Unterfamilie: Paederinae

ColeopteraStaphylinidae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse, L. Zerche u.a.)
Körper 2,5-10 mm lang, lang zylindrisch, selten abgeflacht. Der große, hinten deutlich abgeschnürte Kopf ist vorgestreckt, mit langen Schläfen und mit vor den flachen Augen gut ausgebildeten, meist parallelen, seltener konvergierenden Wangen. Kiefertaster mit sehr kleinem, oft kaum bemerkbarem Endglied. Die fadenförmigen Fühler sind unter den verdickten Vorderecken der Stirn über der Mandibelbasis eingelenkt. Halsschild oft nicht größer als der Kopf, fast stets länger oder nur so lang wie breit. Vorderhüften lang zapfenförmig vorragend, Vorderschenkel fast stets stärker verdickt als die übrigen Schenkel und oft auf der Unterseite mit einem Zahn. Mittel- und Hinterhüften genähert, Hinterhüften konisch, Tarsen 5-gliedrig.
#1
→ 1aHalsschild rot, glänzend, Flügeldecken metallisch blau [Abb. 1].
paederus_littoralis_hab.jpg
Abb. 1
→ 2-Anders gefärbte Arten
#1a
Paederidus Mulsant & Rey, 1878🗺ColeowebHinterleib einfarbig schwarz oder blauschwarz [Abb. 2], 1. sichtbares Sternit in der Mitte schwach aufgebeult
paederidus_rubrothoracicus_hab.jpg
Abb. 2
Paederus Fabricius, 1775🗺Coleoweb-Hinterleib rotgelb mit schwarzer Spitze [Abb. 1], 1. Sternit in der Mitte gekielt.
paederus_littoralis_hab.jpg
Abb. 1
#2
Astenus Dejean, 1833🗺Coleoweb4. Tarsenglied der Mittel- und Hintertarsen zweilappig, Oberseite matt, dicht punktiert [Abb. 3].
astenus_pulchellus_hab.jpg
Abb. 3
→ 3-Das 4. Glied der Mittel- und Hintertarsen einfach.
#3
→ 4Kopf stielförmig abgeschnürt, der dünne Hals von höchstens einem Sechstel der Kopfbreite
→ 5-Kopf halsförmig abgeschnürt, der Hals von mindestens einem Viertel der Kopfbreite
#4
Rugilus Leach in Samouelle, 1819🗺ColeowebGrößere Formen, 3,5-6 mm, mit kräftig und dicht genabelt punktiertem Vorderkörper [Abb. 4]. (=Stilicus Latr.)
rugilus_orbiculatus_hab.jpg
Abb. 4
Scopaeus Erichson, 1839🗺Coleoweb-Kleinere Formen, 2,5-3,5 mm, mit fein punktiertem Vorderkörper [Abb. 5].
scopaeus_laevigatus_hab.jpg
Abb. 5
#5
Ochthephilum Stephens, 1829🗺ColeowebFühler zwischen dem 1. und 2. Glied gekniet, Basalglied lang schaftförmig [Abb. 6], so lang wie die 3 folgenden Glieder zusammen. (=Cryptobium Mannh.)
ochthephilum_fracticorne_vk.jpg
Abb. 6
→ 6-Fühler nicht oder undeutlich gekniet, Basalglied der Fühler nicht so lang schaftförmig [Abb. 7].
lathrobium_impressum_k.jpg
Abb. 7
#6
Lathrobiina Laporte, 1835🗺Coleoweb1. Glied der Hintertarsen nicht länger als das 2., andernfalls die Flügeldecken mit dichten Punktstreifen. Körper Lathrobium-ähnlich. Subtribus
→ 10-1. Glied der Hintertarsen länger als das 2.. Die Flügeldecken ohne Punktstreifen, selten mit Punktreihen
#10
→ 11Oberlippe zweilappig, Außenrand der Mittelschienen bedornt. >5 mm.
