fuscus (Goeze, 1777)-Ober- und Unterseite, besonders Kopf und Halsschild matt, sehr fein chagriniert, seidenartig
[Abb. 7]. Längsstreifen der Flügeldecken scharf durchgezogen, die zu beiden Seiten eines jeden Streifens liegenden Punktreihen deutlicher erkennbar. Kontur der Fühlerendglieder an der Innenseite an der Basis scharf S-förmig
[Abb. 8]; Fühler beim ♂ vom 6. Glied an ziemlich plötzlich erweitert
[Abb. 9], beim ♀ erst vom 7. oder 8. an schwächer erweitert
[Abb. 10]. Aedoeagus
[Abb. 11], Paramerenlappen schmäler und länger
[Abb. 12]. 6-10 mm. Urwaldrelikt, in Mulm und unter der Rinde alter Laubbäume, besonders Eiche. Im südlichen und mittleren Gebiet wohl überall. In Deutschland nach Norden bis Nordhannover und Brandenburg, selten. Von einigen Autoren wird die Artberechtigung von fuscus bezweifelt; es soll sich danach um die 'Freilandform' des synanthropen mauretanicus handeln. Dagegen spricht die unterschiedliche Form der Parameren. Die von Kolibac angegebenen Unterschiede in der Fühlerbildung sind irreführend, weil sie nicht das Geschlecht berücksichtigen
[Abb. 2] [Abb. 8]. Ich habe sowohl Tiere aus Mühlenbetrieben (2 Fundorte, 9 Exemplare) als auch Freilandfunde (3 Fundorte, 6 Exemplare), die zu den obigen Beschreibungen passen, allerdings sind die äußeren Unterschiede sehr diffizil und +/- fließend. Auffallend ist außerdem, daß die Mühlenbetriebe nicht gerade in Gebieten mit urständigen Wäldern liegen und die Freilandfunde nur aus letzteren stammen.