrungen. Penis [Abb. 24]. 1,5-2 mm. B: Auf ·Iberis· an xerothermen Stellen. D: Mit Sicherheit bisher nur aus Frankreich bekannt. Ein Vorkommen in Südwestdeutschland wäre möglich.
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-Flügeldeckenzwischenräume mit 2-reihiger Beschuppung. Flügeldecken schlanker, Fühlerkeule größer und schlanker. Penis [Abb. 25]. 1,7-2,3 mm. Die Art hat einen winzigen Klauenzahn, der normalerweise nicht erkannt wird. B: An ·Thlaspi montanum·, ·Iberis sempervirens· und ·Draba aizoides·. D: Von Rußland über Rumänien und Jugoslawien diskontinuierlich über Mitteleuropa bis Frankreich verbreitet; Böhmen, Niederösterreich, Hessen, Baden.
Fühlerkeule langoval. Flügeldeckenstreifen deutlich punktiert, die Zwischenräume schmal, wenig breiter als die Streifen und mit jeweils 1-3 Reihen von Schuppenhaaren besetzt. 1,6-2,3 mm. B: Käfer von V-VIII auf ·Arabis hirsuta·, ·Arabis turrita·, ·Barbarea· und ·Turritis glabra·. D: In Europa weit verbreitet; in Mitteleuropa nur aus wenigen Gebieten bekannt, aber vermutlich noch aus weiteren Gebieten nachzuweisen. Slowakei, Niederösterreich, Steiermark, Tirol, Schweiz, Bayern, Harz, Mittelelbe, Mark Brandenburg, Rügen, Schleswig. (=curvirostris Schltz.)
-Fühlerkeule kurzoval. Flügeldeckenstreifen glatt, Zwischenräume wenig breiter als die Streifen, größtenteils mit einfacher Schuppenhaarreihe. 1,5-2 mm. B: In Steppenheiden an ·Arabis hirsuta· und ·Arabis auriculata·, vielleicht auch an ·Alyssum·-Arten. Vorzugsweise im V. D: Weit aber diskontinuierlich verbreitet; Nordafrika, Südeuropa, von Rumänien über Ungarn bis zur Tschechoslowakei, dem Burgenland und Niederösterreich sowie aus Thüringen (Kyffhäuser) nachgewiesen. (=schoenherri auct.)
Schienen an der Basis gebogen und zum Ende stärker verbreitert. Beine kürzer, der kräftige Rüssel zur Spitze verschmälert. Nahtzwischenraum ebenso wie die übrigen Zwischenräume behaart. Oberseite mäßig dicht weiß behaart, grauschwarz erscheinend. Penis [Abb. 26]. 1,9-2,3 mm. B: An ·Alyssum·-Arten (saxatile, calycinum, montanum), sehr selten. D: Bulgarien, Italien, Südpolen, Böhmen, Niederösterreich.
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Meist schlanker, Penis am Ende abgestutzt [Abb. 27] [Abb. 28]. 1,6-2,1 mm. B: Käfer von Mitte IV-VIII an ·Alyssum montanum·, ·Alyssum calycinum· und ·Alyssum maritimum·. D: Von der Türkei und dem südlichen Rußland über Bulgarien, Rumänien und Polen bis nach Mitteleuropa und Frankreich verbreitet; bei uns mit Ausnahme der Tiefebene und der höheren Gebirge weit verbreitet, aber selten.

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-Gestalt meist breiter. Penis am Ende zugespitzt [Abb. 29] [Abb. 30]. 1,4-2,2 mm. B: Käfer von V-VII an ·Alyssum·-Arten. D: Balkanhalbinsel, Polen, Mitteleuropa, Schweiz, Frankreich. Verbreitung in Mitteleuropa vermutlich ähnlich wie bei nanus, doch wegen der bisherigen Vermengung mit diesem nur unvollständig bekannt. Sichere Funde aus Thüringen und der Mark.

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Flügeldecken mit einem wenig abstechenden gelbbraunen Schildchenfleck [Abb. 31]. Halsschild mit 3 Längsbinden aus hellen Schuppen, von denen die seitlichen fehlen können oder nur an der Basis und am Vorderrand angedeutet sind [Abb. 32]; oft sind in die übrige graubraune bis dunkelbraune Oberseitenbeschuppung besonders hinten einzelne ovale helle Schuppen eingestreut, die längsstreifig verdichtet sein können [Abb. 33] oder der Oberseite ein etwas scheckiges Aussehen geben. Unterseite dicht gelblich beschuppt. 2,2-2,8 mm. B: An Ruderalstellen auf ·Sisymbrium sophia· von V-VII, selten. D: Von Mittel- und Vorderasien über Osteuropa bis ins östliche Mitteleuropa verbreitet und aus der Slowakei, Niederösterreich, Sachsen, Thüringen, der Mark und Pommern nachgewiesen.


