Unterfamilie Mecininae

ColeopteraRhynchophoraCurculionidae
Von Arved Lompe (n. G. A. Lohse & Th. Tischler)
Caldara, R. (2001): Phylogenetic analysis and higher classification of the tribe Mecinini (Coleoptera: Curculionidae, Curculioninae). Kol. Rundschau 71:171-203.
Fühlergeißel 5-gliedrig. Trochanteren klein, normal, im inneren Basal-Winkel zwischen Hüften und Schenkel eingefügt. Tarsenwurzel an den Vorderschienen nur teilweise sichtbar, von innen durch die Vorderkante verdeckt. Pygidium ± freiliegend. Die Mecinini sind kürzlich revidiert worden, dabei wurden unter anderem einige Arten in andere Gattungen versetzt und frühere Untergattungen zu Gattungen erhoben. Ich folge hier bis auf weiteres den traditionellen Gruppierungen; das Bestimmen nach diesen Tabellen ist schon schwierig genug.
#1
→ 2Hinterrand der Bauchsternite +/- gerade oder gleichmäßig gebogen. Augen seitenständig, die Stirn dazwischen etwa so breit wie die Rüsselbasis. Spermatheka nicht verdickt, mit deutlichem Seitenast [Abb. 1]. Tribus Mecinini
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Abb. 1
→ 4-Hinterrand des 2.-4. Bauchsternits an den Seiten nach hinten gebogen [Abb. 2], Stirn zwischen den Augen halb so breit als der Rüssel an der Basis oder schmäler. Spermatheka mit verdickter Basis und verkürztem Seitenast. Tribus Cionini
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Abb. 2
#2
→ 2aVorderbrust mit Rüsselfurche, Vorderrand der Vorderbrust eingebuchtet [Abb. 3]. Augen groß, mehr als halb so breit wie der Kopf; Kehle zwischen den Augen mehr als halb so breit wie der Rüssel.
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Abb. 3
→ 3-Vorderbrust ohne Rüsselfurche, Vorderrand der Vorderbrust gerade [Abb. 4]. Augen kleiner, weniger als halb so breit wie der Kopf; Kehle zwischen den Augen wenig schmäler als der Rüssel an der Basis. Vorderhüften zusammenstoßend. Klauen an ihrer Basis verwachsen.
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Abb. 4
#2a
→ 2bKlauen an der Basis frei. Vorderhüften durch die tiefe Rüsselfurche getrennt. Metasternum in der Mitte mit einer Vertiefung.
Rhinumiarus Caldara, 2001-Klauen an der Basis verwachsen. Vorderhüften beieinanderstehend, die Rüsselfurche davor flach. Fortsatz der Mittelbrust nur halb so breit wie die Hüfte [Abb. 5]. Metasternum in der Mitte flach. 1 Art aus Südamerika: Argentinien.
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Abb. 5
#2b
Miarus Steph.♂: 5. Sternit in der Mitte gewöhnlich mit einer Grube und Kielen oder Fortsätzen an den Seiten [Abb. 6]; Pygidium ebenfalls mit einer Grube. Medianlobus des Aedoeagus kurz, an der Spitze quer abgestutzt [Abb. 7], mit mehreren Borsten an der Spitze, Innensack mit 2 schlanken Skleriten, einem ventralen und einem dorsalen sowie einem Paar zusätzlicher kleiner ovaler Sklerite basal zu ersterem. ♀: Spermatheka in der Mitte mit einer Erweiterung [Abb. 8]. Habitus [Abb. 9].
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
Cleopomiarus Pierce, 1919-♂: 5. Sternit und Pygidium ohne Auszeichnung; Medianlobus zur Spitze flach verengt und zugespitzt [Abb. 10], ohne die oben erwähnten Sklerite. ♀. Spermatheka gebogen, über die Länge gleichbreit; mit [Abb. 11] oder ohne Seitenast. Habitus [Abb. 12]. (Miaromimus Solari)
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#3
Mecinus Germ.Körper schlank [Abb. 13] [Abb. 14], die ersten 4 Sternite etwa gleichlang. Flügeldecken am Ende gemeinschaftlich verrundet. An der Spitze der Vorderschienen die Unterkante scharfwinklig vorgezogen. ♂: Aedoeagus mit relativ kurzem Medianlobus (<3 x so lang wie breit); Flagellum mit Schlinge.
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Abb. 13
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Abb. 14
→ 3a-Körper gedrungener [Abb. 15], jede Flügeldecke einzeln verrundet. Pygidium ganz unbedeckt. 1. und 2. Sternit viel länger als die folgenden. An der Spitze der Vorderschienen die Unterkante flach, stumpfwinklig in die Endfläche übergehend. ♂: Medianlobus lang (>3 x so lang wie breit); Flagellum S-förmig geschwungen.
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Abb. 15
#3a
Gymnetron Schönh.Der 3. und 8. Streifen am Ende der Flügeldecken verbunden. Meist kleinere, gestrecktere Arten unter 2,5 (3) mm.
Rhinusa Stephens-Der 3. und 6. Streifen am Ende der Flügeldecken verbunden. Gedrungene Arten, meist größer als (1,5) 2,5 mm, einige Arten sehr größenvariabel.
#4
Stereonychus Suffr.Tarsen nur mit einer Klaue. Flügeldecken mit breiten Schuppen besetzt [Abb. 16].
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Abb. 16
→ 5-Tarsen mit 2 an ihrer Basis verwachsenen Klauen. Flügeldecken mit länglichen oder haarförmigen Schuppen besetzt.
#5
Cionellus Reitter, 1904Die Stirn steil aufsteigend, bei seitlicher Ansicht mit der Rüsselbasis einen deutlichen einspringenden Winkel bildend. Körper gestreckt, die Flügeldecken fast um die Hälfte länger als zusammen breit, ohne schwarze Makeln auf der Naht [Abb. 17]. Die sehr kleinen Klauen beim ♂ und ♀ von ungleicher Länge.
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Abb. 17
→ 6-Die Stirn bei seitlicher Ansicht nicht oder nur ganz unbedeutend über die Rüsselbasis vortretend; beide +/- in einer Flucht liegend. Körper kürzer und gedrungener, die Flügeldecken höchstens 1/3 länger als zusammen breit, stets mit einigen dunklen Punkten oder Strichen oder mit zwei meist runden, samtschwarzen Makeln auf der Naht. Die Klauen beim ♀ stets von fast gleicher Länge.
#6
Cleopus DejeanKleiner: 2,8-3 mm. Vorderrand der Vorderbrust gerade. Flügeldecken in der Vorderhälfte ohne vergrößerten schwarzen Nahtfleck [Abb. 18], der 1. Flügeldeckenstreifen gerade. Die Scjienen beim ♂ innen an der Spitze in einen kurzen, schwach nach innen gebogenen Sporn ausgezogen. Klauen des ♂ gleichlang.
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Abb. 18
Cionus Clairv.-3-5 mm. Vorderrand der Vorderbrust eingebuchtet. Flügeldecken vor der Mitte mit einem schwarzen Nahtfleck, um den der 1. Flügeldeckenstreifen im Bogen herumführt [Abb. 19]. Klauen des ♂ ungleich lang.
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Abb. 19
Enthaltene TaxaCionellusCionusCleopomiarusCleopusGymnetronMecinusMiarusRhinumiarus RhinusaStereonychus
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 12.12.2019 - 00:51:14
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