Gattung Dodecastichus Stierlin

CurculionidaeOtiorhynchinaeOtiorhynchus
Von Arved Lompe (n. L. Dieckmann)
Flügeldecken mit 12 Punktstreifen. Schenkel ungezähnt. Vorderschienen an der Spitze nur nach innen erweitert. 3. Flügeldeckenzwischenraum nicht stärker gewölbt oder der 6. Zwischenraum hinten gekantet. (Bei den ♂ meist ausgeprägter.) Die ersten Zwischenräume neben der Naht an der Flügeldeckenspitze verbunden und dort meist etwas erhaben, dadurch Flügeldeckennaht unmittelbar vor der Spitze grubig vertieft. Schwarze, oberseits anliegend, oft fleckig behaarte Arten. Beine, wenn nicht anders erwähnt, rötlich mit dunklen Knien und Tarsen. Die ♂ haben kräftiger entwickelte Beine und bei mehreren Arten länglicher ovale Flügeldecken. Die Arten dieser Gattung sind sehr variabel. Gelegentlich können einzelne charakteristische Merkmale fehlen. Bei der Bestimmung ist daher stets die Summe aller Merkmale zu berücksichtigen. In Europa 19 Arten die vor allem im Osten verbreitet sind, das westlichste Vorkommen ist in der Schweiz.
Die in diesem Schlüssel nicht ausgewiesenen europäischen Arten siehe ...99
#1
→ 23.-7. Glied der Fühlergeißel gestreckt, 3. Glied. fast doppelt so lang wie breit oder länger.
→ 3-3.-7. Glied der Fühlergeißel kurz, oft nahezu kugelig, 3. Glied. höchstens 1,5 x so lang wie breit [Abb. 1].
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Abb. 1
#2
mastix (Olivier, 1807)🗺ColeowebHalsschild und Flügeldecken mit feiner, abgeflachter Körnelung. In der vorderen Hälfte des Halsschildes oder zumindest im Bereich des Vorderrandes punktiert. Streifen der Flügeldecken fein bis erloschen, die Zwischenräume breit und flach, Behaarung staubartig, kaum fleckig. Rüssel kurz und dick, besonders beim ♀. Die Flügeldecken des ♀ etwas bauchiger als die des ♂. Flügeldeckenabsturz steil, Spitze ohne deutliche zipfelförmige Verlängerung (Mucro). Beine rot bis schwarz. 6-9 mm. B: Von den Tallagen bis subalpin an verschiedenem Gesträuch (Weißdorn, Hartriegel usw.). D: Apennin, Balkanhalbinsel, Karpaten, südöstliches Alpengebiet. In Mitteleuropa in der Slowakei, Mähren und den östlichen Bundesländern Österreichs, westlich bis Kärnten. Gelegentlich zeigen Exemplare von consentaneus Boh. eine ähnliche Oberflächenskulptur, sie sind jedoch leicht an der mucroförmigen Spitze erkennbar.
pulverulentus (Germar, 1824)🗺Coleoweb-Halsschild und Flügeldecken ± grob gekörnt, Körner kaum abgeflacht. Halsschild auch im Bereich des Vorderrandes ohne Punktierung. Streifen der Flügeldecken deutlich, Zwischenräume gewölbt. Flügeldeckenabsturz weniger steil, schräg geneigt. Oberseite gleichförmig, seltener schwach fleckig behaart. Beim ♀ Flügeldecken breit, gegen das Ende schlank zulaufend, Flügeldeckenspitze nicht oder nur sehr kurz verlängert, ohne Mucro. Flügeldecken beim ♂ schlanker, in der hinteren Hälfte seitlich stark zusammengedrückt, 6. Zwischenraum etwas vorgewölbt. Beine schwarz: f. adumbratus Stierl.. 7-13 mm. B: Scheint auf Rumex zu leben, wird aber auch auf Gebüsch wie Weide, Hasel, Erle etc. gefunden. D: In den Gebirgen Jugoslawiens, im Karpatengebiet, und im Osten der österreichischen Alpen, westlich bis Kärnten und Oberösterreich.
#3
→ 4Flügeldeckenspitze weder zipfelförmig verlängert, noch Mucro bildend.
→ 6-Flügeldeckenspitze horizontal schnabelförmig verlängert.
#4
inflatus Gyll., 1834Fundmeldungen🗺ColeowebDer kielig begrenzte Ausschnitt am Vorderrand des Rüssels tief, bis in die Höhe der Fühlereinlenkungsstelle reichend. Flügeldecken beim ♀ auffällig breit, beim ♂ schmaler [Abb. 2]. Flügeldecken etwas fleckig, gelbgrau behaart, selten mit schwachem Metallschimmer. Beine schwarz (selten) oder rot mit dunklen Knien und Tarsen (f. salebrosus Boh.). Aedoeagus: [Abb. 3], Fühler: [Abb. 4]. 6-8 mm. B: Von der Ebene bis subalpin. D: In den Karpaten, der Tatra und in Schlesien, sowie von Istrien über die Ostalpen bis Bayern verbreitet;
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 5-Der kielig begrenzte Ausschnitt am Vorderrand des Rüssels erreicht bei weitem nicht die Höhe der Fühlereinlenkungsstelle.