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3-3,5 mm. Halsschild mit vollständiger Mittelfurche. Die Schuppen der Flügeldeckenstreifen sind deutlich etwas größer als die der anliegend 2-3-reihig beschuppten Zwischenräume. Unterseite locker hell beschuppt. Penis [Abb. 34]. B: Vorzugsweise auf ·Sisymbrium sophia·, aber auch an anderen wildwachsenden oder angebauten Kruziferen. Käfer fast ganzjährig. Larvenentwicklung im Stengel. Kann an Kohl schädlich werden. D: Von Vorderasien westl. über ganz Europa, den höheren Norden ausgenommen, verbreitet; in Mitteleuropa verbreitet, aber nicht häufig.
-1,9-2,4 mm. Halsschildfurche in der Mitte verflacht oder fehlend; die Schuppen der Flügeldeckenstreifen ebenso wie die der Zwischenräume oder kürzer, die Beschuppung der Zwischenräume 2-reihig, etwas aufstehend. Unterseite locker beschuppt. B: Käfer von IV-IX: Entwicklung in Stengelgallen an ·Arabidopsis thaliana·; wird aber auch von anderen Kruziferen angegeben. D: In Europa weit verbreitet, in Mitteleuropa nicht häufig, wohl überall, das höhere Gebirge ausgenommen, nachzuweisen, wenn auch aus dem Nordwesten bisher nicht gemeldet.
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Halsschild schmäler, trapezförmig, seine Seiten nach vorn fast geradlinig verengt. Penis am Ende breit abgestutzt [Abb. 35]. 2,9-3,4 mm. B: Käfer von V-VIII an feuchten Waldstellen; wird auch dort, wo sie mit Sicherheit vorkommt, nur selten an ihrer Entwicklungspflanze ·Alliaria officinalis· gefunden; häufiger im Gesiebe der Bodenstreu. D: Von Rußland über Ungarn und Polen bis Mitteleuropa verbreitet; in Mitteleuropa verstreut, wenig gefunden: Böhmen, Mähren, Sachsen, Mittelelbe, Mark Brandenburg, Harz, Niedersachsen, Rheinland, Pfalz, Baden.
-Halsschild breiter, seine Seiten nach vorn in starker Rundung verengt. Penis zugespitzt [Abb. 36]. B: An ·Berteroa incana· (Graukresse). Es werden auch Funde von ·Erysimum·-Arten angegeben. Käfer von V-VI und IX-X; im ganzen selten. D: Mit der Ausbreitung ihrer bevorzugten Entwicklungspflanze heute wohl schon in weiten Teilen von Ost-, Mittel- und dem südlichen Nordeuropa aufzufinden.
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Halsschild mit vollständiger, wenn auch in der Mitte verflachter Mittelfurche. (Zur Erkennung dieses Merkmals empfiehlt sich schwache Vergrößerung.) Halsschildkragen stark aufgebogen. Flügeldeckenzwischenräume entweder vollständig dunkel behaart oder mit eingestreuten, etwas kräftigeren hellen Schuppenhaaren, die ausnahmsweise sogar überwiegen können. Einzelne weiße Schuppen an den Halsschildseiten, in der Hinterhälfte der Halsschildmittelfurche sowie in einer unauffälligen Ansammlung um das Schildchen. Penis zum quer abgestutzten Ende geradlinig erweitert, in Seitenansicht gleichmäßig flach gebogen [Abb. 37] [Abb. 38]. 2,3-3,1 mm. B: Käfer an fast allen angebauten und wildwachsenden Kruziferen. Entwickelt zwei biologisch verschiedene Formen: eine Frühjahrsform mit Eiablage im III-V und eine Herbstform mit Eiablage von VIII an. Larve in Gallen des unteren Stengels und des Wurzelhalses, bei kultivierten Wirtspflanzen auch in der verdickten Wurzel (Rübe). Der ,,Kohlgallenrüßler" kann gelegentlich schädlich werden. D: Fast in der ganzen Paläarktis; in Mitteleuropa eine der häufigsten Arten.