→ 12-Oberlippe in der Mitte des Vorderrandes mit 1 oder 2 vorspringenden Zähnchen [Abb. 8] oder wie oben [Abb. 9], dann aber <3 mm. Mittelschienen unbedornt.
lithocharis_nigriceps_ck38119596_ol.jpg
Abb. 8
hypomedon_debilicornis_k.jpg
Abb. 9
#11
Leptobium T. L. Casey, 1905🗺Coleoweb5-6 mm. Oberseite gewölbt, Körper zylindrisch, Endglied der Kiefertaster breit und kurz, warzenförmig (=Dolicaon Cast.)
Scymbalium Erichson, 1839🗺Coleoweb-8,5-9,5 mm [Abb. 10], Oberseite flach, Endglied der Kiefertaster klein, konisch zugespitzt [Abb. 11].
scimbalium_anale_hab.jpg
Abb. 10
scimbalium_anale_k.jpg
Abb. 11
#12
Lithocharis Dejean, 1833🗺ColeowebAugen groß, Schläfen nur so lang wie die Augen [Abb. 12], Oberlippe nur mit einem Mittelzähnchen. Habitus [Abb. 13].
lithocharis_nigriceps_vk.jpg
Abb. 12
lithocharis_nigriceps_hab.jpg
Abb. 13
→ 13-Augen kleiner, Schläfen viel länger als die Augen [Abb. 14]. Oberlippe ohne oder mit 2 Zähnchen.
medon_apicalis_vk.jpg
Abb. 14
#13
Pseudomedon Mulsant & Rey, 1878)🗺ColeowebDer ganze Körper äußerst fein und dicht punktiert, seidenglänzend. Kehlnähte gebogen.
→ 14-Zumindest der Kopf mit deutlicher, ± kräftiger Punktur. Kehlnähte in der Mitte +/- parallel, nur bei einer sehr kleinen schwarzen Art gebogen.
#14
Medon Stephens, 1833🗺Coleoweb Luzea Blackwelder, 1952🗺ColeowebKehlnähte in der Mitte meist sehr stark genähert, nahezu miteinander verschmolzen, andernfalls [Abb. 15] der Kopf oberseits äußerst dicht und gedrängt punktiert. Habitus [Abb. 16]. In der Tabelle der Gattung Medon abgetrennt:
medon_apicalis_us.jpg
Abb. 15
medon_apicalis_hab.jpg
Abb. 16
→ 15-Kehlnähte durch einen breiten Zwischenraum getrennt [Abb. 17]. Habitus [Abb. 18] [Abb. 19].
hypomedon_debilicornis_us.jpg
Abb. 17
sunius_melanocephalus_hab.jpg
Abb. 18
hypomedon_debilicornis_hab.jpg
Abb. 19
#15
Hypomedon Mulsant & Rey, 1878🗺ColeowebFühler kurz und perlschnurartig, Glied 4-6 nicht länger als breit [Abb. 20], Kopf und Halsschild kräftig chagriniert und matt mit groben, flachen Nabelpunkten besetzt. Gelblichrot, Flügeldecken, Fühler und Beine gelb [Abb. 19]. (=Chloecharis Lynch 1884)
hypomedon_debilicornis_vk.jpg
Abb. 20
hypomedon_debilicornis_hab.jpg
Abb. 19
Sunius Stephens, 1829🗺Coleoweb-Fühler gestreckt, Untergrund des Halsschildes glänzend, Kopf und Hinterleib schwarz bis pechbraun, Halsschild gelbrot bis rot, Flügeldecken meist rotbraun. (=Hypomedon pars.) Die Arten dieser Gattungen werden ebenfalls in der Tabelle der Gattung Medon abgetrennt, so daß eine Untersuchung der Unterseite nicht zwingend erforderlich ist.
Enthaltene TaxaAstenusHypomedonLathrobiinaLeptobiumLithocharisLuzeaMedonOchthephilumPaederidusPaederusPseudomedonRugilusScopaeusScymbaliumSunius
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 31.05.2026 - 20:10:55
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