Gattung Pseudomedon Muls. Rey

ColeopteraStaphylinidaePaederinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, V. Assing)
Im Körperbau völlig mit der Gattung Medon übereinstimmend; durch die gebogenen Kehlnähte und die äußerst fein punktierte seidenglänzende Oberseite von dieser Gattung verschieden. Die Arten obsoletus und obscurellus wurden früheren Arbeiten oft verwechselt.
#1
huetheri (Hbthl., 1927)🗺ColeowebGrößer, 3,7-4,5 mm. Kopf und Halsschild mit feiner Mittelfurche, Augen flach, kaum aus den Schläfen hervorgewölbt. Fühler langgestreckt, die mittleren Glieder zweieinhalb mal, die vorletzten Glieder fast um die Hälfte länger als breit. Oberseite dunkelbraun, Schenkel und Fühler in der Mitte angedunkelt. Aedoeagus [Abb. 1]. (Frühere Untergattung Euphonus Fauvel.) B: Fast ausschließlich bei Überschwemmungen gefunden. Habitat offenbar unterirdisch. D: Aus dem südlichen Mitteleuropa (Schweiz, Süddeutschland, Österreich, Slowakei) und Mazedonien bekannt, sehr selten. Eine brachyptere Morphe wurde aus der Schweiz (Tessin) bekannt.
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Abb. 1
→ 2-Kleiner, 3-4,1 mm. Kopf und Halsschild völlig eben, Augen deutlich vorgewölbt, Fühler kurz mit rundlichen vorletzten Gliedern.
#2
obsoletus (Nordm., 1837)🗺ColeowebDurchschnittlich größer und dunkler gefärbt; Vorderkörper oft (aber nicht immer!) einfarbig schwarz braun; Fühler oft in der Mitte angedunkelt. ♂: Sternit VIII (6. sichtbares) hinten flach konkav ausgebuchtet [Abb. 2]; Aedoeagus größer, ca. 0,55 mm lang [Abb. 3]. 3-3,7 mm. B: An Feuchtstellen und an Faulstoffen (Kompost usw.). D: In der Westpaläarktis weit verbreitet. Aus allen mitteleuropäischen Ländern bekannt, in einigen Teilen Deutschlands aber noch nicht nachgewiesen oder nur alte Funde. Im Norden selten, im Süden häufiger.
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Abb. 2
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Abb. 3
obscurellus (Er., 1840)🗺Coleoweb-Durchschnittlich kleiner und heller gefärbt; Halsschild und Flügeldecken meist rotbraun; Fühler mehr oder weniger einfarbig rötlich braun. ♂: Sternit VIII (6. sichtbares) hinten tiefer und schmaler, fast V-förmig ausgeschnitten [Abb. 4]; Aedoeagus sehr klein, ca. 0,35 mm lang [Abb. 5]. In Flügel- und Augenbildung polymorphe Art, aus Mitteleuropa aber ausschließlich macroptere Exemplare mit voll entwickelten Augen bekannt. 3-3,5 mm. B: In Feuchtbiotopen und an Faulstoffen. Meist im Kompost. D: Westpaläarktis; In Mitteleuropa überall, aber aus einigen Teilen Deutschlands noch nicht gemeldet oder nur alte Funde. Im Norden selten, im Süden etwas häufiger.
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Abb. 4
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Abb. 5
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 01.04.2026 - 01:52:51
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