-Halsschildmittelfurche unterbrochen und auf je einen Eindruck in der Hinterhälfte und hinter dem flacheren, fast horizontal gelegenen Vorderrandkragen reduziert. Das Integument der Flügeldeckenzwischenräume dichter; es besteht aus mehr kommaförmigen, dickeren Schuppenhaaren, wodurch die Oberseite einen grauen Schimmer erhält. Penis in seiner Mitte etwas verengt und erst dann zur gerundet abgestutzten Spitze erweitert, in Seitenansicht mehr skispitzenartig gebogen [Abb. 39]. 2,5-2,9 mm. B: Käfer monophag von IV-VII und im X an ·Berteroa incana·. Die Larve entwickelt sich in Wurzelgallen. D: Von der Ukraine, Griechenland, Ungarn und Polen über Mitteleuropa bis Frankreich festgestellt. Verbreitung nur unvollständig bekannt. Aus Mitteleuropa liegen Meldungen aus der Steiermark und aus der Mark Brandenburg vor. (=berteroae Penecke)
Schwarz, ziemlich matt. Flügeldecken dunkelbraun oder -grau behaart, die Behaarung läßt die Flügeldecken manchmal etwas längsstreifig erscheinen. Halsschild mit deutlich aufgebogenem Vorderrandkragen und flacher Mittelfurche. Schenkel nur mit sehr kleinem Zähnchen. Penis [Abb. 40]. 2,2-2,7 mm. B: An ·Alyssum calycinum·. D: Iran, Anatolien, Polen, Ungarn, Niederösterreich, Tschechoslowakei.
Tarsen schwarz, allenfalls das 3. Glied bräunlich. Penis [Abb. 41]. 2,8-3,7 mm. B: Käfer ab IV in offenem Gelände an ·Alliaria officinalis·, vielfach an Ruderalstellen, im Winter in der Bodenstreu. Larvenentwicklung im Stengel. D: Von Osteuropa über Mitteleuropa und das südl. Nordeuropa bis Frankreich nachgewiesen. In Mitteleuropa erst in neuerer Zeit aufgefunden und in den letzten 3 Jahrzehnten offenbar in weiterer Ausbreitung begriffen. Tschechoslowakei, Thüringen, Sachsen, Franken, Rheinland, Hessen, Baden.
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-Tarsen ganz, oder wenigstens das erweiterte 3. Tarsenglied und das Klauenglied gelbrot. Penis [Abb. 42]. 2,6-3,4 mm. B: Bei uns an schattigen Waldstellen auf ·Alliaria officinalis· von IV-X. Larvenentwicklung im Stengel, Verpuppung im Boden. Wurde früher als Form des Vorigen angesehen. D: West- und Mitteleuropa; verbreitet, aber nicht häufig.
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Körper, Schenkel und Schienen +/- hell bronze- bis messingfarben, Flügeldecken manchmal mit hellem erzgrünen Schimmer [Abb. 44]. Tarsen rotbraun. Flügeldecken gelbgrau behaart, mit weißen Schuppenflecken durchsetzt. Epimeren der Mittelbrust mit rötlichgelbem Schuppenfleck [Abb. 45]. 2,3-2,9 mm. B: An ·Lepidium ruderale· (Schuttkresse) auf Schuttplätzen; seltener an anderen Kruziferen auf Ödland. D: Von Mittel- und Vorderasien über Ost-, Süd- und Mitteleuropa verbreitet; in Mitteleuropa in der Tschechoslowakei, Niederösterreich, Schlesien, Brandenburg, Niedersachsen, Thüringen, Mittelelbe und Hessen. Im Bereich ihres Vorkommens ist die Art stellenweise nicht selten.

