Gattung: Sinoxylon Duftschmid

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Bostrichidae
Von Arved Lompe (n. S. Cymorek, E. Reitter)
Diese mit etwa 50 Arten in der afrikanisch-indischen und asiatischen Region verbreitete Gattung zeichnet sich durch hochentwickelte, überwiegend kurz-runde Bohrerformen, durch die an Blatthornkäfer erinnernde Fühlerbildung sowie durch Hörnchen auf dem Flügeldeckenabsturz aus. Schienen mit Dornfortsätzen, die inneren so lang oder länger als das 3. (2. sichtbare) Tarsenglied; Flügeldeckenabsturz mit einem Paar spitzen Dornen, die unabhängig vom Rand auf der Scheibe angeordnet sind; 2. Glied der Fühlerkeule quer, viel breiter als lang [Abb. 1]. Bei den folgenden Arten ist der Doppelrand (Epipleuren) der Flügeldecken hinten rinnenförmig; der Rand des Flügeldeckenabsturzes ist nicht durch eine Kante scharf abgegrenzt, dem Rand entspringen jederseits 2-3 Paare vorragender Beulen, das untere Paar ist kräftig entwickelt, oft dornenförmig. Der Kopf hat bei den außereuropäischen Arten kleine, querstehende Höckerchen, welche unseren Arten fehlen.
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Abb. 1
#1
sexdentatum (Ol.)🗺ColeowebDie 2 spitzen Hörner auf dem Absturz im Basisquerschnitt rund, sie liegen mit dem untersten, kräftig entwickelten, dornenförmigen Beulenpaar des Seitenrandes in einer Ebene; Hörner durch einen schmalen Querwulst verbunden, ihre eigentliche Basis erreicht nicht die Flügeldeckennahtstreifen [Abb. 2]; Behaarung der Flügeldecken goldgelb, locker. Halsschild braunschwarz, Flügeldecken rotbraun. 3,5-6 mm. B: In Akazien- und Feigenbaumästen, aber auch in strauchartigen Gewächsen, wie Clematis, besonders aber in Weinreben. Die Art der Zerstörung ist ganz ähnlich wie bei perforans. D: Süd-, Südost-, Südwesteuropa, auch Südtirol und Ungarn, könnte Österreich im Südosten erreichen.
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Abb. 2
perforans (Schrk., 1789)🗺Coleoweb-Die Hörner auf dem Absturz im Basisquerschnitt quer-oval, sie liegen in einer Ebene über dem untersten, kräftiger entwickelten Beulenpaar des Seitenrandes, die Hörner erreichen mit ihrer verbreiterten Basis die Flügeldeckennahtstreifen [Abb. 3], die überwiegend anliegende Behaarung der Flügeldecken grau; Halsschild braunschwarz, Flügeldecken dunkler rotbraun, durch die Behaarung mit mattgrauem Schimmer. 5-8 mm. B: Lebt vorzüglich in dicken Weinstöcken, welche die Larve unter der Rinde ringförmig aushöhlt, so daß sie abbrechen. Auch in den Ästen der Eichen D: Östliches Mitteleuropa, Südosteuropa und mediterran; Österreich: Burgenland; zweifelhaft in Deutschland.
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Abb. 3
Erstellt am: 11.06.2014 · Letzte Aktualisierung: 18.02.2023 - 23:57:27
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