Gattung Simplocaria Steph.

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Byrrhidae
Von Arved Lompe (n. H.F. Paulus, L. Ganglbauer)
Fein, oft etwas abstehend, scheckig behaart, schwarz oder bräunlich, oft mit leichtem Metallschimmer. Stirn vorne deutlich kantig gerandet. Fühler relativ kurz, mit gestrecktem 3. Glied und schwach abgesetzter 4- oder 5-gliedriger oder deutlich abgesetzter 3-gliedriger Keule. Flügeldecken mit hinten stärker vertieftem Nahtstreifen, sonst vollständig oder nur an der Basis mit Streifen. Beine schlank, Schienen viel schmäler als die Schenkel, ohne Furchen zur Aufnahme der Tarsen. Die Arten leben von Moos und finden sich von der Ebene bis in die hochalpine Region. 14 Arten in Europa.
Mir unbekannte Arten ...99
#1
→ 2Flügeldecken mit hinten tief eingeschriittenem Nahtstreifen, Fühler zur Spitze allmählich verdickt, ohne deutlich abgesetzte 3-gliedrige Keule [Abb. 1]. Epipleuren der Flügeldecken nach hinten aIImählich verschmälert. Untergattung Simplocaria s. str..
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Abb. 1
carpathica Hampe, 1853-Flügeldecken auch hinten ohne Nahtstreifen, höchstens mit einer einfachen feinen Punktreihe. Fühler mit deutlicher abgesetzter 3-gliedriger Keule [Abb. 2]. Epipleuren der Flügeldecken neben der Mittel- und Hinterbrust gleichbreit, erst dann plötzlich verengt (Untergattung Trinaria Muls.). Schwarz glänzend, oft mit bronzefarbigem oder grünlichem Schimmer, Fühler, Mundwerkzeuge und Beine bräunlichrot. Oberseite spärlich, bei sauberen Stücken aber oft ziemlich lang, schräg abstehend behaart. Penis an der Spitze S-förmig gekrümmt, ebenso die Parameren [Abb. 3]. 2,1-2,6 mm. Südostalpen, Nordjugoslawien und südliche Karpaten, subalpin bis alpin verbreitet, meist nicht häufig.
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Abb. 2
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Abb. 3
#2
semistriata (F., 1794)Oberseite ziemlich lang, schräg abstehend, dicht behaart, die Behaarung bildet oft angedeutete weißliche Flecken. Flügeldecken nur an der Basis gestreift; braun [Abb. 4] bis schwarz, nicht selten mit Metallschimmer. Aedoeagus [Abb. 5] [Abb. 6]. 2,5-3,0 mm. In Mitteleuropa überall, meist häufig.
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
→ 3-Oberseite mit kurzer, dicht anliegender oder nur schwach gehobener Behaarung.
#3
metallica (Sturm, 1807)Flügeldecken mit vollständigen, hinten gegen den Nahtstreifen konvergierenden Rückenstreifen und 4 gegen die Schulterbeule verkürzten seitlichen Punktstreifen. Länglich oval, fast parallelseitig, metallisch schwarzgrün. 3,1-3,5 mm. Nord- und Mitteleuropa, äußerst selten, in Mitteleuropa nur wenige Neufunde in diesem Jahrhundert.
→ 4-Flügeldecken entweder mit 5 nur bis zur Mitte reichenden Rückenstreifen oder es ist nur der 5. Streifen vorhanden, dieser bisweilen fast erloschen, so daß die Flügeldecken völlig glatt erscheinen.
#4
→ 4aFlügeldecken mit 5 sehr unvollständigen, nach hinten erloschenen Rückenstreifen und höchstens mit Spuren von Seitenstreifen. 2,8-3,0 mm.
→ 5-Flügeldecken fast glatt, höchstens der 5. Rückenstreifen gegen die Basis fein eingeschnitten; kleinere Arten (2,0-2,7 mm).
#4a
maculosa Er., 1847Die sehr feine und ganz dicht anliegende Behaarung bildet zahlreiche kleine weißliche Haarflecken. Die Oberlippe vorn abgerundet. Halsschild zwischen der Punktierung nicht mikroskopisch chagriniert. Körper metallisch schwarz oder leicht bronzefarben, Fühler und Beine gelbrot. 2,8-3,0 mm. An Flüssen und Bächen, namentlich auf den zwischen den Steinen der Uferdämme wachsenden Moosen. Mehr im südlichen Mitteleuropa, nicht häufig.
deubeli Ganglbauer, 1899-Der maculosa ähnlich, breiter, an den Seiten mehr gerundet, hinten mehr zugespitzt [Abb. 7], mit weniger dichter, enger anliegender, nur bei wohl erhaltenen Stücken auf den Flügeldecken Flecken bildender Behaarung bekleidet, die Oberlippe in der Mitte des Vorderrandes mit einer kleinen Ausrandung. Kopf und Halsschild viel feiner, seichter und weitläufiger punktiert, zwischen der Punktierung mikroskopisch chagriniert. 2,8- 3 mm. Nordostkarpathen, Transsilvanische Alpen. In subalpinen Wäldern unter Moos.
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Abb. 7
#5
nivalis Ganglbauer, 1904Halsschild ziemlich weitläufig, aber scharf eingestochen punktiert. Oberseite mit wenig dichter, langer, leicht gehobener, gelblich-grauer Behaarung, auf den Flügeldecken bisweilen mit einigen kleinen, aus kürzeren, dichter stehenden, weißlichen Haaren gebildeten Flecken. Flügeldecken mit vollständigem, tief eingeschnittenem Nahtstreifen. Der Basalrest des 5. Rückenstreifens oft vollständig erloschen. 2,4-2,7 mm. Südtirol.
→ 6-Halsschild sehr verstreut, fein und flach punktiert.
#6
acuminata Erichson, 1847Oberseite mit ziemlich kurzer, anliegender, gleichmäßig verteilter und nirgends zu Flecken verdichteter weißlicher Behaarung spärlich bekleidet. Oval, hinten zugespitzt, schwarz grünlich bis bronzefarben. Aedoeagus [Abb. 8]. 2,0-2,5 mm. Ostalpen.
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Abb. 8
jugicola Baudi, 1889-Der acuminaia äußerst nahestehend, von derselben nur durch etwas weniger gewölbte Körperform, merklich längere Behaarung der Oberseite, die bis auf einige äußerst feine Basalreste erloschenen Rückenstreifen der Flügeldecken und die hinter der Mitte plötzlich sehr stark verengten und im scharf abgesetzten Apicalteil sehr schmal zugespitzten Parameren des Penis verschieden. 2,0 mm. Penninische Alpen.
#99
montenegrina Obenberger, 1917Montenegro.
arctica Poppius, 1904-Norwegen.
brevistriata Reitter, 1900-Spanien.
elongata Sahlberg, 1903-Rußland.
frigida Krogerus, 1921-Norwegen.
palmeni Poppius, 1904-Rußland.
-Frankreich, Iberische Halbinsel. ...striata Brisout, 1866
Enthaltene Taxaacuminata arctica brevistriata carpathica deubeli elongata frigida jugicola maculosa metallica montenegrina nivalis palmeni semistriata
Erstellt am: 28.06.2013 · Letzte Aktualisierung: 10.09.2013 - 09:43:25
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