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Schwarz, Flügeldecken dunkelblau, dunkel behaart; 3 Längslinien auf dem Halsschild, ein schmaler Schildchenfleck und die Spitze der Mittelbrustepimeren weiß oder weißlichgelb beschuppt. Die 4 hinteren Schenkel mit feinem, zähnchenartigem Schuppenbüschel. 2,1-2,7 mm. B: Vorzugsweise an Sandufern größerer Gewässer an ·Rorippa amphibia· und ·Rorippa islandica· von lV-IX. Larve im unteren Stengel und im Wurzelhals. D: Von Sibirien westlich über fast ganz Europa verbreitet; in Mitteleuropa weit verbreitet, aber ziemlich selten.
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Halsschild mit großem Seitenhöcker [Abb. 46]. Flügeldecken lebhaft metallisch, meistens grünlich oder bläulich, seltener violett, nur ausnahmsweise schwarzblau. Flügeldecken etwas länglicher, erst im Bereich des kräftigen Höckerflecks zur Spitze stärker verengt. Penis am Ende lach gerundet, ohne Einkerbung [Abb. 47] [Abb. 48] [Abb. 49]. 2-2,6 mm. B: Fast ganzjährig an den verschiedensten Kruziferen, jedoch vorzugsweise an ·Capsella bursapastoris· (Hirtentäschel). Larve im Stengel, Verpuppung im Boden. D: Holarktisch; in Mitteleuropa eine der häufigsten Arten.



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-Halsschild mit kleinem Seitenhöcker [Abb. 50]. Flügeldecken dunkel metallisch blau oder schwarz mit blauem Metallschimmer, selten so hell wie bei erysimi [Abb. 51]. Flügeldecken kürzer und schon von der Mitte an bis zum schwächeren Höckerfleck gerundet, dahinter stärker verengt. Penis am Ende mit einer flachen Kerbe [Abb. 52] [Abb. 53]. 1,5-2 mm. B: An den verschiedensten Kruziferen, gelegentlich auch an Pflanzen anderer Ordnungen. Die Larve miniert in den Blättern. D: Von Mittelasien westlich über ganz Europa verbreitet; sehr häufig.




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Oberseite fleckig weißlichgrau, graugelb oder blaß ockerfarben beschuppt [Abb. 55], die Schuppen der Flügeldeckenzwischenräume langoval, zugespitzt, sehr ungleichmäßig gelagert. Schildchenfleck klein, wenig abstechend. Die Beborstung der Flügeldeckenzwischenräume ist ziemlich dicht, braun, besonders an den Seiten gut erkennbar. Unterseite dicht beschuppt. Aedoeagus [Abb. 56]. 2,3-3,5 mm. B: Innerhalb der Kruziferen polyphag; auch schon an Pflanzen anderer Ordnungen beobachtet. Käfer das ganze Jahr hindurch, im Winter in der Bodenstreu der Wälder. Der ,,gefleckte Kohl- oder Rapsstengelrüßler" kann beträchtliche Schäden an angebauten Brassicaceen verursachen. D: Von Vorderasien westlich über Europa weit verbreitet, auch in Nordafrika und (importiert) Nordamerika. In Mitteleuropa überall häufig. (=quadridens (Panz.))

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-Oberseite dicht, aber nicht deckend, braun behaart, die Flügeldeckenzwischenräume außerdem ziemlich dicht schwarz beborstet [Abb. 57]. Schildchenfleck rotgelb. Unterseite ziemlich dicht graurötlich beschuppt, die Beschuppung der Mittelbrustepimeren zur Spitze dichter und kräftiger rötlich. Aedoeagus [Abb. 58] [Abb. 59]. 2,4-3,7 mm. B: Oligophag an Kruziferen. Der ,,schwarze Triebrüßler" kann an Raps und Rübsen schädlich werden. In neuerer Zeit vielfach auf Ruderalstellen an ·Sisymbrium loeselii·. D: Anatolien, Europa ohne den Norden, Marokko; in Mitteleuropa weit verbreitet, wenn auch gebietsweise, besonders im Nordwesten noch nicht nachgewiesen; im ganzen selten. Käfer ganzjährig zu finden.