#5
geniculatus (Germ., 1817)Fundmeldungen🗺ColeowebHaarschuppen der Flügeldecken dicht fleckig gestellt, mit deutlichem gelbgrünen Metallglanz [Abb. 5]. Flügeldecken kurzoval, 6. Zwischenraum beim ♂ scharf, beim ♀ weniger scharf gekantet. Halsschild und Flügeldecken relativ grob gekörnt. 3.-7. Fühlerglied 1,5 x so lang wie breit, bei dem sehr ähnlichen inflatus nur so lang wie breit. Beine schwarz: f. eppelsheimi Apfelb.. Aedoeagus: [Abb. 6], Fühler: [Abb. 1]. 6-9 mm. B: Montan bis subalpin auf Laub-, seltener Nadelholz. Polyphag, manchmal sehr häufig. D: Im Mittelgebirge und in den Alpen: Württemberg, Bayern, Schlesien, Osterreich, Tschechoslowakei; bis zur nördlichen Balkanhalbinsel verbreitet.
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 1
obsoletus (Stierlin, 1861)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Behaarung mehr gleichmäßig grau bis gelblich, kaum fleckig, ohne Metallschimmer, oder etwas dichter behaart (f. vicinus Apfelb.). Streifen der Flügeldecken sehr veränderlich, von sehr kräftig bis nahezu erloschen. ♂: sehr schlank [Abb. 7], Aedoeagus: [Abb. 8], Fühler [Abb. 9]. ♀: Flügeldecken breiter, langoval, Flügeldeckenspitze gelegentlich schwach zugespitzt, Spitzen aber nicht horizontal verlängert. Beine schwarz: f. aethiops Apfelb.. 8-10 mm. D: Nördliche Balkanhalbinsel und Ostalpen, westlich bis Kärnten.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
#6
consentaneus (Boheman, 1843)Fundmeldungen🗺ColeowebMittlere Geißelglieder. der Fühler deutlich länger als breit [Abb. 10] [Abb. 11]. Die graue bis gelbliche Behaarung nur schwach fleckig verdichtet oder nahezu einförmig (f. dryadis Apfelb.). ♀: Flügeldeckenspitze kurz zipfelig verlängert, einen kleinen horizontalen Mucro bildend, Kontur des Flügeldeckenabsturzes dadurch leicht S-förmig. ♂: schlank, Flügeldecken in der hinteren Hälfte seitlich stark zusammengedrückt, 6. Zwischenraum hier auffällig scharf gekantet und reliefartig vortretend. Mucro der Flügeldeckenspitze oft sehr kurz. 7-10 mm. D: Von der Balkanhalbinsel nördlich bis in die Karawanken verbreitet.
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Abb. 10
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Abb. 11
dolomitae (Stierlin, 1872)🗺Coleoweb-Mittlere Geißelglieder. der Fühler nicht länger als breit, kugelig. Flügeldecken stark fleckig behaart, die Spitzen kurz zipfelförmig verlängert. ♀: nur wenig breiter als das ♂, seitlich gleichmäßiger gerundet; Flügeldeckenspitze in einen kräftigen, kurzen Mucro verlängert. 7-10 mm. D: Südliche Dolomiten.
#99
atripes (Apfelbeck, 1918)🗺Coleoweb aurosignatus (Apfelbeck, 1889)🗺Coleoweb brevipes (Apfelbeck, 1894)🗺Coleoweb cirrogaster (Apfelbeck, 1928)🗺Coleoweb contractus (Stierlin, 1861)🗺Coleoweb corallipes (Stierlin, 1890)🗺Coleoweb dalmatinus (Gyllenhal, 1834)🗺Coleoweb ephialtes (Apfelbeck, 1895)🗺Coleoweb heydeni (Stierlin, 1861) montissancti (G. Müller, 1945)🗺Coleoweb oligostictus (G. Müller, 1945)🗺ColeowebWeitere Arten in Europa: D: Albanien. D: Bulgariem, ehem. Jugoslawien. D: Albanien, ehem. Jugoslawien. D: ehem. Jugoslawien. D: Rußland, Ungarn. D: ehem. Jugoslawien. D: Italien, ehem. Jugoslawien. D: ehem. Jugoslawien. D: ehem. Jugoslawien. D: ehem. Jugoslawien. D: Albanien.
Enthaltene Taxaatripes aurosignatus brevipes cirrogaster consentaneus contractus corallipes dalmatinus dolomitae ephialtes geniculatus heydeni inflatus mastix montissancti obsoletus oligostictus pulverulentus
Erstellt am: 13.03.2007 · Letzte Aktualisierung: 05.03.2026 - 18:11:07
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