Flügeldeckenzwischenräume überwiegend 2- oder mehrreihig unregelmäßig fein behaart. In diese Gruppe gehört auch eine mediterran verbreitete Art, deren Vorkommen in Mitteleuropa mehrfach gemeldet wurde, die aber wohl kaum bei uns zu erwarten ist. Die Art ist innerhalb dieser Gruppe leicht an der Form des Penis zu erkennen, die dem des coerulescens [Abb. 60] entspricht. B: An ·Bunias erucago·. D: Wird neuerdings aus der Slowakei angegeben.
Halsschild schmal, stark gewölbt, ein Seitenhöcker nur stumpf angedeutet, die Netzung kräftig, seine Oberseite daher matt. Flügeldecken schlank und wesentlich gestreckter als bei allen anderen blaumetallischen Arten, kurz hinter der Schulterbeule am breitesten. Schwarz, Halsschild mit schwachem Blauschimmer, Flügeldecken dunkelblau. Mittel- und Hinterbrust dicht weiß beschuppt. 2,5-3 mm. B: Käfer von V-VIII an ·Nasturtium·, ·Cardamine·-Arten und ·Dentaria·. D: Subalpin; von den Karpaten und der Tatra disjunkt bis zu den Pyrenäen verbreitet; Steiermark, Schwarzwald, Vogesen sowie in anderen Gebirgen Frankreichs; vermutlich auch in anderen Teilen der Alpen nachzuweisen.
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-Halsschild mit deutlichem Seitenhöcker [Abb. 61], seine Netzung schwach, die Oberseite daher etwas glänzend. Flügeldecken nicht auffällig gestreckt, etwa in der Mitte am breitesten [Abb. 62]. Halsschildpunktur gröber als bei den beiden folgenden Arten, von denen er sich auch durch den zur Basis etwas verjüngten Rüssel unterscheidet. Flügeldecken oft etwas heller blau als bei pandellei. Penis [Abb. 63]. 2,5-3 mm. B: Im Flachland an schattigen Feuchtstellen auf ·Nasturtium· und ·Cardamine·-Arten. D: Von Sibirien und Vorderasien westlich bis England und Frankreich verbreitet; nicht im Mittelmeerraum. In Mitteleuropa weit verbreitet aber mancherorts selten oder sogar fehlend. Eine in den Südostalpen an ·Dentaria eneaphyllos· gefundene größere und bauchigere Form wurde als pyriformis Schltz. bezeichnet, dürfte aber kaum taxonomische Valenz besitzen.


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2,8-3,6 mm. Rüssel mit wenig deutlichem, flachem Kiel; Flügeldeckenzwischenräume breiter, mit 3-4 Reihen feiner, dunkler Haare. Weiße Beschuppung auf Mittel- und Hinterbrust mäßig dicht. Punktstreifen an der Basis nicht vertieft, die Zwischenräume dort flach und breit. Blauschwarz, Halsschild und Flügeldecken gleichfarbig dunkelblau (fast ganz grüne Stücke aus den Karpaten wurden carpathicola Reitter benannt). Penis so wie bei pandellei und pervicax [Abb. 63] gerundet abgestutzt. B: Käfer von V-VII vorzugsweise auf ·Barbarea·-Arten; auch von ·Rorippa islandica· und ·Dentaria eneaphyllos· angegeben. D: Vom Kaukasus und Turkestan westlich über Europa bis Frankreich und Italien nachgewiesen, jedoch nur disjunkt verbreitet; in Mitteleuropa in Montangebieten aus Böhmen und Mähren, dem östlichen Österreich, Franken, dem Harz und Baden-Württemberg gemeldet, vermutlich weiter verbreitet.
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-2,3-2,8 mm. Rüssel, besonders beim ♂, mit deutlichem Längskiel in der Hinterhälfte. Flügeldeckenzwischenräume weniger breit, mit 2-3 Reihen dunkler oder heller grauer Härchen, die Punktstreifen unmittelbar an der Flügeldeckenbasis kräftig vertieft, die Zwischenräume deshalb nach vorn verschmälert. Weiße Beschuppung auf Mittel- und Hinterbrust locker. Blau oder grünlichblau, die Flügeldecken oft leuchtender metallisch als der übrige Körper. Penis zum Ende gerundet verengt [Abb. 64]. B: Käfer von V-X an Trockenstellen an ·Berteroa incana· wohl überall nachzuweisen. Larve im oberen Stengelteil. Wird aus der Tschechoslowakei auch von ·Alyssum saxatile· und anderen Kruziferen angegeben. D: Von Sibirien über Rußland und das südliche Nordeuropa bis Portugal verbreitet, jedoch nicht im Mittelmeergebiet. In Mitteleuropa mit nach Westen abnehmender Häufigkeit in der Ebene und in Tallagen, im ganzen nicht häufig.
Größere Art von 3-3,5 mm. Halsschild grob und gedrängt punktiert. Flügeldeckenzwischenräume scharfkantig begrenzt und mit deutlicher einfacher oder unregelmäßig verdoppelter Punktreihe, äußerst fein, dunkel behaart. Punktstreifen tief, an der Basis so breit wie die Zwischenräume, die dicht gestellten Punkte durch deutliche erhabene Querleisten getrennt und am Grunde mit einem federartig zerschlissenen Schüppchen. Schwarz, Halsschild mit schwachem, Flügeldecken mit deutlichem dunklen Blauschimmer. B: Käfer von Mitte IV-VIII; an ·Nasturtium officinale· und ·Cardamine impatiens·. D: Aus Südosteuropa bis ins südöstliche Mitteleuropa verbreitet; in den östlichen Bundesländern Österreichs und in der Tschechoslowakei verstreut und selten.
Schwarz, nur die Flügeldecken mit schwachem Blauschimmer. Fühlerkeule gestreckt, länger als die 5 letzten Geißel-Glieder zusammen. Mittel- und Hinterschenkel deutlich gezähnt. Halsschildpunktur dicht, Flügeldeckenzwischenräume dunkel, etwas abstehend behaart. Penis ähnlich [Abb. 65]. 2,3-2,7 mm. B: Käfer an verschiedenen Kruziferen wie ·Thlaspi·, ·Berteroa·, ·Isatis·, ·Erysimum· und ·Lepidium·, das am häufigsten angegeben wird, sowie an ·Reseda luteola· im V-VI und VIII. Larvenentwicklung wurde in ·Thlaspi perfoliatum· in Stengel- und Blattstielgallen beobachtet. D: Nordafrika, Südeuropa und in Wärmegebieten in Mitteleuropa; Tschechoslowakei, Burgenland, Niederösterreich, Thüringen, Hessen, Rheinland, Pfalz; verstreut und selten.
Halsschild auch in der Basalhälfte mäßig dicht punktiert, seine Seitenhöcker deutlicher, Flügeldecken gestreckter, weit hinter der Mitte mit deutlicher Richtungsänderung stärker verengt. Schenkelzahn sehr fein, aber meistens deutlich erkennbar. Flügeldeckenpunktstreifen schwächer eingedrückt, die Zwischenräume daher flacher erscheinend, ihre Behaarung etwas feiner und länger. Penis [Abb. 66]. 2,2-2,8 mm. B: An ·Erysimum·-Arten. D: Diese Art wurde früher nicht von chlorophanus getrennt, ihr Vorkommen in Mitteleuropa wäre möglich, da schon Funde aus Südtirol vorliegen. Von Anatolien bis zu den Meeralpen nachgewiesen.
-Halsschildpunktur in der Basalhälfte mit größeren glatten Zwischenräumen. Flügeldecken zur Spitze gleichmäßiger gerundet verengt. Halsschildseitenhöcker schwach entwickelt. Schenkelzahn undeutlich oder fehlend. Punktstreifen zur Basis kräftiger vertieft, die Zwischenräume etwas gewölbter und manchmal überwiegend einreihig behaart. Penis [Abb. 65]. 2,2-2,6 mm. B: Käfer an xerothermen Stellen an verschiedenen ·Erysimum·-Arten von Mitte IV-VII. D: Von Rumänien über Ungarn westlich bis Frankreich verbreitet, auch in Algerien. In Mitteleuropa in Wärmegebieten in der Slowakei, Böhmen, dem Burgenland, Niederösterreich und Franken; im 19. Jahrhundert auch in Thüringen. (=viridanus auct. nec Gyll.)
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Schwarz, Flügeldecken schwarzgrün, schwarzblau oder selten fast schwarz [Abb. 67]. Halsschild weniger gewölbt, kleiner. Die Flügeldecken an den Seiten weniger gerundet, etwas gestreckter. Haare auf den Flügeldeckenzwischenräumen weniger schräg aufgerichtet [Abb. 68], dunkel und nur an den Seiten und dem äußersten Ende der Flügeldecken mit spärlichen hellen Haarschuppen durchmischt. Die hellen Schuppen der Flügeldeckenstreifen dünner und weniger auffallend. Die Fühlerkeule etwas kürzer und kompakter. Mittel- und Hinterschenkel fein gezähnt. ♂: Aedoeagus zur Spitze breit verrundet [Abb. 69]. B: Bevorzugt sandiges Gelände, besonders in Gewässernähe; an verschiedenen Kruziferen, besonders an ·Arabidopsis thaliana·, aber auch an ·Draba verna·. III-V, IX. Larvenentwicklung in Stengelgallen, Verpuppung im Boden. D: Von Vorderasien über Europa bis Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa weit verbreitet, aber durchaus nicht häufig oder selten.


-Flügeldecken glänzend schwarz, ohne grünen oder blauen metallischen Schimmer. Flügeldecken plumper (Länge/Breite <1.25) and etwas stärker gewölbt, die Seiten gerundet [Abb. 70]. Halsschild etwas größer, die Scheibe stärker gewölbt, der Umriß weniger glockenförmig. Die aufstehende Behaarung der Flügeldeckenzwischenräume stärker angehoben [Abb. 71], untermischt mit weißen Schuppenhaaren, besobers an den Seiten und am Apex; einzelne weiße Schuppen auch auf der Scheibe. Die Schuppen in den Flügeldeckenstreifen gewöhnlich breiter und auffälliger. Die Fühlerkeule tendenziell etwas gestreckter, die Schienen kurzer und robuster und der Längenunterschied des Rüssels bei den Geschlechtern größer. ♂: Aedoeagus in der Endhälfte etwas gerundet zugespitzt verengt [Abb. 72]. ♀: Spermatheka [Abb. 73]. B: Larve und Entwicklung unbekannt, aber höchstwahrscheinlich an ·Arabidopsis thaliana·, da dies neben ·Erophila verna· die einzige Kruzifere an den Funstellen in Polen war. D: Bisher aus Frankreich, Österreich, Polen, Bulgarien, Tschechien und der Slowakei bekannt; sicher weiter verbreitet und bei uns im Raum Berlin schon nachgewiesen (Winkelmann & Kulbe, in Vorbereitung).



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Halsschildseiten gerundet vorgewölbt, statt eines Seitenhöckers ist nur eine feine Leiste erkennbar; eine Mittelfurche fehlt, so daß die Art im Aussehen an Glocianus erinnert [Abb. 74]. Flügeldeckenzwischenräume scharfkantig begrenzt und mit einer einfachen oder stellenweise verdoppelten deutlichen Punktreihe. Flügeldeckenstreifen tief, so daß die darin befindlichen Schüppchen oft nur bei Beleuchtung von hinten erkennbar sind, im Basalteil so breit wie die Zwischenräume. Mittel- und Hinterschenkel fein gezähnt. Schwarz mit schwachem, auf den Flügeldecken deutlicherem Grün- oder Blauschimmer. Penis ähnlich [Abb. 65]; Spermatheka [Abb. 75]. 2,2-3,2 mm. B: Käfer im V-VI und dann wieder im Herbst an ·Berteroa incana·, die Larve bildet Stengelgallen im Blütenstand. D: Osteuropäische Art, die im Süden von der Ukraine über Polen und die Slowakei nach Mähren, dem Burgenland und Niederösterreich vordringt und 1972 auch erstmals im Norden (Ueckermünde, Pasewalk) gefunden wurde.


Mittel- und Hinterbrust vollständig dicht weiß beschuppt, von der spärlich beschuppten übrigen Unterseite hell abstechend; die Schuppen zum Teil einander berührend, andernfalls höchstens um eine Schuppenbreite voneinander getrennt. Schenkel ungezähnt. Penis [Abb. 76]. 2-2,5 mm. B: Auf feuchten oder frischen Böden an ·Cardamine·-Arten, ·Barbarea· und ·Rorippa islandica· von IV-VIII. Larvenentwicklung in Stengel- und Blattstielgallen, Verpuppung im Boden. D: Von Sibirien und Vorderasien westlich über fast ganz Europa verbreitet, aber nicht häufig.
Vorderschienen in ganzer Länge gleichbreit, die Schienen im ganzen gedrungener und kürzer [Abb. 77]. Mittelbrustepimeren etwas dichter weiß beschuppt als die übrige Mittel- und Hinterbrust, aber ohne büschelartige Verdichtung an der Spitze. Penis [Abb. 60]. 2,1-2,5 mm. Früher zu Unrecht mit chalybaeus, von dem er sich äußerlich nur durch den Bau der Vorderschienen unterscheidet, zusammengeworfen. B: Käfer von V-VI an ·Lepidium campestre·, Larve in einer Galle des Blattstiels oder im unteren Teil des Stengels. D: Verbreitung nur ungenügend bekannt. In Frankreich weit verbreitetund deshalb wohl bei uns im Westen weiter verbreitet als bekannt. Polen, Slowakei, Mark Brandenburg, Rheinland.


Halsschildmittellinie meistens mit vollständiger Reihe weißer Schüppchen. Abstehende Haare der Flügeldeckenzwischenräume mäßig lang und dunkel. Mittelbrust unterhalb der büschelförmigen Beschuppung gewöhnlich mit größeren, schwarz erscheinender Kahlstelle. Flügeldecken blau bis dunkelgrün. Penis [Abb. 80]. 2-2,5 mm. B: Käfer fast ganzjährig an angebauten und wildwachsenden Kruziferen. Die Larve bildet Gallen in den Blattstielen und -rippen. D: Von Nordafrika und Westeuropa über Italien und das nördliche Jugoslawien sowie über die Schweiz bis Mitteleuropa verbreitet; Rheinland, Franken, Bayern, Thüringen, Sachsen, Schlesien, Steiermark, vielleicht weiter verbreitet. (=ruebsaameni Kolbe)
-Weiße Beschuppung der Halsschildmittellinie wie bei chalybaeus breit unterbrochen. Abstehende Haare der Zwischenräume auffällig hell und stark aufgerichtet, und dadurch auch von chalybaeus gut zu trennen. Mittelbrust wie die übrige Unterseite gleichmäßig spärlich beschuppt. Flügeldecken dunkel blaugrün glänzend. Penis [Abb. 81]. 2,3 mm. B: V-VI. Vermutlich an ·Biscutella laevigata· oder ·Arabis halleri·. D: Bisher nur in den Bergamasker Alpen sowie in der Steiermark (Gesäuse) gefunden.
Punktstreifen der Flügeldecken schmal, die Zwischenräume wesentlich breiter, flach und mit einer deutlichen feinen Punktreihe. Flügeldeckenstreifen mit kaum sichtbaren Haaren, die Zwischenräume mit einer Reihe schräg aufgerichteter dunkler Härchen. Schenkel mit feinem Zähnchen. Schwarz, Flügeldecken dunkelblau, das gelappte 3.Tarsenglied oft rötlich aufgehellt. 2,5-3,3 mm. B: Fast ganzjährig auf den verschiedensten wildwachsenden und angebauten Kruziferen sowie auf ·Reseda·. Vorzugsweise an Feuchtstellen und im Montanbereich; winteraktiver Kühlbrüter; Larve in den Stengeln, Verpuppung im Boden. D: Von Sibirien und Vorderasien über Europa weit verbreitet, auch in Algerien; in Mitteleuropa verbreitet, aber ziemlich selten.
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Haare der Flügeldeckenzwischenräume schlanker zugespitzt, länger; von oben gesehen erreicht die Spitze eines Haares meistens die Basis des folgenden [Abb. 82]. Haare überwiegend dunkel, nur auf den äußeren Zwischenräumen einzelne hellere Haare. Stücke ohne Schenkelzahn kommen vor. Halsschildpunktur gleichmäßig sehr dicht. Stücke mit stellenweise größeren, glänzenden Punktzwischenräumen, wie sie besonders im Süden des Verbreitungsgebietes häufiger sind, werden als var. timidus Weise bezeichnet. Schwarz, Flügeldecken blau, dunkelblau [Abb. 83] oder dunkelgrün. Penis [Abb. 84] [Abb. 85]. 1,9-2,5 mm. B:Käfer von V-VIII an wildwachsenden und kultivierten Kruziferen. Oft auf ·Thlaspi arvense·, Larve in Gallen des Stengels und Blattstieles. D: Von der Mongolei über Vorderasien und Europa bis ins westliche Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa verbreitet, aber nicht häufig.



1,8-2,1 mm. Behaarung auf den 6-7 inneren Zwischenräumen bräunlichgelb, außen überwiegend weißlich. Flügeldecken blau oder dunkelblau. Die Unterscheidung von dem auch in der Genitalform recht variablen chalybaeus oft schwierig. Penis [Abb. 86]. B: Käfer von V-VIII an ·Alliaria officinalis·, möglicherweise auch an anderen Kruziferen. D: Nord- und Nordwesteuropa, nördliches Mitteleuropa; Skandinavien, Großbritannien, Ost-Holstein.
-2,35-2,7 mm. Behaarung der ganzen Oberseite weißlich oder gelblich, stoppelartig. Flügeldecken schwarzblau, seltener dunkel blaugrün. Penis [Abb. 87]. B: Im Juni in einem Steppenheidebiotop an ·Crambe totaria· gefunden. D: Fundort der Typen: Niederösterreich (Ottenthal); sicherlich in Osteuropa weiter verbreitet.